Hurrican Ernesto: Hunderttausende in Puerto Rico ohne Strom
Hurrican "Ernesto":Hunderttausende in Puerto Rico ohne Strom
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Der tropische Wirbelsturm "Ernesto" hat sich verschärft - bei Puerto Rico wurde er zu einem Hurrikan hochgestuft und hat großflächige Stromausfälle verursacht.
Der zu einem Hurrikan hochgestufte Sturm "Ernesto" hat im US-Außengebiet Puerto Rico zu massiven Stromausfällen geführt. Mehr als 600.000 Haushalte waren betroffen.15.08.2024 | 0:18 min
Der tropische Wirbelsturm "Ernesto" ist bei Puerto Rico zu einem Hurrikan geworden und hat großflächige Stromausfälle verursacht. Das Sturmzentrum zog am Morgen (Ortszeit) an der Ostküste des karibischen US-Außengebiets vorbei. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums (NHC) gewann "Ernesto" dabei an Kraft und kam auf anhaltende Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Dem Anbieter Luma Energy zufolge sind mehr als 600.000 Anschlüsse - gut 40 Prozent aller Kunden - ohne Strom
Überschwemmungen und Evakuierungen
Örtliche Medien berichteten von heftigem Regen, Überschwemmungen und umgestürzten Bäumen. Wegen Hochwassergefahr wurde nach einem Bericht der Zeitung "El Nuevo Día" in der Gemeinde Toa Baja, nahe der Hauptstadt San Juan, eine Evakuierung betroffener Gebiete angeordnet.
Viel Regen, viel Regen. Bäume sind auf öffentliche Straßen gestürzt. Es gibt Dächer, die weggeblasen wurden.
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Bürgermeister der Insel Culebra, Edilberto Junito Romero
Anfang August war der Hurrikan Debby mit hohen Windgeschwindigkeiten auf Florida getroffen. Dann kamen Regen und Überschwemmungen.05.08.2024 | 1:20 min
Sturm zieht weiter Richtung Bermuda
Auch die Jungferninseln bekamen die Auswirkungen des Sturms zu spüren. Nach Angaben des NHC wird sich "Ernesto" voraussichtlich in nördlicher Richtung von den Großen Antillen weg bewegen und ab Freitag Bermuda im Nordatlantik nähern. Es liegt etwa 800 Seemeilen von Puerto Rico entfernt. Es werde erwartet, dass er in den kommenden Tagen weiter an Kraft gewinne.
Wechsel bei prominenten Wetterphänomenen: El Nino hat bald Pause, dann übernimmt La Nina. Auf warm folgt kalt, heißt das konkret.
Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit starker Stürme. Wegen des besonders warmen Meereswassers und des erwarteten Einsetzen von "La Niña, einer Phase kühleren Wassers im Pazifik, warnte die US-Wetterbehörde NOAA vor einer wahrscheinlich besonders starken Hurrikan-Saison im Atlantik in diesem Jahr - diese beginnt im Juni und dauert ein halbes Jahr.
La Niña ist die kalte Phase eines Zyklus im östlichen Pazifik.
Übersetzt heißt "la niña" auf Deutsch "Mädchen".
Die oberen Wasserschichten des tropischen Ostpazifiks kühlen sich dabei anomal stark ab.
Das aktuelle La-Niña-Ereignis wird sehr wahrscheinlich mindestens bis Ende dieses Jahres anhalten, so ein aktueller Bericht der Weltorganisation für Meteorologie.
Das könnte schwere Folgen unter anderem für Nordamerika und das Horn von Afrika haben.
La Niña ist das Gegenstück der warmen Phase El Niño.
El Niño beschreibt eine großflächige temporäre Erwärmung der oberen Wasserschichten des tropischen Ostpazifiks.
Der Name bedeutet "Junge" oder auch "Christkind", da dieses Phänomen in Peru in der Regel zur Weihnachtszeit einsetzt.
El Niño wurde ursprünglich an der Westküste Südamerikas entdeckt. Es kann aber weltweit Auswirkungen haben.
Das Naturereignis tritt alle drei bis vier Jahre auf.
Quellen: Deutscher Wetterdienst, Science Media Center
Nach Hurrikan Beryl haben mehrere Karibik-Inseln die UN um finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau gebeten.12.07.2024 | 0:43 min
Schwaches Stromnetz auf Puerto Rico
Anfang Juli entstand bereits mit "Beryl" der am frühesten je in einer Saison gemessene Hurrikan der stärksten Kategorie 5.
Puerto Rico hat ein notorisch instabiles Stromnetz. Die Infrastruktur leidet noch immer unter den Folgen des verheerenden Hurrikans "Maria", der dort im Jahr 2017 knapp 3.000 Menschen das Leben kostete.
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