Das sind Deutschlands Stau-Hauptstädte

    Stress zu Verkehrs-Stoßzeiten:Das sind Deutschlands Stau-Hauptstädte

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    Autofahren zu Stoßzeiten ist mühsam: Staus, genervte Fahrer. Dass dabei ganz schön viel Lebenszeit draufgeht, haben neue Daten ergeben. In einer Stadt ist es besonders schlimm.

    Autos, Lastwagen und Lieferfahrzeuge fahren auf dem Kaiserdamm in der Hauptstadt Berlin stadteinwärts, aufgenommen am 1.05.2021
    Über 70 Stunden Lebenszeit verbringen Pendler durchschnittlich - wie hier in Berlin - im Stau.
    Quelle: dpa

    München ist nach Daten des Verkehrdienstleisters Inrix weiterhin "die staugeplagteste Stadt Deutschlands". Durch verstopfte Straßen in den Stoßzeiten habe ein durchschnittlicher Pendler im vergangenen Jahr dort 74 Stunden verloren. In Berlin kam er demnach auf 71, in Hamburg auf 56 Stunden im Stau.
    Auch in Potsdam, Darmstadt, Leipzig, Freiburg, Lübeck, Bremen und Nürnberg habe ein Pendler übers Jahr so mindestens 40 Stunden vertrödelt, teilten die Datenexperten am Dienstag mit.
    Grafik: Hier stand man am längsten im Stau
    Quelle: ZDF/iStock.com

    International ist es viel schlimmer

    In London (156 Stunden), Chicago (155 Stunden) und Paris (138 Stunden) ist es demnach weit schlimmer. Für Palermo (121 Stunden) ermittelte Inrix eine Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade mal 14 Stundenkilometern in der Innenstadt.
    Ein Trost für Münchner Autofahrer, die zur Stoßzeit auf dem südlichen Mittleren Ring über die Isar für fünf Kilometer durchschnittlich 13 Minuten länger brauchen? Der Mittlere Ring, der Elbtunnel in Hamburg und das Dreieck Köln-Heumar "sind die größten Stauschwerpunkte in Deutschland", teilte Inrix mit.
    Wenn nichts mehr rollt - Wege aus dem Superstau14.01.2023 | 26:57 min

    Stau-Stundenzahl hat sich leicht verbessert

    Immerhin verbrachten Pendler in München 2022 aber durchschnittlich fünf Stunden weniger im Stau als noch 2021, während der Zeitverlust in Hamburg und Berlin stieg.
    Im Jahr 2022 sei der traditionelle Pendlerverkehr am Morgen und am späten Nachmittag zurückgekehrt, sagte Verkehrsanalyst Bob Pishue mit Blick auf vorangegangene Beschränkungen in der Corona-Krise.
    Das Verkehrsaufkommen in Deutschland, gemessen in Fahrzeugkilometern an Wochentagen, stieg laut Inrix um 21 Prozent im Vergleich zu 2021 und lag damit acht Prozent über dem Niveau von 2019.
    Quelle: dpa

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