Midterms in den USA: Junge Schwarze kämpfen um ihre Stimmen

    Vor den Midterms in den USA:So kämpfen junge Schwarze um ihre Stimmen

    von Alexandra Hawlin und Magdalena Gräfe
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    Ihre Stimmen wurden bei Wahlen oft systematisch unterdrückt. Das wollen junge Schwarze aber nicht mehr länger hinnehmen. Bei ihnen herrscht Aufbruchstimmung.

    Studierende in North Carolina
    Studierende in North Carolina.
    Quelle: ZDF

    Die Beats sind von Weitem zu hören. Ein DJ heizt die jungen Studierenden auf. Dann wird in der Mitte der Menge Platz gemacht, Tänzer stellen sich in Formation auf. Auf ihren T-Shirts griechische Buchstaben. Die Menge jubelt, alle scheinen zu wissen, was jetzt kommt.
    Es ist ein Event zur Mobilisierung junger Wähler, das schnell zu einer riesigen Party wird. Schauplatz ist die größte historisch schwarze Universität der Vereinigten Staaten, die A&T University. 1891 gegründet hat sie seitdem viele namhafte Absolventen hervorgebracht wie den Bügerrechtler Jesse Jackson oder die Hollywood-Schauspielerin Taraji P. Henson sowie zahlreiche Politiker, Wissenschatler und Astronauten.
    Dann geht die Musik aus und die Körper der Studierenden in der Mitte der Menge werden zum Instrument. Schritte, Klatschen, Worte, alles synchron. Es sind kraftvolle Gesangs- und Tanzrituale, die bei schwarzen Studentenverbindungen eine lange Tradition haben - besser bekannt als "Stepping". Die Studierenden hier sind sich ihrer historischen Verantwortung bewusst - und der Macht ihrer Stimmen, insbesondere bei dieser Wahl am 8. November.
    Wie und warum die Stimmen der schwarzen Bevölkerung lange unterdrückt wurden sehen Sie im Video:
    Die schwarze Wählerschaft in North Carolina stimmte bislang häufiger als jede andere Wählergruppe für die Demokraten. Viele Republikaner versuchen daher, die schwarze Bevölkerung vom Wählen abzuhalten.05.11.2022 | 2:07 min