Muslimisches Zentrum in Lissabon: Tote bei Messerangriff

    Angriff in muslimischem Zentrum:Zwei Tote bei Messerangriff in Lissabon

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    Bei einem Messerangriff auf ein muslimisches Zentrum in Lissabon sind zwei Menschen getötet worden. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

    In Lissabon sind bei einem Messerangriff auf ein muslimisches Zentrum zwei Menschen getötet worden. Der mutmaßliche Täter wurde verletzt und befindet sich im Krankenhaus. 28.03.2023 | 0:14 min
    In einem muslimischen Zentrum in Lissabon hat ein Angreifer zwei Menschen erstochen. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei angeschossen, wie der portugiesische Ministerpräsident António Costa sagte. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden.
    Bei der Tat im Ismaili-Zentrum handele es sich um einen kriminellen Akt und einen Einzeltäter.

    Polizei: Mann mit langem Messer bewaffnet

    Die Polizei teilte mit, sie habe in dem Zentrum einen Mann angetroffen, der mit einem langen Messer bewaffnet gewesen sei. Die Beamten hätten den Mann aufgefordert, sich zu ergeben, hieß es in der Mitteilung. Er sei stattdessen auf sie zugegangen, deshalb hätten die Polizisten ihn angegriffen.
    Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus in Lissabon gebracht, wo er sich in Polizeigewahrsam befand.
    Mehrere weitere Menschen wurden laut der Mitteilung verletzt, Details zu ihrem Zustand gab es nicht.Am Tatort waren bewaffnete Polizisten einer Spezialeinheit zu sehen, die das Gebäude abriegelten. Costa sagte, die Polizei untersuche den Angriff und es sei noch zu früh, um über ein Motiv zu spekulieren.

    Costa spricht Opfern Beileid aus

    Die schiitischen Imami-Ismaili-Muslime, bekannt als Ismailiten, gehören laut ihrer Website zum schiitischen Zweig des Islams. Die ismailitischen Muslime seien eine kulturell vielfältige Gemeinschaft, die in mehr als 25 Ländern auf der ganzen Welt lebe, heißt es dort.
    In Portugal gab es in den letzten Jahrzehnten keine nennenswerten Terroranschläge, und religiös motivierte Gewalt ist praktisch unbekannt.
    Portugals Ministerpräsident Antonio Costa sprach den Opfern und der ismailitischen Gemeinde seine Solidarität und sein Beileid aus. Es sei jedoch verfrüht, "diesen kriminellen Akt in irgendeiner Weise zu interpretieren".
    Quelle: AFP, AP

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