FBI vereitelt iranisches Mordkomplott gegen Politiker
Anschlagspläne auf US-Politiker:FBI vereitelt offenbar iranisches Mordkomplott
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Das FBI hat einen Mordkomplott auf US-Politiker vereitelt. Ein Mann aus Pakistan mit mutmaßlichen Verbindungen zum Iran hatte versucht, Auftragskiller anzuheuern.
Seit Jahren warnen US-Regierungskreise vor dem iranischen Wunsch nach Vergeltung für die Tötung von General Kassem Soleimani.
Quelle: AP
Das FBI hat laut dem US-Justizministerium eine Verschwörung zu geplanten Mordanschlägen auf amerikanische Politiker durchkreuzt. Gegen einen Verdächtigen, der Verbindungen zum Iran unterhalten soll, sei ein Strafverfahren eingeleitet worden, teilte das Justizministerium am Dienstag mit.
Der pakistanische Staatsbürger reiste demnach im April mit dem Ziel nach New York, Auftragskiller anzuheuern. Zwei potenziellen Attentätern zahlte er den Angaben zufolge 5.000 Dollar (rund 4.500 Euro) im Voraus, doch entpuppten sie sich als verdeckt ermittelnde Agenten.
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Verdächtiger wollte Tötung von Soleimani rächen
Im Juli sei der 46 Jahre alte Pakistaner verhaftet worden, ehe er die USA hätte verlassen können. Das Komplott sei somit vereitelt worden. Der Verdächtige habe versucht, Mörder in den USA zu rekrutieren, die den tödlichen Angriff auf den Befehlshaber der iranischen Revolutionsgarden, Kassem Soleimani, rächen sollten.
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Welche oder welchen Politiker das Komplott im Visier hatte, teilten Justizministerium und FBI zunächst nicht mit. Dem Sender CNN zufolge geht das FBI davon aus, dass der damalige Präsident Donald Trump, der den Drohnenangriff auf Soleimani gebilligt hatte, und andere ehemalige oder aktive Mitglieder der US-Regierung Ziele der geplanten Attentate gewesen seien.
US-Justiz greift gegen iranische Agenten durch
US-Justizminister Merrick Garland erklärte, das Justizministerium arbeite seit Jahren "aggressiv gegen die dreisten und unnachgiebigen Bemühungen des Irans, Vergeltung an amerikanischen Amtsträgern für die Tötung des iranischen Generals Soleimani zu üben".
Das Ministerium habe mehrere Verfahren gegen Personen angestrengt, die im Auftrag der iranischen Regierung arbeiteten und tödliche Anschläge auf Amerikaner in den USA verübten.
Wir gehen davon aus, dass diese Drohungen anhalten werden und dass diese Fälle nicht die letzten sein werden.
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Merrick Garland, US-Justizminister
Der Fall wurde nur wenige Wochen nach einer Enthüllung bekannt, wonach Sicherheitsvorkehrungen um Trump wegen einer nicht näher erläuterten Bedrohung durch den Iran verstärkt worden seien. Der Attentatsversuch auf Trump im Juli hatte nach Behördenangaben aber keine Verbindung zu der Bedrohung durch den Iran.
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Mordkomplott hat keine Verbindung zu Trump-Attentat
Einem jungen Schützen gelang es an jenem Tag, auf ein Dach in der Nähe des Kundgebungsgeländes in Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania zu klettern und mehrere Schüsse auf die Bühne abzugeben, auf der Trump sprach.
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Es gebe keine Hinweise darauf, dass der festgenommene Pakistaner etwas mit dem Attentatsversuch auf Trump am 13. Juli zu tun habe, hieß es aus dem Weißen Haus. Der Verdächtige sei am 12. Juli verhaftet worden, also einen Tag vor der Kundgebung in Butler.
Zudem habe er die Männer, die er für Auftragskiller gehalten habe, angewiesen, im August oder im September zuzuschlagen - zuvor habe er die USA verlassen wollen.
Quelle: dpa
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