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Standard "Matter" : Ein Neustart für das "Smart Home"

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Eine neue Technik soll die Heimvernetzung revolutionieren: Dank "Matter" könnten die Geräte aller Hersteller bald miteinander kommunizieren. Erste Anwendungen sind im Handel.

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Die Smart- Home- Technologie ist vielversprechend, doch an der Interkonnektivität der einzelnen Systeme hapert es meistens noch.

Wer Geräte für ein "Smart Home" kaufte, schloss bisher immer auch eine Wette ab: Wird der Hersteller seine Server nicht abschalten? Funktioniert die notwendige App auch auf einem neuen Handy? Erst kürzlich teilte D-Link seinen Kunden mit, dass Babyphone, smarte Steckdosen und anderes Smart-Home-Zubehör zum Jahresende großteils nutzlos werden, da das Unternehmen die Server abschaltet, die für den viele Funktionen notwendig waren. 

Auch sonst müssen Fans der Heimvernetzung beim Einkaufen sehr achtsam sein: Versteht sich die ferngesteuerte Steckdose mit Amazons Sprachassistent Alexa oder nur mit Apples Siri? Kann die vernetzte Wetterstation mit der gleichen Funktechnik erreicht werden wie der smarte Heizungsthermostat? Falls nicht, ist viel Arbeit notwendig, um alle Geräte aufeinander abzustimmen.

Momentan ist die Vernetzung von Smart-Home-Geräten unterschiedlicher Hersteller teilweise noch kompliziert und spricht vor allem Bastlerinnen und Bastler an.
Klaas Moltrecht, Smart-Home-Experte beim Branchenverband Bitkom

Die Gefahr für schlecht geschützte Smart Home Netzwerke ist groß.

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Im Smart Home Grenzen niederreißen

Im Oktober hat die Connectivity Standards Alliance (CSA) endlich eine Lösung vorgestellt, die das Problem lösen soll. Nach jahrelanger Vorarbeit durch viele Hersteller wurde endlich die erste Version des übergreifenden Standards "Matter" vorgestellt, der die Grenzen zwischen verschiedenen Herstellern niederreißen und so die Nachfrage nach den vernetzten Geräten anheizen soll.

Bisher war die Branche von einem Wirrwarr unterschiedlicher Techniken geplagt. Fast jeder große Hersteller versuchte zu irgendeinem Zeitpunkt sein eigenes Kommunikationsprotokoll umzusetzen.  Manche funkten im WLAN, manche nutzten Bluetooth, andere setzten auf die Funktechniken "Zigbee" oder "Homematic IP". Ein Grund dafür war, dass verschiedene Hersteller versuchten, den Markt zu dominieren. Auch Energiekonzerne oder Telekommunikationsunternehmen versuchten ihre Marktmacht auszuspielen. Ergebnis: Die Kundschaft wurde abgeschreckt.

Hinter "Matter" bildet sich eine große Allianz

In den vergangenen Jahren hatten viele Firmen versprochen, das Problem zu lösen, allerdings ohne überzeugenden Erfolg. Dies soll diesmal anders werden. "Noch nie hat sich eine solch breite Allianz hinter einem Standard versammelt wie bei Matter", sagt Klaas Moltrecht, Smart Home-Experte beim Branchenverband Bitkom. Ganz vorne dabei sind die Digital-Konzerne Apple, Amazon und Google, aber auch der Möbelhersteller Ikea und die Deutsche Telekom. Dazu kommen viele Hersteller von Geräten wie Gardena, Logitech und Bosch.

Entspannt auf der Terrasse sitzen, während sich die Gartenarbeit von allein erledigt? Das geht mit „Smart Home im Garten“ und vielen vollelektrischen Gartenhelfern. Aber wie genau?

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6 min
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Die Schaffung von Matter war keine rein technische, sondern auch eine politische Entscheidung. So hatte Apple sehr hohe Anforderungen an die Teilnehmer seines eigenen Homekit-Programms gestellt, um zu garantieren, dass die Apple-Kunden Lösungen aus einem Guss kaufen können. Auch mussten sich die Hersteller damit arrangieren, dass ihre Geräte künftig von den Steuerzentralen der Konkurrenz Befehle entgegennehmen.

"Die Erwartungen in der Branche sind groß"

Erste Matter-fähige Geräte sind bereits im Handel - etwa vom Münchner Hersteller Eve. Es kann sein, dass Kunden zuerst ein Update einspielen müssen. Die Branche hofft, dass durch den Standard die Vernetzung leichter wird und zukunftssicher.

Ein Selbstläufer ist es aber nicht. Zwar ermöglicht der Standard einfachere Produkte, garantiert sie aber nicht. Eine erste Matter-fähige Steuerzentrale von Ikea erhielt von Testern noch keine guten Noten. Allerdings können die Probleme durch Updates gelöst werden. "Die Erwartungen in der Branche sind groß", erklärt Moltrecht und rät zu etwas Geduld: "Ob die Markteinführung von Matter ein Erfolg wird, werden wir bis Mitte 2023 absehen können."

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