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Weltreligionstag - Religion bleibt weltweit bedeutend

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Nach wie vor haben die Weltreligionen einen hohen Stellenwert. Die Zahl der gläubigen Menschen wächst, am stärksten im Islam. In Deutschland aber nehmen die Kirchenaustritte zu.

Betende Hände
Die Zahl der Gläubigen nimmt weltweit zu.
Quelle: imago

Während man in Europa und besonders in Deutschland in den letzten Jahren eine Tendenz zur Glaubens-Abkehr feststellen kann, sieht es weltweit anders aus: Die Anzahl der Gläubigen nimmt zu.

Zahl der Muslime wächst am schnellsten

In vielen afrikanischen Ländern zum Beispiel hat Religion eine große Bedeutung, die Bevölkerung hat ein junges Durchschnittsalter, das Bevölkerungswachstum ist in diesen Ländern am Höchsten. Weltweit wächst die Zahl der Muslime am schnellsten. Auch das Christentum wächst, aber langsamer.

Im Jahr 2060, so prognostiziert das Pew Research Center, werde es weltweit fast so viele Muslime wie Christen geben. So stellten laut dem Forschungsinstitut Christen im Jahr 2015 31,2 Prozent der Weltbevölkerung, Muslime 24,1 Prozent. Für 2060 rechnet es mit 31,1 Prozent Muslime und 31,8 Prozent Christen.

Die größten Religionen nach der Zahl der Anhänger sind das Christentum und der Islam. Weit dahinter kommt der Hinduismus, direkt gefolgt von der Gruppe der Konfessionslosen. Das Christentum ist überwiegend in Nord-und Südamerika, Europa und Südafrika, der Islam ist besonders stark im westlichen Teil Asiens und Nordafrika vertreten.

In Deutschland geben knapp zwei Drittel an, sich einer christlichen Glaubensgemeinschaft zuzuordnen, der somit größten Religion. Die in der Verfassung festgelegte Religionsfreiheit schließt auch die Freiheit ein, an nichts zu glauben. Die Zahl derer wächst, die die Institution Kirche ablehnen. Jeder Vierte gibt an, nicht an Gott zu glauben und sich zu keiner Religion zu bekennen, geschätzte 3,5 Prozent sind Muslime.

Trend zum Austritt ungebrochen

Der Trend zum Mitgliederverlust bei Katholiken und Protestanten bleibt ungebrochen: Die Zahl der Kirchenaustritte in Deutschland war 2019 auf einem Höchststand. Knapp eine halbe Million Mitglieder verloren die beiden größten christlichen Kirchen zusammen. Die Sterbezahl der Christen liegt zudem höher als die Zahl der Geburten bei Christen.

Gemeinsamkeiten der Religionen

Der Weltreligionstag am 17.Januar 2021 erinnert daran, dass jeder ein Recht auf freie Religionsausübung hat und betont die Gemeinsamkeiten der Religionen. In einer im Oktober 2020 veröffentlichten Umfrage der Konrad-Adenauer Stiftung zu Glaubensfragen in den verschiedenen Religionen, gaben rund 66 Prozent der befragten Katholiken und 59 Prozent der Muslime an, an eine überirdische Macht zu glauben.

Während in der Frage nach einer überirdischen Macht, Wiedergeburt und Leben nach dem Tod die unterschiedlichen Glaubensrichtungen recht ähnliche Vorstellungen haben, geht der der Glaube an Gott oder den Teufel bei den Religionen aber auseinander.

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