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Olympia - Tokio 2020

Sommerspiele der XXXII. Olympiade

Ursprünglich sollten die Olympischen Spiele in Tokio 2020 stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie sind diese in den Sommer 2021 (23. Juli 2021 - 8. August 2021) verlegt worden (Paralympics: 24. August - 5. September 2021).

Hier finden Sie künftig den Zeitplan, Livestreams, Ergebnisse, Highlights und Zusammenfassungen rund um die Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio.

Newsticker

Olympia07.05. 15:41

Fackellauf ohne 118-jährige Tanaka

Eigentlich wollte die Japanerin Kane Tanaka im stolzen Alter von 118 Jahren am olympischen Fackellauf in ihrer Heimatstadt Fukuoka teilnehmen, doch jetzt wurde die Teilnahme der ältesten Frau der Welt abgesagt. Grund sei die weiterhin "nicht eingedämmte Ausbreitung des Coronavirus". Tanaka, Jahrgang 103, wollte mit einem Rollstuhl beim Lauf dabei sein. "Wegen der aktuellen Situation haben wir entschieden, dass Kane Tanaka nicht am Fackellauf teilnehmen wird", teilte die Familie mit. Dies sei "wirklich, wirklich schade". Die alte Dame erfreut sich guter Gesundheit.

Olympia07.05. 11:54

DOSB weist Kritik an Hörmann zurück

DOSB-Präsident Alfons Hörmann gerät nach der Aufregung um einen offenen Brief, der angeblich aus der Mitarbeiterschaft des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) stammt, zunehmend unter Druck und sieht sich einer Rücktrittsforderung gegenüber. Der anonym gesendete Brief war an Präsidium, Vorstand und Betriebsrat gerichtet. Der DOSB hat die Vorwürfe derweil "in aller Klarheit" zurückgewiesen und Hörmann das "uneingeschränkte Vertrauen" ausgesprochen. Gleichzeitig wurde angekündigt, die "angeführten Kritikpunkte umfassend prüfen" zu wollen.

Olympia07.05. 08:47

Absage-Petition kommt gut an

Eine Online-Petition in Japan mit der Forderung nach einer Absage der Olympischen Spiele ist innerhalb von zwei Tagen von mehr als 200.000 Menschen unterzeichnet worden. Die unter anderem an Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Kommitees, gerichtete Petition zählte am Freitag bereits mehr als 207.000 Unterschriften. Sie wurde vom japanischen Anwalt Kenji Utsunomiya initiiert und trägt den Titel "Sagen Sie die Olympischen Spiele in Tokio ab, um unser Leben zu schützen". Derweil wurde der Corona-Notstand für Tokio bis zum Ende des Monats verlängert.

Olympia06.05. 19:18

Olympia-Outfit für Tokio präsentiert

Der Deutsche Olympische Sportbund hat am Donnerstag bei einer digitalen Präsentation die Bekleidung für die Olympischen Spiele vom 23. Juli bis 8.August und die folgenden Paralympics in Tokio vorgestellt. Die vom Sportartikelhersteller Adidas designte Kollektion ist in Trendfarben wie mintgrün und leuchtend gelb gehalten und wurde von Athleten mitgestaltet. Bisher haben sich laut DOSB 277 Athleten für die Sommerspiele in Japan qualifiziert. Insgesamt wird mit einer Teamgröße von rund 400 Sportlern gerechnet.

Olympia06.05. 13:04

Impfstoff-Spende für alle Teilnehmer

Der US-Pharmariese Pfizer und das Mainzer Biotechnologieunternehmen BioNTech haben eine Vereinbarung mit dem IOC getroffen und spenden allen potenziellen Teilnehmern an den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio Impfstoff gegen das Coronavirus. Wie Pfizer/BioN-Tech weiter mitteilten, soll mit den nationalen Behörden eine Verteilung ab Ende des Monats koordiniert werden. "Diese Impfstoff-Spende ist Teil unserer Maßnahmen, die Olympischen und Paralympischen Spiele für alle Teilnehmer sicher zu gestalten", sagte IOC-Präsident Thomas Bach und warb darum, von diesem Angebot Gebrauch zu machen.

Olympia28.04. 14:01

Tägliche Tests bei Olympia-Teilnehmern

Alle Olympia-Teilnehmer bei den Sommerspielen in Tokio müssen sich prinzipiell täglich auf das Coronavirus testen lassen. Das gilt auch für alle Personen, die zum direkten Umfeld der Sportler gehören. Dies sieht eine präzisierte zweite Fassung des Playbooks für Athleten vor, das die Organisatoren und das IOC am Mittwoch veröffentlichten. Da eine 14-tägige Quarantäne entfällt, können die Sportler sofort nach Ankunft mit dem Training beginnen. Schon vor der Abreise nach Tokio müssen sich alle Sportler täglich testen lassen. Sie dürfen sich in Japan zudem nur in zugewiesenen Fahrzeugen bewegen.

Olympia24.04. 13:21

Fackellauf am 2.Mai fällt komplett aus

Beim olympischen Fackellauf auf dem Weg nach Tokio fällt erstmals eine Etappe in Japan komplett aus. Das am 2.Mai geplante Teilstück auf der Insel Miyakojima in der Präfektur Okinawa wird wegen der Corona-Maßnahmen komplett ausgelassen. In Osaka und Matsuyama war der Fackellauf zuletzt von öffentlichen Straßen verbannt worden. Die weitere Etappe in der Präfektur Okinawa, die für den 1.Mai auf Okinawa Hontu geplant ist, soll ohne Zuschauer ausgetragen werden. Die lokalen Ausrichter hatten darauf gedrängt, dass kein Fackellauf auf öffentlichen Straßen stattfindet.

Olympia23.04. 12:42

Wieder Notstand in Tokio ausgerufen

Japan hat wegen steigender Corona-Infektionen zum dritten Mal den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio erklärt. Ministerpräsident Yoshihide Suga gab die Entscheidung wie erwartet am Freitag bekannt - drei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen. Japans Olympia-Macher erwägen trotz dieses erneuten Notstands keine Absage der im Juli geplanten Sommerspiele. "Wir denken nicht über eine Absage nach", bekräftigte Seiko Hashimoto, Präsidentin des Organisationskomitees, am Freitag.

Olympia22.04. 14:31

Tokio wieder vor Corona-Notstand

Die Olympia-Stadt Tokio soll drei Monate vor den Sommerspielen wegen wieder stark steigender Infektionen erneut unter Notstand gestellt werden. Die Regierung wolle den Notstand für Tokio sowie Osaka, Kyoto und die Präfektur Hyogo voraussichtlich ab Sonntag bis zum 11.Mai in Kraft setzen, berichteten japanische Medien Eine Entscheidung solle am Freitag fallen. Kurz vor den geplanten Olympischen Spielen verhängt Japan damit zum dritten Mal über Tokio den Notstand.

Olympia21.04. 20:05

Protest auf dem Podium bleibt verboten

Olympia-Teilnehmern sollen nach einer Umfragemehrheit unter Athleten auch künftig Protestaktionen auf dem Siegerpodium und in den Arenen verboten bleiben. Daher soll die Regel 50 der Olympischen Charta in dieser Hinsicht unverändert bleiben, teilte das IOC mit. "Eine sehr deutliche Mehrheit der Athleten hält das für unangebracht", sagte die Kommissionschefin Kirsty Coventry. Konkret hätten sich 70 Prozent der Umfrageteilnehmer dagegen ausgesprochen, dass entsprechende Meinungsäußerungen an den Wettkampfstätten oder bei offiziellen Zeremonien erlaubt werden.

Olympia21.04. 19:43

Deutsche Sportler werden ab Mai geimpft

Die Impfungen der deutschen Olympia-Athleten sollen schon Anfang Mai beginnen. Wie das Bundesinnenministerium (BMI) auf SID-Anfrage mitteilte, sind Impfungen vor den Sommerspielen in Tokio (23.Juli bis 8.August) für die 18. und 19.Kalenderwoche avisiert, also ab dem 3.Mai. Bei den Impflingen handelt es sich laut einer Sprecherin des BMI um Sportlerinnen und Sportler, "die eine realistische Chance auf eine Qualifikation für Tokio bzw. sich bereits qualifiziert haben" sowie deren Betreuer, die mit nach Tokio fliegen. Das BMI geht von ca. 1400 zu impfenden Personen aus.

Olympia19.04. 14:43

DOSB-Team soll geimpft nach Tokio

Für alle deutschen Olympia-Teilnehmer soll es vor den Sommerspielen in Tokio eine Corona-Impfung geben. "Die Olympioniken sollen rechtzeitig vor den Olympischen Spielen geimpft werden", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter. "Im Moment gehen wir davon aus, dass wir das im Rahmen des Impf-Fortschritts gewährleisten können", fügte Alter hinzu. Nur in diesem Falle könne der DOSB "guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden", hatte Alfons Hörmann gesagt. Der DOSB-Präsident nannte für das gesamte Team eine Größenordnung von rund 2000 Menschen.

Olympia16.04. 10:14

OK-Chefin: Keine Gedanken an Absage

Trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen in Japan schließen die Olympia-Organisatoren eine Absage oder erneute Verschiebung der Sommerspiele in Tokio definitiv aus. "Es gibt eine Vielzahl von Bedenken, aber als Organisationskomitee für Tokio 2020 denken wir nicht daran, die Spiele abzusagen", bekräftigte Seiko Hashimoto, Präsidentin des Organisationskomitees. In der Bevölkerung schwindet der Rückhalt: 72 Prozent der Japaner sprechen sich aus Angst vor einer weiteren Corona-Welle für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio aus.

Olympia15.04. 08:42

Stäbler für Spitzensportler-Impfung

Frank Stäbler würde Impfungen von Spitzensportlern für die Olympischen Spiele gutheißen. In der Dauerdebatte um den Saisonhöhepunkt und den Schutz gegen das Coronavirus wolle der Ringer zwar nicht, dass sich Athleten in der Impfreihenfolge ganz nach vorne drängeln. Aber "bis zum Schluss warten" sei auch nicht richtig, sagte der 31-Jährige. Er berichtete, dass er und andere für den Traum von Olympia sehr viel opfern und fragte deshalb: "Von wie vielen Personen reden wir? Ich bin dafür, diese Ausnahme vielleicht zuzulassen." Die Spiele in Tokio sind Stäblers letztes Event vor dem Karriereende.

Olympia14.04. 08:58

Kein Fackellauf durch Matsuyama

Nach der Millionenmetropole Osaka hat auch die Universitätsstadt Matsuyama auf der japanischen Insel Shikoku den öffentlichen Fackellauf auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt. Zu diesem Schritt sah sich Tokihiro Nakamura, Gouverneur der Präfektur Ehime, am Mittwoch aufgrund der steigenden Corona-Infektionen gezwungen. "Wir werden die Feier für die Ankunft der Flamme auf eine Weise abhalten, an der keine gewöhnlichen Zuschauer beteiligt sind", sagte Nakamura 100 Tage vor dem geplanten Beginn der Sommerspiele. Am 21.April sollte die Fackel in Matsuyama präsentiert werden.

Olympia14.04. 08:42

Mediziner: Spiele "wirklich schwierig"

Der Chef der Medizinischen Vereinigung Tokios, Haruo Ozaki, hat sich 100 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele besorgt gezeigt. Die Austragung der Sommerspiele (23.Juli bis 8.August) werde "wirklich schwierig", da die Anzahl der Corona-Infektionen in ganz Japan gestiegen sei, selbst wenn die Spiele ohne Zuschauer stattfänden. Ozaki forderte die Organisatoren auf, "konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, wie sie die Ausbreitung von Infektionen im In- und Ausland verhindern wollen". Dann könne man prüfen, "ob ein solcher Plan realistisch ist", sagte Ozaki der japanischen Zeitung Sports Hochi.

Olympia12.04. 11:15

Japan: Mehrheit gegen Spiele im Juli

72 Prozent der Japaner sprechen sich aus Angst vor einer weiteren Corona-Welle für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio aus. Nur etwa 24 Prozent befürworten dagegen die Austragung des Ringe-Spektakels, das am 23.Juli mit der Entzündung des olympischen Feuers in Japans Hauptstadt beginnen soll, wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News hervorgeht. 39,2 Prozent der Befragten sind für eine Absage der bereits um ein Jahr verschobenen Spiele. 32,8 Prozent sprachen sich für eine zweite Verschiebung aus.

Olympia11.04. 11:46

Quarantänehotel für Coronafälle geplant

Bei den Olympischen Spielen und Para-lympics in Tokio ist ein Hotel mit rund 300 Zimmern für positiv auf das Coronavirus getestete Athleten mit geringfügigen oder keinen Symptomen geplant. Dies berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Das sei eine weitere Maßnahme des Organisationskomitees, um eine Ausbreitung des Virus während der Sommerspiele zu verhindern. Die Athleten würden in ihren Zimmern für zehn Tage unter Quarantäne gestellt. Außerdem sollen bis zu 30 Spezialfahrzeuge vorbereitet werden, die die infizierten Sportler bei Bedarf in dieses Hotel bringen könnten.

Olympia07.04. 19:45

USA: Kein Boykott von Peking 2022

Das Weiße Haus hat den Wirrungen um einen möglichen US-Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking ein Ende gesetzt. "Wir haben nicht und werden auch nicht irgendeinen Boykott mit Verbündeten und Partnern diskutieren", sagte Jen Psaki, die Pressesprecherin von US-Präsident Joe Biden. Zuvor hatte sich auch das Nationale Olympische und Paralympische Komitee der USA USOPC gegen eine solche Maßnahme ausgesprochen. Am Dienstag hatte Sprecher Ned Price vom US-Außenministerium erklärt, aufgrund der Menschenrechtsverletzungen in China über ein Fernbleiben von den Spielen nachdenken zu wollen.

Olympia07.04. 12:02

Kein Fackellauf durch Präfektur Osaka

Angesichts steigender Corona-Neuninfektionen hat die Regierung der japanischen Präfektur Osaka den olympischen Fackellauf durch die gesamte Region abgesagt. Das teilte Osakas Gouverneur Hirofumi Yoshimura am Mittwoch mit. Die örtliche Regierung hatte zunächst nur eine Absage für die gleichnamige Millionenmetropole und Präfekturhauptstadt geplant. Wie das Olympia-Organisationskomitee mitteilte, soll der für den 13. und 14. April in Osaka geplante Abschnitt nun nur noch isoliert im Expo'70 Commemorative Park in Suita, ein paar Kilometer nördlich von Osaka, abgehalten werden.

Olympia07.04. 11:15

China erzürnt über Boykottdrohungen

Zwischen China und den USA ist ein heftiger Streit über Forderungen nach einem möglichen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking entbrannt. Der Pekinger Außenamtssprecher Zhao Lijian übte scharfe Kritik an den USA, nachdem der Sprecher des US-Außenministeriums am Vortag gesagt hatte, dass die USA wegen der Menschenrechtsverletzungen in China mit Verbündeten über einen möglichen Olympia-Boykott sprechen wollten. Die Politisierung des Sports laufe der olympischen Charta zuwider, so Lijian. Er setze darauf, dass das OK der USA da nicht mitmache.

Olympia06.04. 10:15

Kein Fackellauf durch Osaka

Wegen steigender Corona-Zahlen soll der olympische Fackellauf nicht wie geplant durch Osaka führen. Die Regierung der Präfektur Osaka habe formell beantragt, den für kommende Woche in der Millionenstadt geplanten Fackellauf für die Olympischen Sommerspiele in Tokio abzusagen, teilte das OK mit. Die Regierung verhängte am Montag in Osaka und zwei weiteren Präfekturen den Ausnahmezustand, da eine neue Corona-Welle befürchtet wird. Osaka bestätigte am Montag 142 neue Corona-Infektionen, nachdem sie zuvor bereits fünf Tage in Folge mehr als 240 neue Fälle pro Tag gemeldet hatte.

Olympia06.04. 09:56

Nordkorea sagt Teilnahme in Tokio ab

Die Olympischen Spiele in Tokio (23.Juli bis 8.August) finden ohne eine Delegation aus Nordkorea statt. Als offizielle Begründung nannte das Sportministerium in Pjöngjang Sicherheitsbedenken aufgrund der Coronapandemie. Das nationale Olympische Komitee habe die Entscheidung getroffen, "nicht an den 32.Olympischen Spielen teilzunehmen, um die Athleten vor der globalen Gesundheitskrise zu schützen, die durch Covid-19 ausgelöst wurde", hieß es auf einer vom nordkoreanischen Sportministerium betriebenen Website. Nordkorea hatte 2018 an den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilgenommen.

Olympia02.04. 12:26

Ringen um Fackellauf in Osaka

In der Debatte über den olympischen Fackellauf in Osaka ringen die Organisatoren offenbar um einen Kompromiss. Osakas Gouverneur Hirofumi Yoshimura relativierte seine Absageforderung wegen sprunghaft gestiegener Corona-Infektionen und schloss nur noch öffentliche Straßen der Millionen-Metropole für das über zwei Tage geplante Spektakel (13./14.April) aus. "Es tut uns leid für die Läufer, aber der Fackellauf wird nicht auf den Straßen von Osaka stattfinden", sagte Yoshimura zu Journalisten: "Wir werden mit dem Organisationskomitee diskutieren, ob es Alternativen gibt."

Olympia25.03. 08:52

Fukushima: Fackellauf hat begonnen

Im japanischen Fukushima hat am Donnerstag der Fackellauf für die Olympischen Spiele im Sommer begonnen. Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus fand die Zeremonie im J-Village in Fukushima ohne Zuschauer statt. Den Auftakt machten Mitglieder der japanischen Frauen-Fußballnationalmannschaft. Sie erschienen in weißen Sportanzügen in dem Fußballtrainingszentrum, das während der Atomkatastrophe im März 2011 als Hauptquartier für die Krisenmanager des Super-GAU gedient hatte. Olympiachefin Seiko Hashimoto sprach von einem "Lichtblick der Hoffnung" für die Welt.

Olympia23.03. 11:49

Kein Deutsches Haus in Tokio

Nach der Entscheidung gegen ausländische Zuschauer bei den Olympischen und Paralympischen Spielen verzichtet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im Sommer auf ein Deutsches Haus als Treffpunkt in Tokio. Gemeinsam mit der Deutschen Sportmarketing (DSM) und dem Deutschen Behindertensportbund (DBS) habe man sich darauf verständigt, teilte der DOSB auf Anfrage mit. Der Schwerpunkt solle auf die "kommunikativen Bausteine des Deutschen Hauses" gerichtet werden. Ursprünglich war ein Deutsches Haus im Einkaufszentrum "Aqua City Odaiba" für bis zu 700 Gäste täglich geplant gewesen.

Olympia20.03. 11:47

Keine ausländischen Zuschauer in Tokio

Bei den Sommerspielen in Tokio dürfen wegen der Corona-Pandemie keine ausländischen Fans nach Japan einreisen. Diese Entscheidung teilten die japanischen Organisatoren dem IOC und den Paralympics-Machern mit. Grund für den Beschluss ist die Angst vor der weiteren Verbreitung des Coronavirus. Das IOC und das Internationale Paralympische Komitee hätten die Entscheidung "vollkommen respektiert und akzeptiert", hieß es. Ticketkäufer aus dem Ausland sollen eine Kosten-Erstattung erhalten. Bislang waren rund eine Million Tickets an Fans aus dem Ausland verkauft worden.

Olympia18.03. 18:34

Wellbrock rechnet mit Spielen ohne Fans

Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock rechnet mit Olympischen Spielen in Tokio ohne Zuschauer. "Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Das würde das Risiko nur unnötig vergrößern", sagte der 23-Jährige Radio Bremen. Er sei sehr gespannt, wie die Spiele stattfinden werden, so Wellbrock. "Ich könnte mir vorstellen, dass in Tokio alles in etwas ruhigerem und kleinerem Rahmen abläuft." Bei seinen ersten Spielen 2016 schied Wellbrock schon im Vorlauf aus. "Ich konnte bei diesen Spielen sehr viel lernen. Ich denke, das hat mich stark gemacht für das, was kommt", so Wellbrock.

Olympia18.03. 12:32

"Olympig": Rücktritt nach Beleidigung

Der Kreativdirektor für die Sommerspiele in Tokio, Hiroshi Sasaki, hat wegen erniedrigender Äußerungen über eine japanische Entertainerin seinen Rücktritt angekündigt. Er hatte gegenüber Mitarbeitern die Idee vorgebracht, dass die korpulente Naomi Watanabe bei der Eröffnungszeremonie als Schwein verkleidet auftreten könnte. In einem rosafarbenen Kostüm erschiene sie dann als ein "Olympig", witzelte der Japaner - pig bedeutet auf Englisch Schwein. Der Werbefachmann entschuldigte sich später bei der bekannten Schauspielerin und Modedesignerin. Seine Äußerung sei "sehr unangemessen" gewesen.

Olympia15.03. 14:45

Deutsche Teams mit Tickets für Tokio

Die deutschen Handballer sind eine von wenigen deutschen Mannschaften, die sich bereits für Tokio qualifiziert haben. Hoffen dürfen noch die Basketballer: Als letztes deutsches Team haben die DBB-Männer beim Qualifikationsturnier in Split (29.Juni bis 4.Juli) die Chance aufs Olympiaticket. Im Beachvolleyball sind Julius Thole/ Clemens Wickler am Start. Kämpfen müssen noch Karla Borger/Julia Sude, Laura Ludwig/Margareta Kozuch und Niels Ehlers/Lars Flüggen. Die deutschen U21-Fußballer können ebenso nach Tokio fahren wie die Hockey-Nationalteams der Frauen und Männer.

Olympia15.03. 11:09

Keine Zuschauer beim Fackellauf-Start

Zum Start des olympischen Fackellaufs am 25.März in Fukushima werden keine Zuschauer zugelassen. Die erste Etappe wird auf einem Olympiakanal live übertragen. Enden soll der Lauf bei der Eröffnungsfeier am 23.Juli im Olympiastadion von Tokio. Bis mindestens zum 21.März befinden sich Tokio und drei angrenzende Präfekturen im Corona-Notstand. Noch vor Beginn des Fackellaufs soll die Entscheidung fallen, ob Zuschauer aus dem Ausland zu den Spielen nach Japan kommen dürfen. IOC-Mitglieder hatten zuletzt darum gebeten, die Entscheidung weiter hinauszuzögern.

Olympia12.03. 18:14

IOC stimmt für Bachs Reformprogramm

Das Internationale Olympische Komitee hat einstimmig den von IOC-Chef Thomas Bach forcierten neuen Reformplan verabschiedet. Mit der Agenda 2020+5 soll die olympische Bewegung fit für die Zukunft gemacht werden, sagte Bach am letzten Tag der 137.IOC-Session. Mit 15 Richtlinien will das IOC die Digitalisierung vorantreiben, die Jugend besser ansprechen und E-Sports einbinden, den Kampf gegen Doping und die Rechte und Pflichten von Athleten stärken. Zudem sollen Olympische Spiele nachhaltiger werden und in ihrer Bedeutung weiter wachsen.

Olympia12.03. 13:06

IOC: Impfstoff aus China nicht für alle

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat klargestellt, dass der in China eingekaufte Impfstoff nicht allen Athleten weltweit zur Verfügung gestellt werden soll. Dieses Angebot sei nur für Nationale Olympische Komitees aus Ländern, in denen der Impfstoff aus China zugelassen sei, erklärte IOC-Direktor James Macleod zum Auftakt des dritten Tages der 137.Session. Am Tag zuvor hatte IOC-Präsident Thomas Bach mit der Nachricht überrascht, dass das IOC von China Vakzine erwerbe, um Athleten vor den Olympia in Tokio (23.Juli bis 8.August) und vor den Winterspielen in Peking 2022 zu impfen.

Olympia11.03. 16:48

DOSB lehnt Chinas Impfstoff ab

Der deutsche Sport hat das Angebot von IOC-Präsident Thomas Bach, im Kampf gegen Corona Impfstoff aus China für olympische Athleten zu kaufen, generell begrüßt. Gleichzeitig aber lehnte der DOSB den Gebrauch für eigene Athleten ab. Man wolle auf Impfstoffe setzen, die in Deutschland zugelassen sind. Das "besondere Hilfsangebot" Chinas werde hoffentlich dazu beitragen, dass "Athlet*innen weltweit sicher und mit besserer Chancengleichheit nach Tokio und Peking reisen", so DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Für das deutsche Team hoffe man jedoch auf "die aktive Unterstützung unserer nationalen Politik".

Olympia11.03. 12:53

IOC will Impfstoff von China erwerben

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat angekündigt, für die Olympischen Spiele in Tokio (23.Juli bis 8.August) und in Peking 2022 Impfstoff in China zu kaufen. Das Nationale Olympische Komitee Chinas habe dem IOC die Impfdosen angeboten. Das IOC wird "die Kosten für die Impfdosen der Athleten bei den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio und Peking übernehmen", erklärte Bach. Darüber hinaus wird das IOC pro Athlet je zwei weitere Impfdosen finanzieren, die der Bevölkerung in dem jeweiligen Ausrichterland zur Verfügung gestellt werden sollen.

Olympia11.03. 10:36

Bach verteidigt Spiele in Peking

Wenige Stunden nach seiner Wiederwahl hat IOC-Präsident Thomas Bach die in die Kritik geratene Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 nach Peking verteidigt. Es seien die Spiele des IOC und keine der chinesischen Regierung, sagte Bach in den ARD-"Tagesthemen". Zuletzt hatte ein Bündnis von 180 internationalen Menschenrechtsgruppen und Vertretern von Minderheiten in China die Staatengemeinschaft aufgefordert, nicht an den Spielen teilzunehmen. Hintergrund sind die Menschenrechtsverletzungen, die Verfolgung von Uiguren und Tibetern sowie Chinas Drohungen gegenüber Taiwan.

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Fackellauf ohne 118-jährige Tanaka

Eigentlich wollte die Japanerin Kane Tanaka im stolzen Alter von 118 Jahren am olympischen Fackellauf in ihrer Heimatstadt Fukuoka teilnehmen, doch jetzt wurde die Teilnahme der ältesten Frau der Welt abgesagt. Grund sei die weiterhin "nicht eingedämmte Ausbreitung des Coronavirus". Tanaka, Jahrgang 103, wollte mit einem Rollstuhl beim Lauf dabei sein. "Wegen der aktuellen Situation haben wir entschieden, dass Kane Tanaka nicht am Fackellauf teilnehmen wird", teilte die Familie mit. Dies sei "wirklich, wirklich schade". Die alte Dame erfreut sich guter Gesundheit.

DOSB weist Kritik an Hörmann zurück

DOSB-Präsident Alfons Hörmann gerät nach der Aufregung um einen offenen Brief, der angeblich aus der Mitarbeiterschaft des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) stammt, zunehmend unter Druck und sieht sich einer Rücktrittsforderung gegenüber. Der anonym gesendete Brief war an Präsidium, Vorstand und Betriebsrat gerichtet. Der DOSB hat die Vorwürfe derweil "in aller Klarheit" zurückgewiesen und Hörmann das "uneingeschränkte Vertrauen" ausgesprochen. Gleichzeitig wurde angekündigt, die "angeführten Kritikpunkte umfassend prüfen" zu wollen.

Absage-Petition kommt gut an

Eine Online-Petition in Japan mit der Forderung nach einer Absage der Olympischen Spiele ist innerhalb von zwei Tagen von mehr als 200.000 Menschen unterzeichnet worden. Die unter anderem an Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Kommitees, gerichtete Petition zählte am Freitag bereits mehr als 207.000 Unterschriften. Sie wurde vom japanischen Anwalt Kenji Utsunomiya initiiert und trägt den Titel "Sagen Sie die Olympischen Spiele in Tokio ab, um unser Leben zu schützen". Derweil wurde der Corona-Notstand für Tokio bis zum Ende des Monats verlängert.

Olympia-Outfit für Tokio präsentiert

Der Deutsche Olympische Sportbund hat am Donnerstag bei einer digitalen Präsentation die Bekleidung für die Olympischen Spiele vom 23. Juli bis 8.August und die folgenden Paralympics in Tokio vorgestellt. Die vom Sportartikelhersteller Adidas designte Kollektion ist in Trendfarben wie mintgrün und leuchtend gelb gehalten und wurde von Athleten mitgestaltet. Bisher haben sich laut DOSB 277 Athleten für die Sommerspiele in Japan qualifiziert. Insgesamt wird mit einer Teamgröße von rund 400 Sportlern gerechnet.

Impfstoff-Spende für alle Teilnehmer

Der US-Pharmariese Pfizer und das Mainzer Biotechnologieunternehmen BioNTech haben eine Vereinbarung mit dem IOC getroffen und spenden allen potenziellen Teilnehmern an den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio Impfstoff gegen das Coronavirus. Wie Pfizer/BioN-Tech weiter mitteilten, soll mit den nationalen Behörden eine Verteilung ab Ende des Monats koordiniert werden. "Diese Impfstoff-Spende ist Teil unserer Maßnahmen, die Olympischen und Paralympischen Spiele für alle Teilnehmer sicher zu gestalten", sagte IOC-Präsident Thomas Bach und warb darum, von diesem Angebot Gebrauch zu machen.

Tägliche Tests bei Olympia-Teilnehmern

Alle Olympia-Teilnehmer bei den Sommerspielen in Tokio müssen sich prinzipiell täglich auf das Coronavirus testen lassen. Das gilt auch für alle Personen, die zum direkten Umfeld der Sportler gehören. Dies sieht eine präzisierte zweite Fassung des Playbooks für Athleten vor, das die Organisatoren und das IOC am Mittwoch veröffentlichten. Da eine 14-tägige Quarantäne entfällt, können die Sportler sofort nach Ankunft mit dem Training beginnen. Schon vor der Abreise nach Tokio müssen sich alle Sportler täglich testen lassen. Sie dürfen sich in Japan zudem nur in zugewiesenen Fahrzeugen bewegen.

Fackellauf am 2.Mai fällt komplett aus

Beim olympischen Fackellauf auf dem Weg nach Tokio fällt erstmals eine Etappe in Japan komplett aus. Das am 2.Mai geplante Teilstück auf der Insel Miyakojima in der Präfektur Okinawa wird wegen der Corona-Maßnahmen komplett ausgelassen. In Osaka und Matsuyama war der Fackellauf zuletzt von öffentlichen Straßen verbannt worden. Die weitere Etappe in der Präfektur Okinawa, die für den 1.Mai auf Okinawa Hontu geplant ist, soll ohne Zuschauer ausgetragen werden. Die lokalen Ausrichter hatten darauf gedrängt, dass kein Fackellauf auf öffentlichen Straßen stattfindet.

Wieder Notstand in Tokio ausgerufen

Japan hat wegen steigender Corona-Infektionen zum dritten Mal den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio erklärt. Ministerpräsident Yoshihide Suga gab die Entscheidung wie erwartet am Freitag bekannt - drei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen. Japans Olympia-Macher erwägen trotz dieses erneuten Notstands keine Absage der im Juli geplanten Sommerspiele. "Wir denken nicht über eine Absage nach", bekräftigte Seiko Hashimoto, Präsidentin des Organisationskomitees, am Freitag.

Tokio wieder vor Corona-Notstand

Die Olympia-Stadt Tokio soll drei Monate vor den Sommerspielen wegen wieder stark steigender Infektionen erneut unter Notstand gestellt werden. Die Regierung wolle den Notstand für Tokio sowie Osaka, Kyoto und die Präfektur Hyogo voraussichtlich ab Sonntag bis zum 11.Mai in Kraft setzen, berichteten japanische Medien Eine Entscheidung solle am Freitag fallen. Kurz vor den geplanten Olympischen Spielen verhängt Japan damit zum dritten Mal über Tokio den Notstand.

Protest auf dem Podium bleibt verboten

Olympia-Teilnehmern sollen nach einer Umfragemehrheit unter Athleten auch künftig Protestaktionen auf dem Siegerpodium und in den Arenen verboten bleiben. Daher soll die Regel 50 der Olympischen Charta in dieser Hinsicht unverändert bleiben, teilte das IOC mit. "Eine sehr deutliche Mehrheit der Athleten hält das für unangebracht", sagte die Kommissionschefin Kirsty Coventry. Konkret hätten sich 70 Prozent der Umfrageteilnehmer dagegen ausgesprochen, dass entsprechende Meinungsäußerungen an den Wettkampfstätten oder bei offiziellen Zeremonien erlaubt werden.

Deutsche Sportler werden ab Mai geimpft

Die Impfungen der deutschen Olympia-Athleten sollen schon Anfang Mai beginnen. Wie das Bundesinnenministerium (BMI) auf SID-Anfrage mitteilte, sind Impfungen vor den Sommerspielen in Tokio (23.Juli bis 8.August) für die 18. und 19.Kalenderwoche avisiert, also ab dem 3.Mai. Bei den Impflingen handelt es sich laut einer Sprecherin des BMI um Sportlerinnen und Sportler, "die eine realistische Chance auf eine Qualifikation für Tokio bzw. sich bereits qualifiziert haben" sowie deren Betreuer, die mit nach Tokio fliegen. Das BMI geht von ca. 1400 zu impfenden Personen aus.

DOSB-Team soll geimpft nach Tokio

Für alle deutschen Olympia-Teilnehmer soll es vor den Sommerspielen in Tokio eine Corona-Impfung geben. "Die Olympioniken sollen rechtzeitig vor den Olympischen Spielen geimpft werden", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter. "Im Moment gehen wir davon aus, dass wir das im Rahmen des Impf-Fortschritts gewährleisten können", fügte Alter hinzu. Nur in diesem Falle könne der DOSB "guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden", hatte Alfons Hörmann gesagt. Der DOSB-Präsident nannte für das gesamte Team eine Größenordnung von rund 2000 Menschen.

OK-Chefin: Keine Gedanken an Absage

Trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen in Japan schließen die Olympia-Organisatoren eine Absage oder erneute Verschiebung der Sommerspiele in Tokio definitiv aus. "Es gibt eine Vielzahl von Bedenken, aber als Organisationskomitee für Tokio 2020 denken wir nicht daran, die Spiele abzusagen", bekräftigte Seiko Hashimoto, Präsidentin des Organisationskomitees. In der Bevölkerung schwindet der Rückhalt: 72 Prozent der Japaner sprechen sich aus Angst vor einer weiteren Corona-Welle für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio aus.

Stäbler für Spitzensportler-Impfung

Frank Stäbler würde Impfungen von Spitzensportlern für die Olympischen Spiele gutheißen. In der Dauerdebatte um den Saisonhöhepunkt und den Schutz gegen das Coronavirus wolle der Ringer zwar nicht, dass sich Athleten in der Impfreihenfolge ganz nach vorne drängeln. Aber "bis zum Schluss warten" sei auch nicht richtig, sagte der 31-Jährige. Er berichtete, dass er und andere für den Traum von Olympia sehr viel opfern und fragte deshalb: "Von wie vielen Personen reden wir? Ich bin dafür, diese Ausnahme vielleicht zuzulassen." Die Spiele in Tokio sind Stäblers letztes Event vor dem Karriereende.

Kein Fackellauf durch Matsuyama

Nach der Millionenmetropole Osaka hat auch die Universitätsstadt Matsuyama auf der japanischen Insel Shikoku den öffentlichen Fackellauf auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt. Zu diesem Schritt sah sich Tokihiro Nakamura, Gouverneur der Präfektur Ehime, am Mittwoch aufgrund der steigenden Corona-Infektionen gezwungen. "Wir werden die Feier für die Ankunft der Flamme auf eine Weise abhalten, an der keine gewöhnlichen Zuschauer beteiligt sind", sagte Nakamura 100 Tage vor dem geplanten Beginn der Sommerspiele. Am 21.April sollte die Fackel in Matsuyama präsentiert werden.

Mediziner: Spiele "wirklich schwierig"

Der Chef der Medizinischen Vereinigung Tokios, Haruo Ozaki, hat sich 100 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele besorgt gezeigt. Die Austragung der Sommerspiele (23.Juli bis 8.August) werde "wirklich schwierig", da die Anzahl der Corona-Infektionen in ganz Japan gestiegen sei, selbst wenn die Spiele ohne Zuschauer stattfänden. Ozaki forderte die Organisatoren auf, "konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, wie sie die Ausbreitung von Infektionen im In- und Ausland verhindern wollen". Dann könne man prüfen, "ob ein solcher Plan realistisch ist", sagte Ozaki der japanischen Zeitung Sports Hochi.

Japan: Mehrheit gegen Spiele im Juli

72 Prozent der Japaner sprechen sich aus Angst vor einer weiteren Corona-Welle für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio aus. Nur etwa 24 Prozent befürworten dagegen die Austragung des Ringe-Spektakels, das am 23.Juli mit der Entzündung des olympischen Feuers in Japans Hauptstadt beginnen soll, wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News hervorgeht. 39,2 Prozent der Befragten sind für eine Absage der bereits um ein Jahr verschobenen Spiele. 32,8 Prozent sprachen sich für eine zweite Verschiebung aus.

Quarantänehotel für Coronafälle geplant

Bei den Olympischen Spielen und Para-lympics in Tokio ist ein Hotel mit rund 300 Zimmern für positiv auf das Coronavirus getestete Athleten mit geringfügigen oder keinen Symptomen geplant. Dies berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Das sei eine weitere Maßnahme des Organisationskomitees, um eine Ausbreitung des Virus während der Sommerspiele zu verhindern. Die Athleten würden in ihren Zimmern für zehn Tage unter Quarantäne gestellt. Außerdem sollen bis zu 30 Spezialfahrzeuge vorbereitet werden, die die infizierten Sportler bei Bedarf in dieses Hotel bringen könnten.

USA: Kein Boykott von Peking 2022

Das Weiße Haus hat den Wirrungen um einen möglichen US-Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking ein Ende gesetzt. "Wir haben nicht und werden auch nicht irgendeinen Boykott mit Verbündeten und Partnern diskutieren", sagte Jen Psaki, die Pressesprecherin von US-Präsident Joe Biden. Zuvor hatte sich auch das Nationale Olympische und Paralympische Komitee der USA USOPC gegen eine solche Maßnahme ausgesprochen. Am Dienstag hatte Sprecher Ned Price vom US-Außenministerium erklärt, aufgrund der Menschenrechtsverletzungen in China über ein Fernbleiben von den Spielen nachdenken zu wollen.

Kein Fackellauf durch Präfektur Osaka

Angesichts steigender Corona-Neuninfektionen hat die Regierung der japanischen Präfektur Osaka den olympischen Fackellauf durch die gesamte Region abgesagt. Das teilte Osakas Gouverneur Hirofumi Yoshimura am Mittwoch mit. Die örtliche Regierung hatte zunächst nur eine Absage für die gleichnamige Millionenmetropole und Präfekturhauptstadt geplant. Wie das Olympia-Organisationskomitee mitteilte, soll der für den 13. und 14. April in Osaka geplante Abschnitt nun nur noch isoliert im Expo'70 Commemorative Park in Suita, ein paar Kilometer nördlich von Osaka, abgehalten werden.

China erzürnt über Boykottdrohungen

Zwischen China und den USA ist ein heftiger Streit über Forderungen nach einem möglichen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking entbrannt. Der Pekinger Außenamtssprecher Zhao Lijian übte scharfe Kritik an den USA, nachdem der Sprecher des US-Außenministeriums am Vortag gesagt hatte, dass die USA wegen der Menschenrechtsverletzungen in China mit Verbündeten über einen möglichen Olympia-Boykott sprechen wollten. Die Politisierung des Sports laufe der olympischen Charta zuwider, so Lijian. Er setze darauf, dass das OK der USA da nicht mitmache.

Kein Fackellauf durch Osaka

Wegen steigender Corona-Zahlen soll der olympische Fackellauf nicht wie geplant durch Osaka führen. Die Regierung der Präfektur Osaka habe formell beantragt, den für kommende Woche in der Millionenstadt geplanten Fackellauf für die Olympischen Sommerspiele in Tokio abzusagen, teilte das OK mit. Die Regierung verhängte am Montag in Osaka und zwei weiteren Präfekturen den Ausnahmezustand, da eine neue Corona-Welle befürchtet wird. Osaka bestätigte am Montag 142 neue Corona-Infektionen, nachdem sie zuvor bereits fünf Tage in Folge mehr als 240 neue Fälle pro Tag gemeldet hatte.

Nordkorea sagt Teilnahme in Tokio ab

Die Olympischen Spiele in Tokio (23.Juli bis 8.August) finden ohne eine Delegation aus Nordkorea statt. Als offizielle Begründung nannte das Sportministerium in Pjöngjang Sicherheitsbedenken aufgrund der Coronapandemie. Das nationale Olympische Komitee habe die Entscheidung getroffen, "nicht an den 32.Olympischen Spielen teilzunehmen, um die Athleten vor der globalen Gesundheitskrise zu schützen, die durch Covid-19 ausgelöst wurde", hieß es auf einer vom nordkoreanischen Sportministerium betriebenen Website. Nordkorea hatte 2018 an den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilgenommen.

Ringen um Fackellauf in Osaka

In der Debatte über den olympischen Fackellauf in Osaka ringen die Organisatoren offenbar um einen Kompromiss. Osakas Gouverneur Hirofumi Yoshimura relativierte seine Absageforderung wegen sprunghaft gestiegener Corona-Infektionen und schloss nur noch öffentliche Straßen der Millionen-Metropole für das über zwei Tage geplante Spektakel (13./14.April) aus. "Es tut uns leid für die Läufer, aber der Fackellauf wird nicht auf den Straßen von Osaka stattfinden", sagte Yoshimura zu Journalisten: "Wir werden mit dem Organisationskomitee diskutieren, ob es Alternativen gibt."

Fukushima: Fackellauf hat begonnen

Im japanischen Fukushima hat am Donnerstag der Fackellauf für die Olympischen Spiele im Sommer begonnen. Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus fand die Zeremonie im J-Village in Fukushima ohne Zuschauer statt. Den Auftakt machten Mitglieder der japanischen Frauen-Fußballnationalmannschaft. Sie erschienen in weißen Sportanzügen in dem Fußballtrainingszentrum, das während der Atomkatastrophe im März 2011 als Hauptquartier für die Krisenmanager des Super-GAU gedient hatte. Olympiachefin Seiko Hashimoto sprach von einem "Lichtblick der Hoffnung" für die Welt.

Kein Deutsches Haus in Tokio

Nach der Entscheidung gegen ausländische Zuschauer bei den Olympischen und Paralympischen Spielen verzichtet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im Sommer auf ein Deutsches Haus als Treffpunkt in Tokio. Gemeinsam mit der Deutschen Sportmarketing (DSM) und dem Deutschen Behindertensportbund (DBS) habe man sich darauf verständigt, teilte der DOSB auf Anfrage mit. Der Schwerpunkt solle auf die "kommunikativen Bausteine des Deutschen Hauses" gerichtet werden. Ursprünglich war ein Deutsches Haus im Einkaufszentrum "Aqua City Odaiba" für bis zu 700 Gäste täglich geplant gewesen.

Keine ausländischen Zuschauer in Tokio

Bei den Sommerspielen in Tokio dürfen wegen der Corona-Pandemie keine ausländischen Fans nach Japan einreisen. Diese Entscheidung teilten die japanischen Organisatoren dem IOC und den Paralympics-Machern mit. Grund für den Beschluss ist die Angst vor der weiteren Verbreitung des Coronavirus. Das IOC und das Internationale Paralympische Komitee hätten die Entscheidung "vollkommen respektiert und akzeptiert", hieß es. Ticketkäufer aus dem Ausland sollen eine Kosten-Erstattung erhalten. Bislang waren rund eine Million Tickets an Fans aus dem Ausland verkauft worden.

Wellbrock rechnet mit Spielen ohne Fans

Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock rechnet mit Olympischen Spielen in Tokio ohne Zuschauer. "Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Das würde das Risiko nur unnötig vergrößern", sagte der 23-Jährige Radio Bremen. Er sei sehr gespannt, wie die Spiele stattfinden werden, so Wellbrock. "Ich könnte mir vorstellen, dass in Tokio alles in etwas ruhigerem und kleinerem Rahmen abläuft." Bei seinen ersten Spielen 2016 schied Wellbrock schon im Vorlauf aus. "Ich konnte bei diesen Spielen sehr viel lernen. Ich denke, das hat mich stark gemacht für das, was kommt", so Wellbrock.

"Olympig": Rücktritt nach Beleidigung

Der Kreativdirektor für die Sommerspiele in Tokio, Hiroshi Sasaki, hat wegen erniedrigender Äußerungen über eine japanische Entertainerin seinen Rücktritt angekündigt. Er hatte gegenüber Mitarbeitern die Idee vorgebracht, dass die korpulente Naomi Watanabe bei der Eröffnungszeremonie als Schwein verkleidet auftreten könnte. In einem rosafarbenen Kostüm erschiene sie dann als ein "Olympig", witzelte der Japaner - pig bedeutet auf Englisch Schwein. Der Werbefachmann entschuldigte sich später bei der bekannten Schauspielerin und Modedesignerin. Seine Äußerung sei "sehr unangemessen" gewesen.

Deutsche Teams mit Tickets für Tokio

Die deutschen Handballer sind eine von wenigen deutschen Mannschaften, die sich bereits für Tokio qualifiziert haben. Hoffen dürfen noch die Basketballer: Als letztes deutsches Team haben die DBB-Männer beim Qualifikationsturnier in Split (29.Juni bis 4.Juli) die Chance aufs Olympiaticket. Im Beachvolleyball sind Julius Thole/ Clemens Wickler am Start. Kämpfen müssen noch Karla Borger/Julia Sude, Laura Ludwig/Margareta Kozuch und Niels Ehlers/Lars Flüggen. Die deutschen U21-Fußballer können ebenso nach Tokio fahren wie die Hockey-Nationalteams der Frauen und Männer.

Keine Zuschauer beim Fackellauf-Start

Zum Start des olympischen Fackellaufs am 25.März in Fukushima werden keine Zuschauer zugelassen. Die erste Etappe wird auf einem Olympiakanal live übertragen. Enden soll der Lauf bei der Eröffnungsfeier am 23.Juli im Olympiastadion von Tokio. Bis mindestens zum 21.März befinden sich Tokio und drei angrenzende Präfekturen im Corona-Notstand. Noch vor Beginn des Fackellaufs soll die Entscheidung fallen, ob Zuschauer aus dem Ausland zu den Spielen nach Japan kommen dürfen. IOC-Mitglieder hatten zuletzt darum gebeten, die Entscheidung weiter hinauszuzögern.

IOC stimmt für Bachs Reformprogramm

Das Internationale Olympische Komitee hat einstimmig den von IOC-Chef Thomas Bach forcierten neuen Reformplan verabschiedet. Mit der Agenda 2020+5 soll die olympische Bewegung fit für die Zukunft gemacht werden, sagte Bach am letzten Tag der 137.IOC-Session. Mit 15 Richtlinien will das IOC die Digitalisierung vorantreiben, die Jugend besser ansprechen und E-Sports einbinden, den Kampf gegen Doping und die Rechte und Pflichten von Athleten stärken. Zudem sollen Olympische Spiele nachhaltiger werden und in ihrer Bedeutung weiter wachsen.

IOC: Impfstoff aus China nicht für alle

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat klargestellt, dass der in China eingekaufte Impfstoff nicht allen Athleten weltweit zur Verfügung gestellt werden soll. Dieses Angebot sei nur für Nationale Olympische Komitees aus Ländern, in denen der Impfstoff aus China zugelassen sei, erklärte IOC-Direktor James Macleod zum Auftakt des dritten Tages der 137.Session. Am Tag zuvor hatte IOC-Präsident Thomas Bach mit der Nachricht überrascht, dass das IOC von China Vakzine erwerbe, um Athleten vor den Olympia in Tokio (23.Juli bis 8.August) und vor den Winterspielen in Peking 2022 zu impfen.

DOSB lehnt Chinas Impfstoff ab

Der deutsche Sport hat das Angebot von IOC-Präsident Thomas Bach, im Kampf gegen Corona Impfstoff aus China für olympische Athleten zu kaufen, generell begrüßt. Gleichzeitig aber lehnte der DOSB den Gebrauch für eigene Athleten ab. Man wolle auf Impfstoffe setzen, die in Deutschland zugelassen sind. Das "besondere Hilfsangebot" Chinas werde hoffentlich dazu beitragen, dass "Athlet*innen weltweit sicher und mit besserer Chancengleichheit nach Tokio und Peking reisen", so DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Für das deutsche Team hoffe man jedoch auf "die aktive Unterstützung unserer nationalen Politik".

IOC will Impfstoff von China erwerben

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat angekündigt, für die Olympischen Spiele in Tokio (23.Juli bis 8.August) und in Peking 2022 Impfstoff in China zu kaufen. Das Nationale Olympische Komitee Chinas habe dem IOC die Impfdosen angeboten. Das IOC wird "die Kosten für die Impfdosen der Athleten bei den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio und Peking übernehmen", erklärte Bach. Darüber hinaus wird das IOC pro Athlet je zwei weitere Impfdosen finanzieren, die der Bevölkerung in dem jeweiligen Ausrichterland zur Verfügung gestellt werden sollen.

Bach verteidigt Spiele in Peking

Wenige Stunden nach seiner Wiederwahl hat IOC-Präsident Thomas Bach die in die Kritik geratene Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 nach Peking verteidigt. Es seien die Spiele des IOC und keine der chinesischen Regierung, sagte Bach in den ARD-"Tagesthemen". Zuletzt hatte ein Bündnis von 180 internationalen Menschenrechtsgruppen und Vertretern von Minderheiten in China die Staatengemeinschaft aufgefordert, nicht an den Spielen teilzunehmen. Hintergrund sind die Menschenrechtsverletzungen, die Verfolgung von Uiguren und Tibetern sowie Chinas Drohungen gegenüber Taiwan.

Warmlaufen für die Sommerpiele

SPORTreportage - Von der Putzhilfe zur Olympiahoffnung 

Melat Kejeta und ihr Ziel Olympia: Sie ist auf dem besten Weg, eine der erfolgreichsten deutschen Marathonläuferinnen zu werden. Ihr Lebensweg ist schon ein Marathon für sich.

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7 min · Sport
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