Olympia 2024: Olympisches Feuer in Paris wird zu Attraktion
Olympische Spiele in Paris:Was das Olympische Feuer so besonders macht
von Luis Jachmann, Paris
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Die Flamme von Olympia 2024 ist schnell zu einer Attraktion geworden. Viele Begeisterte pilgern aktuell in die Pariser Tuilerien. Dort sehen sie eine Illusion statt echtem Feuer.
Hunderte Schaulustige sind an diesem lauen Sommerabend gekommen. Vor den Toren der Tuilerien-Gärten in Paris zücken sie ihre Smartphones. Als die Sonne am Horizont verschwindet, steigt der Heißluftballon mit der olympischen Flamme in den Abendhimmel auf, 60 Meter über dem Boden. Die jubelnde Menge applaudiert. Seit dem Wochenende kommen immer mehr Menschen zur überraschenden Attraktion der Olympischen Spiele.
Der Ballon ist immens. Es ist sehr besonders, ihn so nah zu sehen. Das ist nochmal was anderes als im Fernsehen.
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Shiori Simon, Touristin
Die Touristin Shiori Simon aus Japan hat online ein kostenloses Zeitfenster gebucht, um die Olympische Flamme zu besichtigen.
Im antiken Olympia in Griechenland wurde das olympische Feuer für die Sommerspiele entzündet. Mit dem traditionellen Fackellauf geht die Flamme nun auf die Reise bis nach Paris.16.04.2024 | 0:16 min
Highlight der Olympia-Eröffnungsfeier 2024
Paris ist ein Coup gelungen. Die an Wahrzeichen so bestückte Metropole ist in diesen Tagen um einen Zuschauermagneten reicher geworden. Die Millionen Besucherinnen und Besucher in der Stadt haben die Eröffnungsfeier ganz genau verfolgt, an deren Ende Frankreichs Olympiahelden Judoka Teddy Riner und Leichtathletin Marie-José Pérec das Feuer entfachten.
Die Idee der Flamme am Ballon reiht sich in ein modernes, progressives Frankreich ein, das diese Spielen präsentieren sollen. Denn das olympische Symbol ist in eine nachhaltige Installation eingebettet: 200 Hochdrucknebeldüsen erzeugen Wasserdampf. Dieser wird von 40 LED-Scheinwerfern beleuchtet. Das Feuer ist eine raffinierte Illusion und ökologisch zugleich.
Erstmals kommt das olympische Feuer ohne einen fossilen Brennstoff aus. Mathieu Lehanneur ist der Erfinder dieser Idee. Der Designer beschreibt, wie er darauf gekommen ist: "Es wäre sehr schwierig gewesen, eine Gas betriebene, echte heiße Flamme in 60 Meter Höhe steigen zu lassen. Uns war es wichtig, eine nachhaltige Flamme zu gestalten, die zu den Werten der Spiele von Paris 2024 passt."
Das Olympische Feuer bei Tag: In den Tuilerien-Gärten in Paris ist die besondere Olympische Flamme zu bestaunen. Das Feuer ist jedoch nur eine Illusion.
Quelle: Luis Jachmann / ZDF
Anspielung auf historischen Heißluftballonflug
Die Umsetzung kommt bei den Besucherinnen und Besuchern gut an: "Die Idee ist genial. Ich wäre niemals daraufgekommen, dass sie elektrisch betrieben ist, wenn man es mir nicht jemand erzählt hätte", berichtet Marimar Rey aus Madrid.
Die Touristenattraktion ist eine Anspielung auf den ersten bemannten Flug der Menschheit. Am 21. November 1783 stieg der erste Heißluftballon der Gebrüder Montgolfiers in Paris in die Luft, ein wissenschaftlicher Quantensprung. Wenige Wochen nach den Gebrüdern Mongolfiers entwickelte der Physiker Jacques Charles den ersten Prototyp eines Wasserstoffballons. Vor hunderttausenden Menschen hebte dieser im Dezember 1783 ausgerechnet in den Tuilerien ab.
Heute wurde das olympische Feuer in Griechenland entzündet. Den Bestimmungsort in Frankreich soll es am 26. Juli erreichen. Wo in Paris das Feuer brennen soll, ist noch geheim.16.04.2024 | 0:16 min
Bürgermeisterin Anne Hidalgo mit Überzeugungsarbeit
Paris' Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte bei den Pariserinnen und Parisern lange Überzeugungsarbeit für die Spiele leisten müssen. Jetzt, so scheint es, elektrisieren die Wettkämpfe auch die Menschen vor Ort.
Hidalgo möchte diesen Moment verewigen. Auch über die Spiele hinaus könnten die Olympischen Ringe, die derzeit am Eiffelturm hängen, der Stadt erhalten bleiben. Und auch der Flammenkessel soll bleiben. Als Andenken an zwei Wochen im Sommer 2024, in denen Paris sich als weltoffene, innovative Gastgeberin präsentiert.
Für einen Moment wirkt es so, als stünde Surfer Gabriel Medina in der Luft: Das spektakuläre Foto auf Tahiti stellt selbst den Eiffelturm als Olympia-Kulisse in den Schatten.
Quelle: dpa
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