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Teils mehr als 20 Grad : Wärmster Silvestertag, der je gemessen wurde

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Es ist der wärmste Silvestertag in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Nach zwei Jahren Böllerverbot gab es außerdem schon die ersten Unfälle.

Ungewöhnlich milde Temperaturen an Silvester
T-Shirt-Wetter an Silvester - wie hier in Freiburg
Quelle: dpa

In einigen Ländern hat 2023 schon begonnen. In Deutschland warteten die Menschen noch aufs neue Jahr - mit dem wärmsten Silvestertag seit Beginn verlässlicher Wetteraufzeichnungen. An vier Stationen in Deutschland - zwei in Baden und zwei in Oberbayern - maß der DWD Temperaturen von 20 Grad und mehr.

"Der letzte Tag dieses Jahres wird sicherlich in Erinnerung bleiben - zumindest was das Wetter angeht", sagte Tobias Reinartz von der Wettervorhersagezentrale. Es sei "außergewöhnlich mild". Außerdem seien Sturmböen zu erwarten, vor allem in der Nordwesthälfte.

In den Niederlanden wurden wegen des stürmischen Wetters etliche Feuerwerkshows abgesagt. Unter anderem in Amsterdam, Den Haag, Apeldoorn und Hilversum kann das öffentliche Feuerwerk wegen kräftigen Windes nicht stattfinden, berichtete der Sender NOS.

Temperaturen über 20 Grad gemessen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Silvestertag Rekordwerte für einen 31. Dezember gemessen. In Wielenbach im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau wurden gegen 14 Uhr 20,8 Grad ermittelt, in München 20 Grad. In Baden-Württemberg wurden in Müllheim bei Freiburg und in Ohlsbach jeweils 20,3 Grad gemessen. Die zuvor höchste Temperatur an Silvester gab es laut DWD mit 17,0 Grad im Jahr 1961 in Müllheim. 2021 war es in Freiburg im Breisgau 16,9 Grad warm.

Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung

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Auch in der Schweiz war es an Silvester vielerorts so warm wie noch nie an diesem Tag seit Beginn regelmäßiger Messungen. In Delsberg (französisch Delémont) im Kanton Jura wurden 20,9 Grad gemessen.

Auch an Neujahr bleibt es warm

Mit bis zu 20 Grad im Südwesten wird auch an Neujahr außergewöhnlich warmes Wetter erwartet. Am Sonntag werde es in der Nordwesthälfte stark bewölkt bis bedeckt sein und vormittags örtlich noch etwas Regen geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Sonst sei es wechselnd wolkig mit freundlichen Abschnitten und weitgehend niederschlagsfrei, im Süden und Südosten scheint oft die Sonne.

Weiterhin sei es ungewöhnlich mild mit Höchsttemperaturen im Norden meist um 13 Grad, sonst 13 bis 18, im Südwesten örtlich nochmals bis etwa 20 Grad. Im Norden und in den Mittelgebirgen sei zum Teil noch mit stürmischem Wind zu rechnen.

Zu warm, zu trocken und zu sonnig. Dies hat Folgen für das Trinkwasser und die Wirtschaft. Aber auch die Sicherheit in den Bergen ist beeinträchtigt.

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Erste Unfälle mit Böllern und Raketen

Anders als in den vergangenen zwei Jahren galt diesmal in Deutschland vor Silvester kein Verkaufsverbot von Feuerwerk mehr. Deshalb wurden wieder viel mehr Notfälle erwartet. Das warme Wetter dürfte außerdem dafür sorgen, dass es viele Menschen am Silvesterabend nach draußen zieht.

Zwischenfälle mit Feuerwerkskörpern gab es schon einige. Im brandenburgischen Teupitz wurden bei einer Explosion im Keller eines Wohnhauses am Silvestertag zwei Männer (24 und 51) verletzt. Nach Polizeiangaben brach in dem Haus ein Feuer aus. Zuerst hatte die "Märkische Allgemeine" berichtet. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass mit Pyrotechnik hantiert worden war.

Prüfsiegel, Wurftaktik oder etwa Starttechnik – bei der Anwendung von Feuerwerkskörpern gibt es einiges zu beachten. Tipps vom Pyrotechniker.

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Im Berliner Stadtteil Schöneberg warfen junge Leute am Freitagabend Böller auf die Straße und auf Polizisten. Laut Polizei wurden fünf Beteiligte vorübergehend festgenommen. In Frankfurt/Main setzte eine vor einem Hochhaus entzündete Silvesterrakete einen Balkon im sechsten Stock und die dazugehörende Wohnung in Brand. Eine Frau erlitt eine Rauchvergiftung.

In Rheinland-Pfalz wurde am Freitag in Ellerstadt ein Elfjähriger mit einem Böller beworfen und erlitt Verbrennungen an der Brust. In Wörth am Rhein steckte ein Kind einem Elfjährigen einen brennenden Feuerwerkskörper ins T-Shirt, so dass auch er Verbrennungen erlitt.

Im Schwarzwald-Ort Schonach (Baden-Württemberg) wurde ein Vater nach der Detonation eines selbstgebastelten Feuerwerkskörpers seines 23-jährigen Sohnes im eigenen Keller schwer verletzt. In den vergangenen beiden Jahren war der Verkauf von Feuerwerk verboten gewesen, um Krankenhäuser in der Pandemiezeit von zusätzlichen Patienten zu entlasten.

Rettungswagen der Feuerwehr

Ansturm auf Feuerwerk - Silvester: Rettungskräfte bereiten sich vor  

Böller-Händler berichten von einem regelrechten Ansturm - nach zwei Pandemie-Jahren dürfte es dieses Silvester wieder richtig krachen. Städte und Rettungskräfte bereiten sich vor.

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