Stuttgart: Bahn will Kunden bei Sperrungen entschädigen

    In Stuttgart und Umgebung:Bahn will Kunden bei Sperrungen entschädigen

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    In Stuttgart und Umgebung stehen teilweise wochenlange Bauarbeiten bei der Bahn bevor. Kunden sollen bei kurzfristigen Sperrungen eine Entschädung bekommen.

    Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstadt
    Auch Züge die nach Stuttgart-Bad Cannstadt fahren sind von den Sperrungen betroffen.
    Quelle: dpa

    Die Deutsche Bahn will Pendler und Bahnreisende für Einschränkungen durch die kurzfristigen Streckensperrungen in und um Stuttgart entschädigen. Abonnenten und Inhaber von Jahrestickets des S-Bahn- und Regionalverkehrs sowie des Stuttgarter Verkehrs- und Tarifverbunds (VVS) erhalten einmalig 49 Euro.
    Jugendticket-Abonnenten und Studiticket-Inhaber bekommen 31 Euro, wie die Bahn am Donnerstag mitteilte. Abo-Kunden werden demnach angeschrieben und müssen sich nicht selbst kümmern. Für alle anderen Ticket-Inhaber sollen in Kürze Informationen auf den Internetseiten der beteiligten Verkehrsverbünde veröffentlicht werden.
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    Wichtige Zugstrecken wochenlang gesperrt

    Der Konzern hatte im März angekündigt, dass wegen Kabelarbeiten für das neue europäische Zugsicherungssystem ETCS wichtige Bahnstrecken über Wochen teilweise oder komplett gesperrt werden.
    Von 21. April an sind in einem ersten Schritt unter anderem Strecken nach Ulm, Aalen, Tübingen und Schwäbisch Hall betroffen. Auf einigen Strecken der S-Bahn oder des Metropolexpresses gibt es Schienenersatzverkehr. Weitere Infos zu den betroffenen Strecken gibt es auf der Webseite des Zugunternehmens.
    2022 waren so viele Fernverkehrszüge unpünktlich wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Als Gründe nannte die Deutsche Bahn eine überalterte Infrastruktur und viele Baustellen.21.03.2023 | 8:26 min
    "Wir wissen, dass wir den Reisenden einiges abverlangen", räumte Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der DB für Baden-Württemberg ein. "Mit der Entschädigung wollen wir uns bei den Kundinnen und Kunden des S-Bahn- und Regionalverkehrs für die kurzfristige Ankündigung entschuldigen."
    Quelle: dpa

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