USA vermitteln: General im Sudan bietet Waffenruhe an

    US-Außenminister vermittelt:Sudan: General bietet Waffenruhe an

    |

    Auf Drängen der USA haben sich die "Rapid Support Forces" im Sudan zu einer Waffenruhe bereit erklärt. Ob es dazu kommt, ist unklar: Die Antwort der Gegenpartei steht noch aus.

    Im Sudan haben sich die Konfliktparteien wohl auf eine 24-stündige Feuerpause geeinigt, die am Abend beginnen soll. Seit Samstag sind schätzungsweise 185 Menschen getötet worden.18.04.2023 | 0:21 min
    Im Machtkampf zwischen zwei führenden Generälen im Sudan hat sich der Anführer der Rapid Support Forces (RSF), Mohamed Hamdan Daglo, für eine 24-stündige Waffenruhe ausgesprochen. "Die RSF stimmen einem Waffenstillstand zu, damit Zivilisten und Verwundete evakuiert werden können", twitterte Daglo am Montagmorgen.
    Tweet von Mohamed Hamdan Daglo
    Ein Klick für den Datenschutz
    Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
    Datenschutzeinstellungen anpassen

    USA versuchen zu vermitteln

    Zuvor hatte US-Außenminister Antony Blinken sowohl mit Daglo als auch mit De-Facto-Präsident Abdel Fattah Al-Burhan telefoniert und beide rivalisierende Parteien zu einem Waffenstillstand gedrängt. "Es sind bereits zu viele Zivilisten ums Leben gekommen. Ich betonte, wie wichtig es ist, die Sicherheit des diplomatischen Personals und der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zu gewährleisten", teilte Blinken am Montagmorgen ebenfalls auf Twitter mit.
    Tweet von US-Außenminister Blinken
    Ein Klick für den Datenschutz
    Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
    Datenschutzeinstellungen anpassen
    Al-Burhan äußerte sich zu einem temporären Waffenstillstand zunächst nicht. Mehrere Versuche einer Waffenruhe waren am Sonntag und Montag laut UN-Sonderbeauftragten im Sudan, Volker Perthes, zunächst gescheitert.

    Rivalisierende Generäle bekämpfen sich

    Im Sudan sind am Samstag Kämpfe zwischen den zwei mächtigsten Generälen des Landes und ihren Einheiten ausgebrochen. Die zwei Männer führten das Land im Nordosten Afrikas mit rund 46 Millionen Einwohner seit einem gemeinsamen Militärcoup im Jahr 2021. Al-Burhan, der Oberbefehlshaber der Armee ist, kämpft mit dem Militär gegen seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo, den Anführer der mächtigen paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF).
    Im Sudan kämpft die Armee gegen die paramilitärische RSF. Durch die Gefechte seien die Verhandlungen hin zu einem Demokratisierungsprozess gescheitert, berichtet Golineh Atai. 15.04.2023 | 1:12 min
    ZDF-Korrespondentin Golineh Atai erläutert, wieso die beiden Machtzentren im Sudan miteinander rivalisieren:
    Eigentlich hätten die RSF der Armee unterstellt und die Macht im Land wieder an eine zivile Regierung übertragen werden sollen. In mehreren Landesteilen kommt es dabei zu Angriffen mit schweren Waffen auf militärische Einrichtungen, teilweise in unmittelbarer Nähe von Wohngegenden. Beobachter warnen vor vielen zivilen Opfern. Das öffentliche Leben in Sudans Hauptstadt Khartum ist seit Beginn der Kämpfe fast vollständig zum Erliegen gekommen.
    Quelle: dpa

    Mehr zur Lage im Sudan