Sanierung bis 2030: Bahn will mit Streckensperrungen punkten

    Grundsanierung bis 2030:Bahn will mit Streckensperrungen punkten

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    Das Streckennetz der Bahn ist veraltet. Der Konzern hat jetzt ein Konzept und einen Zeitplan vorgelegt: Bis 2030 sollen viele wichtige Streckenabschnitte saniert werden.

    Archiv: Arbeiter zerlegen mit einem Bagger alte Bahnschienen bei der Sanierung der ICE-Trasse Hannover-Göttingen bei Sorsum im Landkreis Hildesheim am 13.09.2019
    Die Grundsanierung bis 2030 heißt auch, dass auf Bahnkunden weitere Belastungen zukommen werden.
    Quelle: dpa

    Vollsperrungen, Ersatzverkehre, Umleitungen: Bevor es bei der Bahn zuverlässiger und pünktlicher zugehen kann, kommen auf die Fahrgäste in den kommenden Jahren weitere Belastungen zu. Bis 2030 will der Konzern Dutzende vielbefahrene Streckenabschnitte generalsanieren.

    Monatelange Komplettsperrung von Streckenabschnitten

    Dafür werden die Korridore für jeweils rund fünf Monate komplett gesperrt und rundum modernisiert. Die Idee: Anstatt immer wieder mit kleinen Baustellen im laufenden Betrieb nur das Nötigste auszubessern, wird alles in einem Rutsch erledigt. Dafür soll dann für Jahre Ruhe sein und der Zugverkehr zuverlässiger fließen.
    Nun hat der Konzern ein Konzept vorgelegt, wann in den kommenden Jahren welche Streckenabschnitte drankommen sollen. Mehr als 40 solcher Korridore führt die Bahn in dem Papier auf, das der dpa vorliegt.
    Über das Dokument diskutierten Vertreter der Bahn am Donnerstag gemeinsam mit Unternehmen und Verbänden der Branche. Schließlich sind auch die Wettbewerber im Personen- und Güterverkehr von den Baustellen betroffen und müssen Alternativen für ihre Fahrgäste und Kunden schaffen.

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    40 Streckenabschnitte sollen saniert werden

    Dem Konzept zufolge geht es um mehr als 40 Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 4.200 Kilometern.
    Die ersten drei hatte die Bahn bereits bekanntgegeben:
    • Ab Mitte 2024 wird die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim generalsaniert.
    • Im Jahr darauf folgt die vor allem für den Güterverkehr wichtige Trasse Emmerich-Oberhausen.
    • Auch die Strecke Hamburg-Berlin steht auf dem Programm.

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    Bahn: Endgültige Entscheidung zusammen mit Bund

    Das Papier beschreibt anhand eines Szenarios, wie es weitergehen könnte: Demnach hat sich die Branche dafür ausgesprochen, sich bei den Zeiträumen an ohnehin 2023 geplanten Bauarbeiten und laufenden Projekten zu orientieren.
    So könnten 2026 die Abschnitte Köln-Hagen, Hamburg-Hannover und Nürnberg-Regensburg folgen. Darüber hinaus sind unter anderem vorgesehen: Köln-Dortmund-Hamm (2027), Würzburg-Nürnberg (2028), Stuttgart-Ulm (2029) und Osnabrück-Münster (2030).
    Die Bahn betonte, dass eine endgültige Entscheidung über Zeitplan und Korridore mit dem Bund getroffen werden müsse. Dafür sei der Austausch mit der Branche eine wichtige Grundlage, sagte Infrastrukturvorstand Berthold Huber.
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    Ersatzverkehr stellt Bahn vor Herausforderungen

    Die Bauarbeiten bringen einige Herausforderungen mit sich. Nicht nur muss die Bahn Umleitungsstrecken rechtzeitig auf Vordermann bringen. Es muss auch Ersatzverkehr vor allem mit Bussen ausgeschrieben werden.
    Der Hauptgeschäftsführer des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen, Peter Westenberger, äußerte die Sorge, dass bei vielen Sanierungsabschnitten eine vollständige Umleitung des Güterverkehrs wahrscheinlich nicht möglich sei, weil geeignete Strecken fehlten. In dem Verband sind vor allem die Bahn-Wettbewerber im Güterverkehr organisiert.
    Ein Hoffnungsschimmer für Kunden: Die Bahn ist überzeugt, dass sich Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit schon mit den ersten sanierten Korridoren deutlich verbessern werden. Die Riedbahn etwa gehört zu einem der meistbefahrenen Strecken der Republik. Ein reibungsloser Zugverkehr dort wirkt sich positiv aufs gesamte Netz aus.
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    Quelle: dpa

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