Israel: Aktuelle News zur Eskalation mit der Hamas und Gaza

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    Eskalation mit der Hamas:Aktuelle News zur Lage in Israel und Gaza

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    Mit dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel ist der Nahost-Konflikt eskaliert. Israel greift infolge der Terrorattacke Ziele im Gazastreifen an. Aktuelle News im Blog.

    Viele Angaben zu Konflikthandlungen, Schäden und Totenzahlen in Gaza lassen sich nicht unabhängig überprüfen. So berichtet das ZDF über die Lage vor Ort - hier finden Sie Fragen und Antworten.

    Israel legt Evakuierungsplan für Rafah vor

    Israel legt Evakuierungsplan für Rafah vor

    Israel plant eine Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens - doch was passiert mit den Zivilisten? Die israelische Armee hat nun Evakuierungspläne vorgelegt.

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    Israel: Hilfe für kranke Palästinenser

    Die Hilfsorganisation Road to Recovery bringt kranke Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland oder Gazastreifen zu Ärzten nach Israel. Doch die Arbeit der Freiwilligen an den Grenzübergängen ist seit dem Krieg stark eingeschränkt.


    US-Soldat setzt sich vor Israels Botschaft in Brand und stirbt

    Offenbar aus Protest gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen hat sich ein Soldat der US-Luftwaffe vor der israelischen Botschaft in Washington selbst in Brand gesetzt und so das Leben genommen. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie das US-Verteidigungsministerium am Montag mitteilte. Laut einem in Onlinenetzwerken zirkulierenden Video hatte der Mann "Befreit Palästina!" gerufen, als er sich in Brand setzte. 


    Baerbock ruft Israel zur Achtung des Völkerrechts auf

    Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ruft Israel zur Achtung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte in dem Krieg gegen die Terrororganisation Hamas auf. Zivilisten im umkämpften Gaza-Streifen müssten geschützt und humanitäre Hilfe ermöglicht werden, sagt Baerbock vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die humanitäre Lage in dem Gebiet sei katastrophal, sagt sie zum Auftakt der 55. Sitzung des Rates. Deutschland arbeite mit befreundeten Nationen daran, eine humanitäre Feuerpause zur besseren Versorgung der Menschen zu ermöglichen. Aus der Pause sollte ein humanitärer Waffenstillstand werden. 

    Baerbock betonte, dass Israel nach den Terrorattacken der Hamas vom Oktober 2023 das Recht auf Selbstverteidigung habe. Die Außenministerin verurteilte ausdrücklich den Hamas-Überfall mit vielen Toten und Verletzten. 


    Scholz warnt vor großangelegter Offensive in Rafah

    Bundeskanzler Olaf Scholz lehnt die von der israelischen Regierung geplante Militäroffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens strikt ab. "Wir warnen auch ausdrücklich vor einer großflächigen Offensive gegen Rafah", sagt der SPD-Politiker bei der dpa-Chefredaktionskonferenz in Berlin. "Dort sind jetzt viele Menschen hin geflohen, für die es keine Fluchtalternative gibt, die nicht sicher sein können. Und man muss eine humanitäre Katastrophe verhindern." Er bemängelt zudem, dass noch immer nicht genug humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelange. 

    Scholz spricht sich erneut für eine Zweistaatenlösung aus - "ein friedliches Nebeneinander eines israelischen Staates und eines palästinensischen Staates." Die soeben bekannt gewordenen Pläne Netanjahus für eine Verwaltung des Gazastreifens nach dem Krieg lehnt der Kanzler ab.


    Hamas-Chef bespricht "neueste Entwicklungen in Gaza" mit Katars Emir

    Der katarische Emir Tamim bin Hamad al-Thani hat sich mit Hamas-Chef Ismail Hanija getroffen. Während des Treffens ging es um die "neuesten Entwicklungen im Gazastreifen" und die aktuellen Bemühungen Katars, zwischen der islamistischen Hamas und Israel zu vermitteln, wie die staatliche Nachrichtenagentur QNA berichtet. Auch eine ägyptische Delegation ist am Montag laut informierten Kreisen nach Katar aufgebrochen. Israel hat Medienberichten zufolge eine Delegation mit begrenztem Mandat in das Emirat geschickt, um Fragen eher technischer Art zu besprechen.  

    Der Golfstaat, Ägypten und die USA bemühen sich derzeit weiter, zwischen Israel und der Hamas zu vermitteln und möglichst vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan eine Feuerpause zu erreichen, die auch zu einer Freilassung der israelischen Geiseln in der Gewalt der Hamas führen soll.


    Nach Berlinale: Zentralrat der Juden fordert Konsequenzen

    Nach mehreren kritischen Äußerungen zum Verhalten Israels im Gaza-Krieg hat der Zentralrat der Juden in Deutschland Konsequenzen für die Kulturförderung gefordert. "Hetze gegen Israel und Juden auf deutschen Kulturveranstaltungen ist eine erschreckende Regelmäßigkeit geworden", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster der "Bild"-Zeitung. "Schon wieder ducken sich bei der Berlinale viele politisch Verantwortliche weg und haben nicht den Mut, gegen Applaus für Israelhass aufzustehen."

    Schuster sagte weiter: "Ich erwarte von den politischen Verantwortlichen endlich klare Positionierungen und Konsequenzen für die Kulturförderung." Die Berlinale wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und vom Land Berlin gefördert.


    Israel greift erstmals seit Kriegsbeginn Ziele im Osten des Libanon an

    Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge erstmals seit Beginn des Gazakrieges Ziele im Osten des Libanon angegriffen, wobei einer Sicherheitsquelle zufolge zwei Hisbollah-Kämpfer getötet wurden. "Kampfflugzeuge der israelischen Armee haben (...) Standorte der Luftabwehr der Hisbollah in der Bekaa-Ebene im Libanon ins Visier genommen", hieß es in einer Erklärung der israelischen Armee. Die Angriffe erfolgten demnach "als Vergeltung für den Abschuss einer Boden-Luft-Rakete auf eine israelische Drohne früher am Tag".  

    Die vom Iran unterstützte Miliz hatte zuvor den Abschuss einer israelischen Drohne im Südlibanon bekannt gegeben. Einer der Angriffe richtete sich gegen ein Lager der pro-iranischen Hisbollah-Miliz, ein weiterer gegen ein Gebäude der Hisbollah am Rande der Stadt Baalbeck, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr. Der Quelle zufolge wurde dabei zwei Hisbollah-Mitglieder getötet. Die Region um Baalbek gilt als Hochburg der Hisbollah. 


    Antisemitismusbeauftragter: Berlinale "hätte Eklat verhindern müssen"

    Antisemitismusbeauftragter: Berlinale "hätte Eklat verhindern müssen"

    Der Antisemitismusbeauftragte der Regierung, Felix Klein, hat die Äußerungen von Künstlern auf der Berlinale als "nicht akzeptabel" kritisiert. Er macht auch der Leitung Vorwürfe.

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    Sicherheitskreise: Israel greift Ziele im Osten des Libanon an

    Die israelische Armee hat erstmals seit Beginn des Gazakriegs offenbar Ziele im Osten des Libanon angegriffen. Einer der Luftangriffe traf am Montag nahe der Stadt Baalbek ein Gebäude, in dem sich eine zivile Einrichtung der pro-iranischen Hisbollah befand, wie die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters aus Sicherheitskreisen erfuhr. Die Region um Baalbek gilt als Hochburg der Hisbollah. Die israelische Armee erklärte, dass sie "derzeit Terrorziele der Hisbollah tief im Libanon angreift". 

    Die vom Iran unterstützte Miliz meldete zudem den Abschuss einer israelischen Drohne im Südlibanon. Die israelische Armee bestätigte später, dass eine ihrer Drohnen im Libanon abgeschossen worden sei.


    Medienberichte: US-Soldat zündet sich vor Israels Botschaft in Washington an

    Medienberichte: US-Soldat zündet sich vor Israels Botschaft in Washington an

    Er zündete sich an und rief "Freiheit für Palästina": Ein US-Kampfpilot hat sich offenbar aus Protest gegen den Gaza-Krieg vor Israels Botschaft in Washington in Brand gesetzt.

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    Guterres: Offensive in Rafah wäre Sargnagel für Hilfsprogramme

    UN-Generalsekretär António Guterres hat erneut eindringlich vor einer israelischen Offensive in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens gewarnt. "Eine umfassende israelische Offensive auf die Stadt wäre nicht nur schrecklich für die mehr als eine Million palästinensische Zivilisten, die dort Schutz suchen, sondern würde auch den letzten Nagel in den Sarg unserer Hilfsprogramme schlagen", sagte er in Genf zum Auftakt der Frühjahrssitzung des UN-Menschenrechtsrates. Die humanitäre Hilfe für die Menschen im Gazastreifen sei schon jetzt "völlig unzureichend".


    Palästinensischer Regierungschef Schtaje reicht Rücktritt ein

    Palästinensischer Regierungschef Schtaje reicht Rücktritt ein

    Der palästinensische Ministerpräsident Schtaje hat seinen Rücktritt eingereicht. Hintergrund ist wohl der Gaza-Krieg und Druck der USA und arabischer Länder auf Präsident Abbas.

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    Netanjahu sieht Sieg in Gaza in Reichweite

    Israels Regierungschef Netanjahu treibt trotz der Verhandlungen über eine Waffenruhe die Vorbereitung für die Rafah-Offensive voran. Er sieht den "totalen Sieg" in Reichweite.


    Armee: Viele Tote bei Angriffen im Gazastreifen

    Die israelische Armee hat ihre Angriffe im Gazastreifen nach eigenen Angaben verstärkt. Allein in einem Viertel der Stadt Gaza seien innerhalb eines Tages "mehr als 30 Terroristen getötet worden", teilte das Militär mit. In mehreren Fällen seien demnach bewaffnete Palästinenser, darunter auch ein Scharfschütze, identifiziert und getötet worden.

    In Chan Junis im Süden des Gazastreifens sei ein "Terrorist identifiziert worden, der mit einer Panzerrakete bewaffnet war". Die israelische Luftwaffe habe ihn daraufhin gezielt getötet. In Chan Junis seien auch zahlreiche Waffenteile sowie Granaten, Munition und weitere Militärausrüstung gefunden worden. 


    Palästinensischer Regierungschef Schtaje reicht Rücktritt ein

    Der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiegebiete, Mohammed Schtaje, hat in Ramallah seinen Rücktritt eingereicht. Dies sei auf Wunsch des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas erfolgt, auf den arabische Länder der Region und die USA entsprechenden Druck ausgeübt haben, hieß es zuvor im Fernsehsender Watan TV unter Berufung auf Regierungsbeamte. Es hatte seit längerem Berichte über einen solchen Schritt Schtajes gegeben.  

    Dahinter steht das Bestreben Washingtons, über eine grundlegend reformierte Palästinensische Autonomiebehörde die zuletzt nahezu bedeutungslos gewordene Zweistaatenlösung als umfassenden Ansatz zur Befriedung des Nahen Ostens erneut ins Spiel zu bringen.  

    Der mögliche Rücktritt Schtajes sei jedoch zunächst als eher symbolischer Schritt zu werten, hieß es. Der Politiker werde weiterhin als Chef einer kommissarischen Regierung amtieren. Die Bildung einer neuen Regierung des nationalen Konsenses könne Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. Ihr Gelingen hänge in erster Linie davon ab, ob der Krieg im Gazastreifen beendet und ein international überwachter Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem Küstengebiet erreicht werden kann.


    Israels Armee legt Plan für Evakuierung von Zivilisten in Rafah vor

    Vor der erwarteten Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens hat die israelische Armee einen Plan für die Evakuierung von Zivilisten aus Kampfgebieten vorgelegt. Das Militär unterbreitete dem israelischen Kriegskabinett "einen Plan für die Evakuierung der Bevölkerung aus Kampfgebieten im Gazastreifen und den weiteren Einsatzplan", wie das Büro von Regierungschef Netanjahu mitteilte. 

    Die israelische Armee bereitet in Rafah nach eigenen Angaben eine Bodenoffensive vor, um die "letzten verbliebenen Hamas-Bastionen" zu zerstören und dort vermutete Geiseln zu befreien. Genaue Angaben darüber, wie und wann Zivilisten evakuiert werden sollen, erklärte die Regierung nicht. 


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    Israels Botschafter: Antisemitische Rhetorik bei Berlinale

    Nach den einseitigen israelkritischen Äußerungen von Filmschaffenden bei der Preisverleihung der Berlinale hat Israels Botschafter der "deutschen Kulturszene" heftige Vorwürfe gemacht. "Antisemitische und israelfeindliche Äußerungen" seien mit tosendem Applaus bedacht worden, schrieb Ron Prosor am Sonntagabend im Portal X (früher Twitter). "Es scheint, dass die Lektion aus der Documenta nicht begriffen wurde. Unter dem Deckmantel der Rede- und Kunstfreiheit wird antisemitische und antiisraelische Rhetorik zelebriert." 

    Die deutsche Kulturszene rolle ihren roten Teppich "ausschließlich für Künstler" aus, die sich für "Israels Delegitimierung" einsetzen. Prosor forderte: "Ihr Schweigen, sogenannte 'Kultur-Elite', ist ohrenbetäubend! Es ist an der Zeit, Ihre Stimme zu erheben und dieser grotesken Scharade eine Absage zu erteilen." 

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    Netanjahu: Waffenruhe würde Rafah-Offensive nur verzögern

    International wird die geplante Offensive auf die Stadt Rafah an der Grenze zu Ägypten heftig kritisiert. Netanjahu ist jedoch zur Offensive entschlossen, um die vier verbliebenen Hamas-Bataillone zu zerschlagen. Sollte es zunächst zu einer Feuerpause kommen, "wird es sich etwas verzögern", sagte er in der am Sonntag (Ortszeit) ausgestrahlten TV-Sendung "Face the Nation" des US-Fernsehsenders CBS.  "Aber es wird geschehen. Wenn wir keine Einigung haben, werden wir es trotzdem tun. Es muss getan werden", so Netanjahu."Denn der vollständige Sieg ist unser Ziel, und der vollständige Sieg ist in greifbarer Nähe." 


    US-Militär: Weitere Huthi-Angriffe im Roten Meer

    Die Huthi-Milizen haben im Roten Meer erneut eine Rakete abgefeuert. Ihr Ziel sei mutmaßlich der unter US-Flagge fahrende Tanker "MV Torm Thor" im Golf von Aden gewesen, teilte das Regionalkommando des US-Militärs in der Nacht zum Montag mit. Das Geschoss sei in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) im Wasser gelandet und habe keine Schäden verursacht. Schon zuvor hätte das US-Militär am Samstagabend zwei Drohnen im Süden des Roten Meeres zum Selbstschutz abgefangen. Ein drittes Geschoss sei von selbst abgestürzt.

    Nach Einschätzung des US-Militärs hätten die Drohnen demnach eine direkte Bedrohung für Handelsschiffe und Schiffe der US-Marine in der Region dargestellt, hieß es. 


    Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters

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