37 Grad - die Einzeldokus - Jedes Wort ein Sieg
Gemobbt und ausgegrenzt
Doch mit der Unterstützung ihrer Mutter und ihrer Freunde wird Angelina jeden Tag ein kleines bisschen stärker. Sie lernt, ihr Stottern zu akzeptieren. "Es hat sich angefühlt, als ob das Stottern ein Käfig gewesen ist, der mich vom Leben abhält. Und es fühlt sich inzwischen so an, als ob ich aus dem Käfig ausbrechen konnte."
Hilfe durch das Schreiben
Auf der Bühne frei
Doch wenn er spricht, stolpern die Worte, und die Fassade des lässigen Künstlers bröckelt. Während er sich anfangs noch nicht traute, auf einer Bühne zu performen, fühlt er sich nun selbstbewusst und frei. "Ich habe die längste Zeit meines Lebens Stottern als einen Fluch wahrgenommen. Und ich hatte recht. Es war genau das. Jetzt ist es für mich ein Geschenk. Ich habe dadurch viel über mich, die Menschen und das Leben gelernt."
Musik ist derzeit noch sein Hobby, das er durch Immobiliengeschäfte und Network-Marketing finanziert. Sein großer Traum ist ein eigenes Album. Dafür hat Artjom in letzter Zeit immer mehr Songs geschrieben und zusammen mit Produzenten fertiggestellt. Er hofft, dass sein Ziel bald in greifbare Nähe rückt.
Warum ich?
Sina will sich davon nicht aufhalten lassen, doch das kostet sie Mühe. "Ich bin jetzt nicht wütend, dass ich stottere und der Rest nicht, weil ich einfach weiß, dass ich das ja nicht ändern kann. Es ist aber trotzdem schon so, dass ich so denke: 'Warum muss ich da jetzt eigentlich mit leben?'"
Wenn ihr manchmal alles zu viel wird, profitiert sie von den Erfahrungen ihrer Mutter: Ilka kennt viele Techniken, um ihr Stottern zu kontrollieren. Doch sie weiß, dass Sina trotz aller Hilfe ihren eigenen Weg finden muss, durchs Leben zu gehen. Sinas Traum ist es, später einmal Schauspielerin zu werden. Den ersten Schritt dazu hat sie gemacht: Sie hat eine kleine Rolle in einem Schul-Musical übernommen.