Marokko gegen Argentinien: Platzsturm, VAR und Unterbrechung
Platzsturm, Unterbrechung, VAR:Marokko gewinnt Chaos-Spiel gegen Argentinien
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Chaos im Eröffnungsspiel des olympischen Fußball-Turniers: Ein Videobeweis rund zwei Stunden nach dem vermeintlichen Abpfiff bringt Marokko den Sieg gegen Argentinien.
Nach vier Stunden Brutto-Spielzeit steht fest: Argentinien - Marokko ist doch nicht 2:2 ausgegangen. Der späte Videobeweis kassiert den Ausgleich, Marokko gewinnt 2:1.25.07.2024 | 1:04 min
Marokko hat den denkwürdig chaotischen Auftakt des olympischen Fußballturniers gegen Argentinien 2:1 gewonnen. Das Spiel war nach einem Platzsturm marokkanischer Fans knapp zwei Stunden unterbrochen, ehe die letzten Minuten zu Ende gespielt wurden.
Marokko führt 2:0
Marokko ging dank eines Doppelpacks von Soufiane Rahimi (45.+2 und 51./Foulelfmeter) 2:0 in Führung. Giuliano Simeone gelang in der 68. Minute der Anschlusstreffer.
Die Marokkaner feiern Doppeltorschütze Soufiane Rahimi.
Quelle: IMAGO / MAXPPP
Die Argentinier hatten danach weitere gute Möglichkeiten, trafen aber erst in der 16. Minute der Nachspielzeit. Das Tor von Cristian Medina fiel in einer spektakulären Situation mit mehreren Aluminiuntreffern.
Marokkanische Fans stürmen Platz
Dieser Last-Minute-Treffer löste anschließend eine heillose Verwirrung aus. Aufgebrachte marokkanische Anhänger stürmten umgehend aus Protest das Spielfeld im Stade Geoffroy-Guichard von Saint-Etienne. Im großen Chaos ertönte ein Pfiff, die Mannschaften rannten in die Kabinen - das Spiel schien beendet.
Selbst der offizielle Olympia-Liveticker vermerkte zunächst "end of play", Spielende - vier Minuten später dann aber auch: "interrupted" (unterbrochen).
Nun herrschte Verwirrung darüber, ob die Partie schon beendet oder nur kurz vor Schluss unterbrochen worden war. Auf den Video-Leinwänden im Stadion wurde angezeigt, das Spiel sei unterbrochen, die Zuschauer sollten sich zum Ausgang begeben. Fans und auch zahlreiche Beobachter gingen davon aus, das Spiel sei offiziell beendet.
Videobeweis zwei Stunden nach Abpfiff
Gut zwei Stunden nach diesen bizarren Szenen tauchten die beiden Mannschaften dann plötzlich wieder auf, vor mittlerweile leeren Rängen.
Das Spiel sollte fortgesetzt werden - doch der erfahrene schwedische FIFA-Schiedsrichter Glen Nyberg, dessen Pfiff nach dem Treffer tatsächlich nicht das Spielende signalisiert hatte, konsultierte erst einmal den VAR.
Und entschied nach Ansicht der Videobilder auf Abseits, Medinas Last-Minute-Tor zählte nicht. Nyberg ließ noch einmal drei Minuten nachspielen, dann war endgültig Schluss.
Der größte Zirkus, den ich je in meinem Leben gesehen habe.
„
Argentiniens Trainer Javier Mascherano
Argentinier ausgepfiffen
Die Argentinier waren in dem Spiel nach dem jüngsten Rassismus-Skandal im Anschluss an den Triumph bei der Copa America von vielen der 35.000 Fans in Saint-Etienne ausgebuht worden. Hintergrund war ein Video, das nach der Siegesfeier der A-Mannschaft Argentiniens aufgetaucht war. Darin hatten einige Spieler rassistische Sprüche gegen das französische Team angestimmt.
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