Welche Jobs durch Künstliche Intelligenz bedroht werden

    ChatGPT & Co:Welche Jobs durch KI bedroht sind

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    Die Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch - und wird auch den Arbeitsalltag vieler Menschen verändern. Studien haben untersucht, welche Jobs bedroht sind. Ein Überblick.

    Symbolbild: Büroarbeitsplatz
    Bei Anforderungen der Buchhaltung könnte mindestens die Hälfte der Aufgaben mit KI-Technologie viel schneller erledigt werden.
    Quelle: imago/YAY Images

    Werkzeuge der Künstliche Intelligenz wie der Textroboter ChatGPT wirbeln derzeit die High-Tech-Branche kräftig durcheinander. Die Vorherrschaft von Google bei der Internetsuche wird durch die neue KI-Software erstmals ernsthaft in Frage gestellt.
    Künstliche Intelligenz wird auch den Arbeitsalltag vieler Menschen umfassend verändern. Das geht aus zwei Studien hervor, die sich mit den Folgen der KI-Revolution auf die Arbeitswelt beschäftigen.

    Welche Jobs durch ChatGPT am stärksten bedroht sind:

    Die erste Studie stammt von den ChatGPT-Machern selbst: Forscher des Start-up-Unternehmens OpenAI haben sich dazu mit Wissenschaftlern der University of Pennsylvania zusammengetan, um herauszufinden, auf welche Jobs sich ChatGPT am stärksten auswirkt. Der Studie zufolge sollten sich Menschen in diesen Berufen darauf einstellen, dass die KI zumindest einen Teil ihrer bisherigen Aufgaben übernehmen kann:
    • Buchhalter
    • Mathematiker
    • Programmierer
    • Dolmetscher
    • Schriftsteller
    • Journalisten
    Obwohl die KI-Systeme derzeit bei ihren Antworten oft noch fehlerhafte Fakten "halluzinieren", liefern sie bei Aufgaben wie Übersetzung, Klassifizierung, kreativem Schreiben und Generierung von Computercodes auch jetzt schon beachtliche Ergebnisse.
    Die Forscher gehen davon aus, dass die meisten Arbeitsplätze in irgendeiner Form durch die KI-Sprachmodelle verändert werden. Rund 80 Prozent der Arbeitnehmer in den USA seien in Berufen tätig, in denen mindestens eine Aufgabe durch generative KI schneller erledigt werden könne.
    [Künstliche Intelligenz im Alltag: Wo Bots und intelligente Software drin sind]
    Es gibt aber auch Berufe, in den die KI nur eine untergeordnete Rolle spielen wird. Dazu gehören:
    • Köche
    • Kfz-Mechaniker 
    • Jobs in der Öl- und Gasförderung
    • Jobs in der Forst- und Landwirtschaft

    Goldman Sachs: Zwei Drittel der Jobs betroffen

    Eine Forschungsabteilung der Investmentbank Goldman Sachs hat in einer Studie untersucht, was diese Entwicklung für den Arbeitsmarkt konkret bedeuten kann - und dabei festgestellt, dass die versprochenen Fähigkeiten der sogenannten generativen KI "zu erheblichen Störungen auf dem Arbeitsmarkt" führen könnten. Unter "generativer KI" werden Computerprogramme verstanden, die neue Ideen, Inhalte oder Lösungen erstellen können.
    Goldman Sachs geht davon aus, dass etwa:
    • Zwei Drittel der derzeitigen Arbeitsplätze einem gewissen Grad an KI-Automatisierung ausgesetzt sind.
    • Bis zu einem Viertel der derzeitigen Arbeit durch generative KI ersetzt werde und

    Rechnet man unsere Schätzungen auf die ganze Welt hoch, so könnte generative KI das Äquivalent von 300 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen der Automatisierung aussetzen.

    Forschungsabteilung der Investmentbank Goldman Sachs

    Der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) bietet viele Chancen, birgt aber auch Risiken. Der Ethikrat fordert eine Regulierung der sich rasant entwickelnden Technik.21.03.2023 | 2:32 min

    Forscher warnt: KI nicht zu viel Aktionsradius geben

    Hinrich Schütze vom Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), sieht in der Entwicklung der generativen KI eine Revolution, die technologisch mit dem Internet oder dem Smartphone vergleichbar ist.
    Die KI-Systeme seien von einem echten inhaltlichen Verständnis der Themen noch weit entfernt. Dennoch seien die Folgen auch für den Arbeitsalltag schon jetzt enorm.

    Ganz viele Berufe werden wegfallen, wenn es einfach nur darum geht, Zusammenfassungen zu schreiben, Wissen zu sammeln und zu verdichten.

    Hinrich Schütze, Ludwig-Maximilians-Universität München

    Der Münchner KI-Experte warnt jedoch davor, der Künstlichen Intelligenz zu viel Aktionsradius bei Entscheidungen einzuräumen, etwa in der Justiz, der Medizin, der Steuerberatung oder Vermögensverwaltung. Die KI treffe viele Aussagen mit großer Überzeugungskraft, obwohl die Fakten oft fehlerhaft seien.
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    Ich rechne, also bin ich - 3sat Kulturdoku über KI und menschliche Identität:

    Informatik-Professor skeptisch: Für Klima fatal

    Der Potsdamer Informatik-Professor Christoph Meinel sieht ein weiteres Hindernis für den flächendeckenden Durchbruch der KI in der Arbeitswelt in gewaltigen Rechnerkapazitäten und riesigen Mengen an Energie.

    Viele Erwartungen an die KI erscheinen mir überzogen und im Hinblick auf deren Energieverbrauch auch unrealistisch.

    Informatik-Professor Christoph Meinel

    Die erfolgreichen KI-Anwendungen basierten auf dem so genannten Deep Learning, also dem Training mit riesigen Datenmengen. "Und die verschlingen Unmengen an Energie." Ein breite Einführung wäre deshalb für das Klima und die Erreichung der Klimaziele fatal.

    Datenschutz bei KI: Forscher rät zu Vorsicht

    Meinel sieht aber auch beim Thema Datenschutz enorme Herausforderungen.

    Wer im Internet neueste Anwendungen der Künstlichen Intelligenz ausprobiert, sollte mit der Preisgabe sensibler eigener Daten vorsichtig sein.

    Christoph Meinel, scheidender Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI)

    Wer etwa interne Finanzdaten hochlade, damit diese automatisch eine Präsentation daraus herstellen, müsse wissen, dass dadurch möglicherweise auch Geschäftsgeheimnisse preisgegeben werden.

    Forderung nach Forschungsstopp
    :Wie gefährlich kann KI für die Welt werden?

    Die Entwicklung Künstlicher Intelligenz schreitet rasant voran. Nun warnen viele namhafte Experten vor den tiefgreifenden Risiken - doch wie gefährlich kann KI wirklich werden?
    von Lukas Wagner
    Das Bild zeigt eine Vorstellung des Textbots ChatGPT
    Quelle: Christoph Dernbach, dpa

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