am Anfang war der Schmerz. Dann gab es Oxycodon und die Ärzte verschrieben das opioidhaltige Arzneimittel in Massen. Viele Schmerzpatienten wurden abhängig - und nahmen schließlich noch ganz andere Drogen. Vom Kranken zum Junkie, vom Medikament zur Opioidkrise, die Hunderttausende Tote fordert - das ist bis hierhin eine Geschichte aus den USA. Aber kann das in Deutschland auch passieren?
Zumindest passiert es auch hierzulande Menschen, die eigentlich mitten im Leben stehen. ZDF frontal hat mit einem Logistiker gesprochen, der nach einem Bandscheibenvorfall Oxycodon verschrieben bekam. Jetzt versucht der 61-Jährige, auf der Suchtstation eines Krankenhauses aus dem Teufelskreis von Schmerz und Sucht herauszukommen.Ihm sei damals vom Hausarzt nur gesagt worden, dass Oxycodon den Magen schone, von Risiken und Abhängigkeit war nicht die Rede, erzählt der Mann im Interview (mehr dazu heute um 21 Uhr bei ZDF frontal).
Opioid-Medikamente sind vor allem gedacht für Menschen, die im Sterben liegen oder an Krebs erkrankt sind. Doch auch bei chronischen Schmerzen können sie verordnet werden. Professor Domenikus Bönsch warnt aber im frontal-Interview vor Leichtfertigkeit:
Verordnen von Opiaten bei Rückenschmerzen oder Arthrose hat sicher zugenommen - und damit natürlich auch die Fälle von Abhängigkeit, die sich daraus entwickeln.
„
Domenikus Bönsch, Suchtmediziner und ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Lohr
Fest steht: Die Zahl der Verordnungen von Opioid-Schmerzmitteln hat sich seit den 1990er Jahren mehr als verdreifacht. Auch Oxycodon wird häufiger eingesetzt. Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Opioid-Schmerzmitteln, liegt zwischenzeitlich sogar vor den USA. Die Sucht auf Rezept, sie ist wohl längst in Deutschland angekommen.
Kommen Sie gut durch den Tag
Ilka Brecht, Moderatorin und Leiterin des ZDF-Magazins frontal
Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Echtes Bild vom Krieg: Die ukrainische Staatsführung will der russischen Bevölkerung ein realistisches Bild vom Kriegsgeschehen verschaffen und damit die kremltreue Propaganda im Nachbarland aushebeln. "Für uns ist es wichtig, dass sich die Wahrnehmung des Krieges in Russland verschlechtert", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die russische Gesellschaft müsse erfahren, welche negativen Ergebnisse die Politik von Kremlchef Wladimir Putin habe.
Von der Leyen soll Spitzenposten vorstellen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll im Europaparlament heute ihren Plan für die Verteilung von Spitzenposten darlegen. Die Staats- und Regierungschefs hatten zuvor Kandidatinnen und Kandidaten für das Kollegium der Kommissare nominiert. Von der Leyen muss ihnen nun Aufgabenbereiche zuweisen und die Nominierungen müssen dann noch vom Europäischen Parlament bestätigt werden.
IAA Transportation startet in Hannover: In diesem Jahr sind laut Veranstalter mehr als 1.650 Aussteller aus 41 Ländern bei der Messe für Logistik, Nutzfahrzeuge und den Transportsektor dabei. Besonders Elektro-Fahrzeuge dominieren in diesem Jahr an den Ständen.
Shortlist des Deutschen Buchpreises: Heute soll die Shortlist für den Deutschen Buchpreis bekanntgegeben werden. Um 10 Uhr werden in Frankfurt die sechs potenziellen Siegertitel vorgestellt. Die Jury hatte 197 Romane aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gesichtet. Der Sieger oder die Siegerin erhält 25.000 Euro.
Gesagt
Reinhold Messner feiert heute seinen 80. Geburtstag. Bekannt wurde er vor allem als Extrembergsteiger, unter anderem bestieg er den Mount Everest ohne Sauerstoffflasche. Messner war außerdem Abgeordneter des Europäischen Parlaments und erfreut sich anlässlich seines runden Geburtstags seiner Gesundheit:
Ich lebe nicht in der Vergangenheit, ich bin im Hier und Jetzt daheim. Ich kann immer noch vieles machen, ich weiß, ich bin damit privilegiert, viele Menschen in meinem Alter haben schon ihre Gebrechen.
Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden03.04.2025 | 2:07 min
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So wird das Wetter heute
Am Dienstag fällt im Süden und Südosten anfangs etwas Regen. Am Nachmittag ist es meist trocken, teils mit Sonne. Im Nordwesten ziehen von der Nordsee her bei starkem bis stürmischem Südwestwind Regenwolken auf. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 16 und 21 Grad.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Anna Grösch
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