Russlands Krieg in der Ukraine - Aktuelle News im Liveticker

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    Russland greift die Ukraine an:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

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    Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine - Moskau hat ukrainische Gebiete besetzt. Die Kämpfe gehen weiter. News und Hintergründe im Ticker.

    Angaben zum Verlauf des Krieges oder zu Opferzahlen durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Seite können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

    Mehr als 50 Nationen fordern Ende des Krieges

    Dutzende Länder haben von Russland ein Ende des Krieges verlangt. "Wir erneuern unsere Forderung an Russland, seinen Aggressionskrieg gegen die Ukraine einzustellen", verlas der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba kurz vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York aus einer gemeinsamen Erklärung von mehr als 50 Nationen. Russland solle einen "vollständigen, sofortigen und bedingungslosen Rückzug" aller Einsatzkräfte von international anerkanntem ukrainischen Staatsgebiet sicherstellen. 

    Kuleba rief außerdem russische Partner wie Iran, Belarus und Nordkorea auf, Waffenlieferungen und andere Formen der russischen Militärunterstützung einzustellen. Er bedankte sich abschließend für die Hilfe ukrainischer Mitstreiter und sagte: "Wir sind stark. Wir sind vereint. Wir sind entschlossen. Und wir werden liefern."


    Zwei Jahre Angriffskrieg: "Es fehlt an allem, aber nicht an Motivation"

    Katrin Eigendorf, Internationale Sonderkorrespondentin des ZDF, über die Lage der Soldaten an der ukrainischen Front und die Stimmung in der Zivilbevölkerung. 

     


    Ramms: "Was ist uns unsere Freiheit wert?"

    Ramms: "Was ist uns unsere Freiheit wert?"

    Zwei Jahre nach dem russischen Überfall auf die Ukraine analysiert der ehemalige Nato-General Egon Ramms die Lage der Ukraine. Wie steht es um militärische Hilfe und die Soldaten?

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    Guterres: "Es ist höchste Zeit für Frieden"

    Zwei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat UN-Generalsekretär António Guterres ein Ende der Kämpfe verlangt. "Es ist höchste Zeit für Frieden - einen gerechten Frieden, der auf der Charta der Vereinten Nationen, dem Völkerrecht und den Resolutionen der Vollversammlung basiert", sagt Guterres vor dem Weltsicherheitsrat in New York. Zudem warnt der 74-jährige Portugiese vor einer Ausweitung des Konfliktes in Osteuropa.  

    Zahlreiche Kriegsverbrechen vor allem der russischen Streitkräfte müssten aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. "Viele Ukrainer erleben den lebenden Albtraum, ihre Kinder zu verlieren", so Guterres weiter. Alle vertriebenen Kinder - die teilweise nach Russland gebracht wurden - müssten mit ihren Familien zusammengeführt werden.


    Jerin: "Die Lage ist schwierig, aber stabil"

    Der Feind erhöhe den Druck, sagt der Vize-Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes Jewgen Jerin. Er hoffe, dass es die Ukraine weiter schaffe, sich zu verteidigen.


    Hilfspaket: US-Demokrat Schumer appelliert an Republikaner

    Der Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat hat bei einem Besuch in der Ukraine den Druck auf die Republikaner erhöht, im Repräsentantenhaus festhängenden Hilfen für die Ukraine zuzustimmen. Er appellierte direkt an den republikanischen Repräsentantenhausvorsitzenden Mike Johnson, das insgesamt 95,3 Milliarden Dollar schwere Sicherheitspaket auf den Weg zu bringen, in dem 60 Milliarden Dollar für die von Russland angegriffene Ukraine vorgesehen sind. 

    "Das Gewicht der Geschichte liegt auf seinen Schultern", sagt Chuck Schumer mit Blick auf Johnson in Lwiw zu Reportern. Zuvor hatte er zusammen mit vier anderen demokratischen Senatoren Selenskyj getroffen. "Wenn er der Geschichte den Rücken zukehrt, wird er es in künftigen Jahren bereuen." Schumer sagt, er sei in der Ukraine, "um direkt mit dem Vorsitzenden Johnson zu sprechen". "Vorsitzender Johnson, die Geschichte schaut auf Sie herab, schaut Ihnen über die Schulter", so Schumer. 


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    Kuleba spricht mit niederländischer Amtskollegin über Bereitstellung weiterer Artilleriegeschosse

    Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat bei einem Treffen mit seiner niederländischen Amtskollegin Hanke Bruins Slot über die Lieferung neuer Artilleriegeschosse gesprochen, wie Kuleba selbst auf X mitteilt.

    Zudem nutzte Kuleba nach eigenen Angaben das Gespräch, um die Notwendigkeit der Zusammenarbeit im Kampf gegen Russland zu verdeutlichen. Gemeinsame Anstrengungen seien insbesondere nötig, um ukrainische Zivilisten aus russischer Gefangenschaft zu befreien, so Kuleba.

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    Ukraine meldet Abschuss von russischem Aufklärungsflugzeug

    Ukrainische Streitkräfte haben Geheimdienst-Angaben zufolge ein russisches Aufklärungsflugzeug über dem Asowschen Meer getroffen. "Ein weiteres wertvolles russisches Flugzeug vom Typ A-50U wurde über dem Asowschen Meer abgeschossen", teilt der ukrainische Militärgeheimdienst mit. Der Abschuss sei "ein weiterer ernsthafter Schlag gegen das Potenzial und die Fähigkeiten des terroristischen Moskaus", heißt es weiter. 

    Beim Modell A-50 handelt es sich um ein russisches Aufklärungsflugzeug, das den von der Nato genutzten Awacs ähnelt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.


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    Kyjiw statt Kiew: Auswärtiges Amt ändert Bezeichnung

    Das Auswärtige Amt ändert seine Bezeichnung der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf die ukrainische Transkription Kyjiw. "Was für viele schon länger gängige Praxis ist, ändert sich nun auch im Länderverzeichnis für den amtlichen Gebrauch. Damit wird jetzt im deutschen Amtsverkehr die ukrainische Schreibweise für Kyjiw verwendet", teilt das Außenamt auf X mit. 

    Die Schreibweise Kiew geht auf die russische Bezeichnung zurück, ist historisch aber die im Deutschen gebräuchliche, wie aus der Verlaufskurve des Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache (DWDS) hervorgeht. Die ukrainische Schreibweise Kyjiw tauchte demnach erst 2021 im deutschen Sprachgebrauch auf.

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    Selenskyj trifft Senator Schumer und betont Bedeutung von Hilfspaket

    Selenskyj hat bei einem Gespräch mit dem demokratischen Mehrheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, die Bedeutung des noch in der Schwebe hängenden Milliarden-Hilfspakets für sein Land unterstrichen.

    "Dieses Paket ist nicht gewöhnlich, es ist von grundlegender Bedeutung für unsere Verteidigung, sowohl was seinen Inhalt als auch das Signal betrifft, das die Unterstützung oder Nichtunterstützung dieses Pakets an die Welt sendet", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache über sein Treffen mit Schumer und dessen Delegation in Lwiw. "Die Demokratien sollten sich nicht aus dem historischen Prozess zurückziehen - aus dem Prozess der Verteidigung aller Werte, die unsere moderne Welt definiert haben." 

    Reuters

    Quelle: Reuters


    Friedensinitiativen demonstrieren in Berlin

    Zum zweiten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine haben Friedensinitiativen in Berlin gegen den Krieg und für zivile Konfliktlösungen demonstriert. Mehrere Hundert Menschen zogen am Abend mit Kerzen vom Reichstagsgebäude durch das Brandenburger Tor zur russischen Botschaft Unter den Linden. Zu der Aktion aufgerufen hatte unter anderem die Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 

    An dem Mahngang nahm auch die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann teil. Sie setzte sich wie andere Redner für eine Stärkung diplomatischer Initiativen ein, statt nur über Waffenlieferungen zu reden. Auf Spruchbändern und Plakaten der Teilnehmenden war etwa zu lesen "Stoppt das Töten in der Ukraine - für Waffenstillstand, Verhandlungen und Rückzug des russischen Militärs" oder "Die Waffen nieder".


    Von der Leyen und Merz: EU muss "echte Verteidigungsunion" werden

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der deutsche CDU-Vorsitzende Friedrich Merz haben dazu aufgerufen, die Europäische Union zu einer "echten Verteidigungsunion" weiterzuentwickeln. Dies müsse eine der Konsequenzen aus zwei Jahren russischem Angriffskrieg gegen die Ukraine sein, schreiben beide in einem gemeinsamen Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".  

    In diesem Krieg stünden Europa und die Völker der EU fest an der Seite der Angegriffenen, so von der Leyen und Merz weiter. In der Ukraine gehe es um die Sicherheit und Freiheit Europas. Um diese zu bewahren, müsse nicht nur die Ukraine weiter mit Waffen und anderen Hilfen versorgt werden. Auch innerhalb der EU müsse sich einiges ändern.


    Warum Russlands Wirtschaft wächst

    Warum Russlands Wirtschaft wächst

    Auf den ersten Blick trotzt die russische Wirtschaft den Sanktionspaketen - aber nachhaltig ist dieser Erfolg nicht. Ein Experte ordnet die Lage ein und wagt eine Prognose.

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    Biden: Ukrainisches Volk "ungebeugt und ungebrochen"

    US-Präsident Joe Biden hat die Stärke der Ukrainer gepriesen. Kremlchef Wladimir Putin habe geglaubt, er könne den Willen und die Entschlossenheit freier Menschen brechen, so Biden im Weißen Haus in Washington. "Die Ukraine ist immer noch frei, und das ukrainische Volk ist angesichts des energischen Angriffs Putins ungebeugt und ungebrochen." Das sei dem Mut und der Aufopferung der Menschen in der Ukraine zu verdanken. "Aber es ist auch unser Verdienst", sagt Biden mit Blick auf die Unterstützung der Ukraine durch die USA und die Verbündeten.  

    Der 81-Jährige appelliert erneut an den US-Kongress, ein milliardenschweres Hilfspaket für Kiew zu verabschieden. "Das Versäumnis, die Ukraine in diesem kritischen Moment zu unterstützen, wird in der Geschichte nie vergessen werden", mahnt der Demokrat. Es werde noch jahrzehntelang Auswirkungen haben.


    Baerbock: "Wir stehen der Ukraine zur Seite, solange es dauert"

    Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, den Druck auf Präsident Wladimir Putin zu erhöhen, den Angriffskrieg auf die Ukraine zu beenden. "Wenn uns eine Welt am Herzen liegt, in der jedes Leben gleich wichtig ist, liegt es an jedem einzelnen von uns, sich gegen den Krieg Russlands zu wehren", sagt die Grünen-Politikerin in einer Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.

    "Wir stehen der Ukraine zur Seite, solange es dauert. Weil wir uns gegen eine Welt der Rücksichtslosigkeit stellen", versichert Baerbock zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar. 


    UN-Sitzung: Ukraine und Russland liefern sich Schlagabtausch

    Zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben sich Vertreter beider Länder bei den Vereinten Nationen einen Schlagabtausch geliefert. "Russlands Ziel ist es, die Ukraine zu zerstören, und sie reden ziemlich offen darüber", sagt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba bei einer Sitzung der UN-Vollversammlung in New York. "Der einzige Grund für diesen Krieg ist und bleibt Russlands Weigerung, das Existenzrecht der Ukraine anzuerkennen." 

    "Die Wahrheit ist, dass es keine vorläufig besetzten Gebiete der Ukraine gibt", entgegnet der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja kurz darauf. Die Krim sei russisch und in den Regionen Donezk, Luhansk und rund um Cherson habe es Referenden zum Anschluss an Russland gegeben, so der Botschafter. Internationale Beobachter hatten diese Wahlen nicht als unabhängig und frei eingestuft.


    Zwei Jahre Krieg in der Ukraine

    Der russische Angriffskrieg in der Ukraine jährt sich morgen zum zweiten Mal. Am "Tag des Vaterlandsverteidigers" lobt Kreml-Chef Putin unterdessen seine Soldaten.

     


    Britischer Außenminister über Putin: "Neo-imperalistischer Tyrann"

    Der britische Außenminister David Cameron hat bei den Vereinten Nationen vor der aggressiven Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin gewarnt. "Das ist kein Mann, der den Kompromiss sucht", sagt Cameron bei einer hochrangig besetzten Sitzung der UN-Vollversammlung in New York. "Stattdessen ist er ein neo-imperalistischer Tyrann, der glaubt, dass Macht vor Recht geht."

    "Wir müssen anerkennen, welch hohen Preis es hätte, jetzt aufzugeben", sagte Cameron zur stockenden internationalen Unterstützung der Ukraine. "Putin hat gesagt, dass es keinen Frieden geben kann, bis Russlands Ziele erreicht sind." Der Kreml-Chef vermeide bewusst Aussagen darüber, ob er mit den Landübernahmen Russlands in der Ukraine zufrieden sei, und es sei möglich, dass er seine Angriffe auf die Republik Moldau oder die Staaten des Baltikums ausweite, warnt Cameron.


    Jobmarkt: Warum es Ukrainerinnen schwer haben

    Jobmarkt: Warum es Ukrainerinnen schwer haben

    Knapp zwei Jahre sind viele Geflüchtete aus der Ukraine jetzt in Deutschland. Etwa jeder Fünfte hat bereits einen Job gefunden - doch vor allem Frauen stoßen auf große Probleme.

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    Zeremonien, Demos und Beratungen am zweiten Jahrestag des Ukraine-Kriegs geplant

    Zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine finden am Samstag weltweit Gedenkveranstaltungen, Demonstrationen und politische Beratungen statt. Eine Reihe westlicher Regierungsvertreter reist aus diesem Anlass in die Ukraine.

    Zudem findet ein virtuelles Treffen der Vertreter der G7-Staaten mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj statt. Unter anderem in Berlin, London, Paris, Warschau und Belgrad gibt es Solidaritätskundgebungen mit der Ukraine.


    Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters