Gewusst wie: Bei den Weltrekorden von Edwin Moses war einiges an Mathematik und Physik im Spiel. Das hat die 400-Meter-Hürden-Legende in der Doku "13 Schritte" verraten.
Los Angeles 1984: Edwin Moses wird zum zweiten Mal Olympiasieger über 400 Meter Hürden.
Quelle: Imago/ PCN Photography
Seine zwei Olympia-Siege und die Weltrekorde im 400-Meter-Hürden-Lauf verdankt Edwin Moses auch seinen guten Kenntnissen in naturwissenschaftlichen Fächern. Darüber berichtet er in der Doku "13 Schritte".
Im ZDF-Interview erklärte er: "Der einfachste und kürzeste Weg durch die Kurve verläuft möglichst nah entlang der Linie. Wenn Du mit dem linken Bein voranläufst (also abspringst, d. Red.), muss es in der Linkskurve möglichst nah an der Linie sein. Dazu muss man eine ungerade Anzahl von Schritten laufen. In meinem Fall waren das 13."
1976 stellte Edwin Moses einen neuen Weltrekord im Hürdenlauf auf und wurde zu einer Legende. Die Dokumentation "13 Schritte" zeigt ihn als Athlet, als Aktivist und als Held.02.12.2024 | 3:01 min
Physik-Student Edwin Moses
Nach der Highschool studierte Moses Physik. Der Goldmedaillengewinner von 1976 in Montreal und 1984 in Los Angeles errechnete den optimalen Winkel zwischen Wade und Hürde beim Absprung, um weniger Zeit in der Luft und mehr auf dem Boden zu verbringen.
"Ein paar Studienfreunde und ich haben uns schlichtweg gefragt, wie es uns gelingen könnte, schneller zu werden. Da wir alle entsprechende Fächer studierten, haben wir überlegt, was man dafür physiologisch, mathematisch und physikalisch machen könnte. Und so sind wir bei mir auf die 13 Schritte gekommen", sagte der 69 Jahre alte US-Amerikaner dem Nachrichtenportal "t-online".
Ich habe mit zwölf Jahren einfach im Algebra- und Geometrie-Unterricht aufgepasst und wirklich etwas gelernt. Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern Mathematik der fünften Klasse.
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Leichtathletik-Legende Edwin Moses
Neben seinen zwei Olympiasiegen gewann Moses auch zwei Weltmeistertitel und lief mehrere Weltrekorde. Zwischen 1977 und 1987 prägte er den 400-Meter-Hürdenlauf wie kein anderer und blieb in 122 aufeinander folgenden Rennen über diese Distanz ungeschlagen.
Paris 2024: Edwin Moses als Interviewgast im ZDF-Olympia-Studio:
Moses Bestleistung: 47,02 Sekunden
Im Juli 1976 stellte er bei seinem Olympiasieg zum ersten Mal einen Weltrekord auf (47,64 Sekunden). Bis August 1983 verbesserte er ihn drei Mal bis auf 47,02 Sekunden. Diese Marke wurde erst im August 1992 geknackt: Sein Landsmann Kevin Young lief 46,78 Sekunden.
Aktuell hält der Norweger Karsten Warholm den Weltrekord mit 45,94 Sekunden.
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