Fußball-Bundesliga: Jokertore lassen Freiburg jubeln

    Fußball-Bundesliga:Jokertore lassen Freiburg jubeln

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    Der SC Freiburg hat im Kampf um einen Champions-League-Platz die Konkurrenz unter Druck gesetzt. Die Breisgauer gewannen am 33. Bundesliga-Spieltag gegen Wolfsburg.

    Nils Petersen bejubelt sein Tor zum 2:0 gegen Wolfsburg
    Nils Petersen traf in seinem letzten Heimspiel für Freiburg.
    Quelle: dpa

    Die Mannschaft von Trainer Christian Streich feierte am Freitagabend zum Auftakt des vorletzten Bundesliga-Spieltags einen 2:0 (0:0)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg. In ungewohnter Rolle als Joker schoss erst Kapitän Günter das wichtige Führungstor - 39 Sekunden nach seiner Einwechslung (71. Minute). Später vollendete Rekord-Joker Nils Petersen (75.) in seinem letzten Heimspiel als Profi zum 2:0. Petersen beendet seine Karriere zum Saisonende.
    Auf einem Banner der Freiburger Fans stand in riesigen Lettern:

    Danke Nils - Niemand ist grösser als der Verein - aber du warst verdammt nah dran.

    Fan-Banner für Nils Petersen

    Selbst Trainer Streich hatte in der hochemotionalen Phase des Spiels Tränen in den Augen vor Ergriffenheit. Getrübt wurde das Freiburger Fußballfest noch in der Nachspielzeit durch die Rote Karte für Nicolas Höfler wegen groben Foulspiels (90.+3).

    Freiburg setzt Union und Leipzig unter Druck

    In der Tabelle schloss Freiburg mit 59 Punkten als Fünfter zum punktgleichen 1. FC Union Berlin auf, Leipzig als Tabellendritter hat nur einen Punkt mehr und steht am Samstag gegen die Bayern unter Druck. Wolfsburg indes muss einen Sturz aus den internationalen Rängen kurz vor dem Saisonende fürchten.
    Vor dem Anpfiff verabschiedete der Sportclub nicht nur Petersen, sondern auch Defensivspieler Jonathan Schmid und Stadionsprecher Claus Köhn. Es waren drei Identifikationsfiguren der vergangenen Jahre. Ex-Trainer Volker Finke und der frühere Bundestrainer Joachim Löw schalteten sich per Videobotschaft zur emotionalen Zeremonie dazu.
    Auf dem Rasen zählte dann für beide Mannschaften nur eins: ein Sieg. Wolfsburg wartete ab und richtete sich in der Defensive ein. Die Breisgauer, bei denen Günter erstmals seit April 2017 in einem Bundesliga-Spiel ohne Sperre auf der Bank saß, waren die aktivere Mannschaft. Immer wieder ging es über die linke Seite und Vincenzo Grifo, doch keiner seiner Abschlüsse wurde richtig gefährlich.

    Joker-Tore bringen den Sieg für Freiburg

    Das 0:0 zur Halbzeit entsprach trotz aktiveren Freiburgern dem Spielverlauf. Nach der Pause erhöhte Freiburg den Druck. Erst verpasste es Nationalspieler Matthias Ginter nach einem scharfen Freistoß die Führung (54.). Das erledigten dann die Einwechselspieler, die Streich 20 Minuten vor Spielende brachte. Ein Gewaltschuss von Günter wurde glücklich abgefälscht und läutete das Freiburger Fest ein. Dass Petersen zum Endstand einschoss, passte ins Bild. Petersen traf danach sogar ein zweites Mal, doch der Videoassistent erkannte das 3:0 ab.
    Quelle: dpa,SID

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