Team Jumbo triumphiert: Vuelta-Sieg für Sepp Kuss

    US-Amerikaner Kuss gewinnt:Auch Vuelta geht an Team Jumbo

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    Radprofi Sepp Kuss vom Team Jumbo-Visma gewinnt die Spanien-Rundfahrt. Der Radrennstall holt damit alle drei großen Landesrundfahrten. Nico Denz wird auf der Schlussetappe Dritter.

    Sepp Kuss von Jumbo-Visma feiert seinen Sieg der Vuelta am 17.09.2023.
    Sepp Kuss von Jumbo-Visma feiert seinen Sieg der Vuelta.
    Quelle: AP

    Der US-amerikanische Radprofi Sepp Kuss hat die 78. Spanien-Rundfahrt gewonnen. Er komplettierte damit einen historischen Triumph für das niederländische Team Jumbo-Visma, das als erster Radstall alle drei großen Landesrundfahrten in einem Jahr gewann.

    Ich hätte nie gedacht, dass ein solcher Sieg möglich ist. Und dann kann ich ihn auch noch mit zwei Teamkollegen feiern.

    Vuelta-Sieger Kuss

    Team Jumbo-Visma holt alle drei großen Landesrundfahrten

    In der Gesamtwertung festigten Kuss' Teamkollegen Jonas Vingegaard und Primoz Roglic ihre Podiumsränge. Die niederländische Equipe Jumbo-Visma schrieb durch Kuss' Erfolg Radsport-Geschichte: Nie zuvor war es einem Team gelungen, alle drei großen Landesrundfahrten in einem Kalenderjahr zu gewinnen: Jumbo-Fahrer Roglic hatte im Mai beim Giro d'Italia, Vingegaard im Juli bei der Tour de France triumphiert.
    Der deutsche Jumbo-Sportchef Grischa Niermann erklärte nach dem Vuelta-Triumph:

    Wir hatten mehr Gegenwehr erwartet, aber am Ende hatten wir die drei stärksten Fahrer im Rennen.

    Grischa Niermann

    Vom Edelhelfer zum Vuelta-Sieger

    Fünf Etappen gewannen seine Fahrer in den vergangenen drei Wochen in Spanien. In der Finalwoche der Vuelta hatten Roglic und Vingegaard ihren etatmäßigen Edelhelfer Kuss noch selbst attackiert und damit für Kontroversen gesorgt. Auf der letzten schweren Etappe am Samstag aber geleiteten sie ihren Teamkollegen ohne aktiv zu werden ins Ziel.
    Die Konkurrenz schwächelte in Spanien. Titelverteidiger Remco Evenepoel trat nicht in der Form des Vorjahres an, und die kletterfesten Lokalmatadoren wie Juan Ayuso, Enric Mas und Mikel Landa erfüllten nicht die Hoffnungen ihrer Landsleute.

    Nico Denz Etappen-Dritter

    Der Tagessieg auf der Schlussetappe ging an den Australier Kaden Groves. Der Sprinter aus dem Team Alpecin-Deceuninck verwies Filippo Ganna aus Italien und den deutschen Bora-hansgrohe-Fahrer Nico Denz auf die Plätze zwei und drei.
    Quelle: sid, dpa

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