Breitscheidplatz: Gedenken an Berliner Terroropfer
Gedenken an Berliner Terroropfer:"Herz bebt oft vor Schmerz und es hört nicht auf"
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13 Glockenschläge um 20:02 Uhr: In Berlin haben Angehörige und Politiker der 13 Todesopfer des islamistischen Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gedacht.
"Wir tragen das Geschehene in uns" - Berlin gedenkt der Opfer vom Breitscheidplatz-Anschlag.
Quelle: dpa
Acht Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz haben Angehörige und Politiker an die Opfer erinnert.
"Dieser Tag mahnt uns. Terror und Brutalität, in wessen Namen auch immer, darf nicht die Macht über uns haben, auch die Angst nicht, um die es dabei geht und die alle Freiheit zerstört", mahnte Bischof Christian Stäblein bei einer Andacht in der Gedächtniskirche nahe dem Kurfürstendamm laut einem vorab verbreiteten Redemanuskript.
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Angehörige erinnern an bis heute andauerndes Leid
Die Sprecherin der Betroffenen von 2016, Astrid Passin, rief vor rund 200 Menschen in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche das bis heute andauernde Leid der Angehörigen in Erinnerung:
Das Herz bebt oft vor Schmerz und es hört nicht auf.
„
Astrid Passin, Sprecherin der Betroffenen
Passin sprach von einem "inneren und äußeren Kampf". Der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Berlin, Michael Roden, sagte: "Wir tragen das Geschehene in uns." Schausteller hätten im Dezember 2016 zu den Ersthelfern gezählt und den Opfern so gut es ging geholfen. Es grenze an ein Wunder, dass kein Schausteller selbst bei dem Attentat ums Leben gekommen sei.
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Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkandacht von der Sängerin Jocelyne B. Smith. Sie sang unter anderem die Hymne "Shine A light". Unter den Gästen waren Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (beide CDU) und Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne).
Bischof Stäblein: 19. Dezember ein "Tag des Erinnerns"
Der islamistische Terroranschlag vor acht Jahren stehe auch für "die entsetzliche Verkehrung und Pervertierung von Religion und Gott", sagte Bischof Christian Stäblein in seiner Predigt. Das schaffe "eine besondere Verletzung, eine tiefe Angst, eine Finsternis, die anders ist." Der Jahrestag sei ein "Tag des Erinnerns, des Gedenkens an Tod und Terror, an Schrecken und Zerstören".
Am Mahnmal "'Goldener Riss", in dem die Namen der 13 Opfer eingraviert sind, standen deren Fotos und Kerzen. Um 20:02 Uhr schlug dann 13 Mal die Glocke vom Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche - ein Mal für jedes Opfer.
Bei dem Terroranschlag hatte ein aus Tunesien stammender Islamist am 19. Dezember 2016 einen Sattelschlepper in die Besuchermenge des Weihnachtsmarktes auf dem Breitscheidplatz gesteuert. Dabei starben zwölf Menschen, mehr als 60 wurden verletzt. Das 13. Opfer erlag im Oktober 2021 den Folgen seiner schweren Verletzungen. Die Opfer kamen aus Deutschland, Polen, Israel, Italien, der Ukraine und Tschechien.
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