Halbfinal-Aus bei Olympia: DFB-Frauen bleibt Bronze-Spiel
0:1 gegen die USA:Halbfinal-Aus: DFB-Frauen bleibt Bronze-Spiel
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Aus der Traum vom Olympia-Gold: Die deutschen Fußball-Frauen verlieren gegen die USA nach Verlängerung 0:1 und spielen nun um Bronze.
Die deutschen Fußball-Frauen haben die Revanche gegen die USA verpasst, das Olympia-Halbfinale gegen die Amerikanerinnen nach Verlängerung 0:1 verloren und spielen nun um Platz drei. Der Gegner im Spiel um Bronze (Freitag, 15 Uhr / ZDF-Livestream) ist Spanien , das gegen Brasilien mit 2:4 verlor.
In der Vorrunde hatten die deutschen Frauen gegen die USA mit dem 1:4 eine Klatsche kassiert. Diesmal bewegten sie sich mit den Favoritinnen auf Augenhöhe, gleichwohl die USA die besseren Torchancen hatte. Den Siegtreffer erzielte Sophia Smith in der 95. Minute.
Im deutschen Team fehlten die erkrankte Kapitänin Alexandra Popp und die an der Patellasehne verletzte Torjägerin Lea Schüller. Beide dürften zum Turnierabschluss wieder in den Kader zurückkehren, falls sie fit werden.
Martina Hegering stark in der Defensive
Die deutsche Abwehr hatte zum Start mächtig mit den Hochgeschwindigkeitsstürmerinnen der USA zu kämpfen. Vor allem Trinity Rodman, die Tochter des früheren Basketball-Stars Dennis Rodman, wirbelte auf rechts.
Sie bediente nach vier Minuten Rose Lavelle, und Torhüterin Ann-Katrin Berger konnte sich glücklich schätzen, dass der Schuss zentral kam.
Allen voran die herausragende Marina Hegering stoppte dann immer wieder die US-Angreiferinnen, notfalls mit einem taktischen Foul. So bissen sich die deutschen Frauen in dieses schwierige Spiel und hatten den viermaligen Weltmeister bis zum Halbzeitpfiff weitgehend im Griff. Jule Brand prüfte nach einem Sololauf sogar Alissa Naeher (24.).
Schrecksekunde durch US-Stürmerin Swanson
Über die schnelle Wolfsburgerin setzten die DFB-Frauen auch nach der Pause immer wieder Nadelstiche. Ein Warnschuss von Spielführerin Giulia Gwinn nach einer knappen Stunde verdeutlichte das wachsende Selbstbewusstsein des Hrubesch-Teams.
Mallory Swanson sorgte kurz darauf für einen Riesenschreck, als sie Torfrau Berger schon umkurvt hatte, aber nur das Außennetz traf. Ansonsten fiel den Amerikanerinnen nicht viel ein. Für die von Krämpfen geplagte Anyomi brachte Hrubesch dann deren Eintracht-Kollegin Laura Freigang.
Packende Schlussphase
Kurz darauf musste auch Abwehrchefin Hegering angeschlagen raus. Der Druck der USA wuchs wieder. Und zu Beginn der Verlängerung narrte Smith Linksverteidigerin Felicitas Rauch und hob den Ball über die vielleicht zu früh herausstürzende Berger. Knapp zehn Minuten später vergab die Angreiferin das 2:0.
Deutschland mobilisierte nun die letzten Kräfte, stellte auf Dreierkette um, doch die eingewechselte Laura Freigang (119.) vergab mit einem Kopfball aus kurzer Distanz die letzte Chance zum Ausgleich.
Hrubesch: Noch ein Matchball
Bundestrainer Horst Hrubesch haderte nicht lange: "Wir haben noch einen Matchball, den wollen wir nutzen." Er sei zwar "traurig", wollte seinen Schützlingen aber "nur gratulieren und keinen Vorwurf" machen.
"Es ist sehr bitter, sehr enttäuschend", sagte Bayern-Spielerin Klara Bühl, "aber wir sind trotzdem sehr stolz, dass wir mit den Besten mithalten können." Für das Spiel um Olympia-Bronze gelte nun: "Wir werden alles reinwerfen für eine Medaille."
Popp und Schüller drückten Daumen
"Die 120 Minuten haben mir alles abverlangt, dass ich leider sehr anfällig für einen Infekt war", schrieb Alexandra Popp vor dem Spiel auf Instagram und meinte damit den Kraftakt gegen Kanada im Viertelfinale.
Die Wolfsburgerin ist die einzige verbliebene Spielerin vom Gold-Triumph von Rio de Janeiro 2016. "Ich werde den Mädels vom Hotelbett aus mehr als kräftig die Daumen drücken", ergänzte sie.
Immer wieder hatten ihre Teamkolleginnen ihr Trikot mit der Nummer sechs in die Kameras gehalten. Als Edelfan war die künftige Bayern-Spielerin mit einer dicken Schiene und an Krücken am Spieltag im Hotel eingetroffen.
Quelle: Reuters
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