Ukraine-Krieg im Liveticker - Aktuelle News

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    Russland greift die Ukraine an :Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

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    Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine - Moskau hat ukrainische Gebiete besetzt. Die Kämpfe gehen weiter. News und Hintergründe im Ticker.

    Angaben zum Verlauf des Krieges oder zu Opferzahlen durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Seite können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

    Russland kündigt Vergeltung wegen EU-Sanktionspaket an

    Russland kündigt Vergeltung wegen der neuen EU-Sanktionen an. Auf jede unfreundliche Handlung des Westens werde "mit der notwendigen Antwort" reagiert, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Die Sanktionen seien illegal. Die Liste von Personen, die nicht in Russland einreisen dürfen, sei erheblich erweitert worden, heißt es in der Erklärung weiter. Einzelheiten werden nicht genannt.

    Zuvor brachten die EU-Staaten ein 14. Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg. Unter anderem sollen Investitionen in russische Flüssigerdgas-Projekte unterbunden werden.


    Neue EU-Sanktionen gegen Russland

    Wegen des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt die Europäische Union neue Sanktionen. Doch welche Rolle spielt dabei Deutschland?

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    Auswärtiges Amt zu Dobrindt-Forderung: Keine sicheren Gebiete in der Ukraine

    Der Vorstoß von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, arbeitslose Geflüchtete aus der Ukraine in sichere Gebiete in ihrer Heimat zurückzuschicken, stößt im Auswärtigen Amt auf Ablehnung. Russland greife Ziele sowohl in der Ost- als auch der West-Ukraine an, sagte ein Außenamtssprecher in Berlin. Moskau führe einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die gesamte Ukraine. "Von daher wüsste ich jetzt nicht, wo es einen sicheren Ort in der Ukraine geben sollte." 

    Dobrindt hatte am Wochenende gefordert, bei Geflüchteten aus der Ukraine Arbeit zur Bedingung für eine Bleibe-Erlaubnis zu machen.

    dpa

    Quelle: dpa


    Selenskyj: Ukraine hat mehr als 30 russische Öl-Anlagen getroffen

    Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge mehr als 30 Ziele in der russischen Öl-Industrie getroffen, darunter Raffinerien, Terminals und Lager. Einen Zeitraum für die Angriffe oder weitere Einzelheiten nennt er nicht. Eine Stellungnahme Russlands liegt zunächst nicht vor.

    Die Ukraine hat in diesem Jahr ihre Angriffe auf die russischen Öl-Anlagen verstärkt. Über sie bezieht die Regierung in Moskau einen bedeutenden Teil ihrer Einnahmen.


    Kiew nennt verletzte Zivilisten auf der Krim "zivile Besatzer"

    Nach der verheerenden Explosion einer ukrainischen Rakete über einem Strand auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat die Regierung in Kiew die Opfer als "zivile Besatzer" bezeichnet. "Auf der Krim gibt und kann es keine 'Strände', 'touristische Zonen' oder andere fiktive Anzeichen 'friedlichen Lebens' geben", schrieb der Berater im Präsidentenbüro, Mychajlo Podoljak, auf Telegram.

    Die Krim sei ein von Russland besetztes Gebiet mit Hunderten militärischen Zielen, auf dem Kampfhandlungen stattfinden. Der Kreml versuche, diese Ziele mit eigenen Zivilisten zu decken, die damit ihrerseits zu zivilen Besatzern würden.


    Beschluss des EU-Außenrats: Weitere Sanktionen gegen Russland

    Der EU-Außenrat hat neue Maßnahmen gegen Russland beschlossen. Damit soll es für Moskau schwieriger werden, die bestehenden Wirtschaftssanktionen über Drittländer zu umgehen.

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    Bericht: EU bringt Militärhilfe für Ukraine auf den Weg - gegen den Willen Ungarns

    Die EU bringt gegen den Willen der ungarischen Regierung rund 1,4 Milliarden Euro für Militärhilfen für die Ukraine auf den Weg. Bei einem Außenministertreffen in Luxemburg sei das geplante Verfahren dafür am Montag gebilligt worden, bestätigten mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur.

    Dieses sieht vor, dass Ungarn gegen die Entscheidung kein Veto einlegen kann, weil sie als Entscheidung eingestuft wird, die per Mehrheitsbeschluss getroffen werden kann.


    Selenskyj ordnet Überprüfung der Leibwache an

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ordnet eine Überprüfung der Staatsgarde an, nachdem innerhalb des Sicherheitsdienstes mutmaßliche Attentatspläne aufgedeckt wurden. Bei der Vorstellung des neuen Chefs der Leibwache, Olexij Morosow, sagt Selenskyj, dessen Hauptaufgabe bestehe darin zu gewährleisten, dass der Garde nur Personen beitreten, die ihre Zukunft mit der Ukraine verbunden sehen.

    Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hatte im Mai mitgeteilt, dass er zwei ranghohe Offiziere der Garde festgenommen habe, denen vorgeworfen werde, die Ermordung Selenskyjs und anderer staatlicher Vertreter der Ukraine zu planen.


    Tote und Verletzte bei russischem Angriff im Osten

    In der ostukrainischen Stadt Pokrowsk sind nach Angaben der Regionalbehörden mindestens vier Menschen bei einem russischen Raketenangriff getötet worden. 34 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder.

    Russland habe die Stadt mit zwei Raketen beschossen, teilen die Behörden mit. Ein Privathaus sei zerstört und 16 weitere beschädigt worden.


    Ukraine-Flüchtlinge: Auswärtiges Amt sieht keine sicheren Gebiete

    In der Debatte um Bürgergeld für einen Teil der ukrainischen Kriegsflüchtlinge in Deutschland hat die Bundesregierung Überlegungen zu einer erzwungenen Rückkehr in bestimmte Gebiete eine Absage erteilt. "Wir sehen ja, dass die russischen Streitkräfte in ihrem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ihre Angriffe in die ganze Ukraine tragen", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die russischen Angriffe richteten sich unter anderem gegen die Stromversorgung und andere Einrichtungen der zivilen Infrastruktur. "Von daher wüsste ich jetzt nicht, wo es einen sicheren Ort in der Ukraine geben sollte", fügte er hinzu. 

    Aus der CSU war am Wochenende die Forderung gekommen, Kriegsflüchtlinge in die Ukraine zurückzuschicken, wenn sie in Deutschland keine Arbeit annehmen. 


    Vatikan schenkt der Ukraine weiteren Krankenwagen

    Papst Franziskus spendet der Ukraine erneut einen Krankenwagen und weiteres medizinisches Material. Der päpstliche Caritasbeauftragte, Kardinal Konrad Krajewski, wird das als mobiles Wiederbelebungszentrum ausgestattete Fahrzeug persönlich ins Zentralkrankenhaus von Zboriv in der Region Ternopil bringen, wie der Vatikan ankündigte. Weiter übergibt Krajewski eine große Menge an Medikamenten aus der Vatikanischen Apotheke sowie der Gemelli-Klinik.

    Papst Franziskus, flankiert von Kardinal Konrad Krajewski, segnet im Vatikan einen Krankenwagen, der für ein Krankenhaus in der Ukraine bestimmt ist. Foto: dpa

    Quelle: Papst Franziskus, flankiert von Kardinal Konrad Krajewski, segnet im Vatikan einen Krankenwagen, der für ein Krankenhaus in der Ukraine bestimmt ist. Foto: dpa


    Wer hat den Frieden in der Ukraine verhindert?

    Wer hat den Frieden in der Ukraine verhindert?

    Kreml-Chef Putin behauptet, Friedensverhandlungen mit der Ukraine hätten 2022 kurz vor einer Einigung gestanden, der Westen habe das verhindert. Was ist dran? Ein Backgroundcheck.

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    Russisches Außenministerium bestellt US-Botschafterin in Moskau ein

    Wegen des Raketenangriffs auf die Hafenstadt Sewastopol mit 150 Verletzten hat das russische Außenministerium die US-Botschafterin in Moskau, Lynne Tracy, einbestellt. Dabei sei der Diplomatin mitgeteilt worden, dass die USA "gemeinsam mit dem Regime in Kiew die Verantwortung für dieses Gräuel" trage, erklärte das Ministerium. Der Angriff werde "nicht ungestraft bleiben".

    Washington trage nicht nur wegen seiner Waffenlieferungen an Kiew, sondern auch weil US-Spezialisten diese Raketen steuern würden, genau so wie die Ukraine die Verantwortung für diese Taten, hieß es in einer offiziellen Mitteilung dazu. 


    Russland droht USA mit "Konsequenzen" nach Raketeneinschlag auf der Krim

    Nach einem mutmaßlichen ukrainischen Raketenangriff auf die annektierte Krim-Halbinsel hat Russland den USA mit "Konsequenzen" gedroht und die US-Botschafterin in Moskau einbestellt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow warf der US-Regierung vor, sie "töte russische Kinder", nachdem am Vortag beim Einschlag einer Rakete auf der Krim nach russischen Angaben zwei Kinder und zwei Erwachsene getötet worden waren. Das russische Verteidigungsministerium hatte Washington bereits am Sonntag beschuldigt, die Rakete an die Ukraine geliefert zu haben. 


    Baltenstaaten: EU-Sanktionen "schwächer" als geplant - Kritik an Berlin

    Die baltischen Staaten haben das neue EU-Sanktionspaket gegen Russland als zu schwach kritisiert. Die Maßnahmen seien "bedauerlicherweise schwächer" als geplant, kritisierte Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis. Sein estländischer Kollege Margus Tsahkna sagte, es werde "immer schwerer in der EU, einen Konsens über neue Sanktionen zu finden".

    Bisher lag dies vor allem an Ungarn. Doch nun verhinderte die Bundesregierung schärfere Regeln gegen das Umgehen von Sanktionen über Drittländer. Die EU-Kommission wollte europäische Unternehmen haftbar machen, wenn über Tochterfirmen etwa in Kasachstan verbotene Güter nach Russland gelangen. Berlin wandte ein, die Maßnahmen schadeten Deutschland als größter EU-Exportnation mehr als Russland. 


    EU bringt 14. Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg

    Die EU-Staaten haben ein 14. Sanktionspakt gegen Russland auf den Weg gebracht. Demnach werden gegen weitere 116 Personen und Institutionen Strafmaßnahmen verhängt, wie es in einer Erklärung heißt. Auch soll schärfer gegen Versuche vorgegangen werden, die bereits bestehenden Sanktionen zu umgehen. Zudem sollen Investitionen in russische Flüssiggas-Projekte unterbunden werden.


    Ampel-Parteien weisen CSU-Vorstoß zu arbeitslosen Ukrainern zurück

    In der Ampel-Koalition stößt der Vorstoß von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, arbeitslose Ukrainer in sichere Gegenden ihres Heimatlandes zurückzuschicken, auf scharfe Ablehnung. Die ins EU-Parlament gewählte FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann nannte den Vorschlag "bizarr". "Da sitzen Jungs im Warmen und diskutieren darüber, was in der Ukraine geht und was nicht geht", sagte sie im Deutschlandfunk: "Es gibt keine Ecke mehr in der Ukraine, die sicher ist." Sie plädierte dafür, die Anstrengungen zu verstärken, um Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland in Arbeit zu bringen. 

    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), und der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Torsten Herbst, warfen Dobrindt Populismus vor. Auch aus der CDU kam Kritik. 


    Raketenangriff auf Halbinsel Krim: Moskau gibt USA Mitverantwortung

    Russland hat den USA eine Mitverantwortung für einen mutmaßlich ukrainischen Angriff auf die annektierte Halbinsel Krim mit vier Toten zugeschrieben. "Die Verantwortung für den vorsätzlichen Raketenangriff auf Zivilisten in Sewastopol liegt in erster Linie bei Washington, das die Waffen an die Ukraine geliefert hat", teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Kiew habe bei seinem Beschuss auf die Schwarzmeerstadt ATACMS-Raketen aus US-Produktion eingesetzt.

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    ZDF-Reporterin: "Viele Menschen bleiben trotz ihrer Angst in Charkiw"

    Auch am Wochenende ist die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw zum Ziel russischer Angriffe geworden. Es hat den Anschein, dass "diese strategisch wichtige Stadt immer unbewohnbarer gemacht werden soll", berichtet ZDF-Reporterin Jenifer Girke aus Kiew.

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    Schwesig in Kiew: "Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen"

    Als erste Bundesratspräsidentin ist Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig am Montag zu einem Besuch in der Ukraine eingetroffen. Die SPD-Politikerin kam am Morgen mit dem Zug in Kiew an, wo sie im Laufe des Tages politische Gespräche führen will. "Es ist ein Zeichen der Solidarität aller 16 Bundesländer mit der Ukraine", sagte sie auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt. "Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen und es darf überhaupt nicht sein, dass Russland mit dieser Aggression durchkommt."

    Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig auf dem Bahnhof im polnischen Przemysl an der Grenze zur Ukraine. Foto: dpa (23.06.2024)

    Quelle: Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig auf dem Bahnhof im polnischen Przemysl an der Grenze zur Ukraine. Foto: dpa (23.06.2024)


    Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters