Landtags-Wahl einfach erklärt:Die Partei CDU gewinnt die Wahl in Sachsen
Am 1. September haben die Menschen im Bundes-Land Sachsen gewählt. Dieser Text stellt die Ergebnisse der Wahl in Sachsen vor und erklärt, was die Ergebnisse bedeuten.
Das bedeutet, die CDU hat die meisten Stimmen bekommen.
Das heißt, ungefähr 32 Menschen von 100 haben die CDU gewählt.
Der Landtag macht zum Beispiel die Gesetze und Regeln für Sachsen.
Wer wählen geht, trifft eine wichtige Entscheidung.
Mit meiner Stimme sage ich: Diese Politiker sollen meine Interessen vertreten.
Die gewählten Politiker arbeiten für 5 Jahre im Landtag.
Dann ist die nächste Landtags-Wahl.
Das bedeutet, wenn 50 von 100 Menschen derselben Partei ihre Stimme geben, hat die Partei die Hälfte aller Stimmen bekommen.
25 Prozent bedeutet: Das ist ein Viertel, also 25 Teile von 100 Teilen.
So haben die Menschen in Sachsen gewählt (vorläufiges Ergebnis in Prozent):
- CDU: 31,9
- AfD: 30,6
- BSW: 11,8
- SPD: 7,3
- Grüne: 5,1
- Linke: 4,5
- FW: 2,3
- Andere: 6,4
CDU
Die CDU hat 31,9 Prozent von den Stimmen bekommen.
CDU ist die Abkürzung für Christlich Soziale Union.
AfD
Die AfD hat 30,6 Prozent von den Stimmen erhalten.
AfD ist die Abkürzung für Alternative für Deutschland.
BSW
BSW ist die Abkürzung für Bündnis Sahra Wagenknecht.
Sahra Wagenknecht ist eine deutsche Politikerin.
Sie hat die Partei im Januar 2024 gegründet.
SPD
SPD ist die Abkürzung für Sozialdemokratische Partei Deutschlands.
Die Grünen
Damit sind die Grünen knapp im Landtag.
Um in den Landtag zu kommen, braucht eine Partei mindestens 5 Prozent.
Die Linke
Die Linke kommt trotzdem in den Landtag, weil sie zwei Direkt-Mandate gewonnen hat.
Freie Wähler
Die Freien Wähler haben aber einen Wahl-Kreis gewonnen.
Das bedeutet, sie haben einen Sitz im Parlament.
Was die Wahl-Ergebnisse bedeuten
Die AfD hat fast genauso viele Stimmen wie die CDU.
Das ist besonders, denn: Der Verfassungs-Schutz in Sachsen sagt:
Die AfD ist rechtsextrem.
Rechtsextreme Menschen wollen nicht, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben.
Deshalb wollen die anderen Parteien nicht mit der AfD zusammenarbeiten.
Wahl-Beteiligung
Das heißt, sehr viele Menschen haben gewählt.
74,4 Prozent von den Menschen in Sachsen haben gewählt.
So viele Menschen haben in Sachsen nur bei der Landtags-Wahl im Jahr 1990 gewählt.
Damals haben 72,8 Prozent der Menschen in Sachsen gewählt.
Die CDU darf eine neue Regierung bilden
Die CDU kann nicht allein regieren.
Dafür hat sie nicht genug Stimmen.
Um allein regieren zu können, braucht eine Partei mindestens 50 Prozent der Stimmen.
Weil die CDU die meisten Stimmen bekommen hat, darf sie aussuchen, mit welcher Partei sie zuerst spricht.
Die Parteien überlegen dann, ob sie zusammenarbeiten wollen.
Michael Kretschmer ist seit 2019 Minister-Präsident in Sachsen.
Er ist in der Partei CDU.
Zuletzt hat die CDU mit der SPD und Die Grünen regiert.
Die Parteien haben zusammen nicht genug Stimmen für eine Mehrheit.
Eine Mehrheit braucht mindestens 50 Prozent der Stimmen.
Die CDU muss in Zukunft mit anderen Parteien zusammen regieren.
Es ist möglich, dass die CDU mit dem BSW und der SPD eine neue Regierung in Sachsen bildet.
Wenige Stimmen für SPD und FDP
Nur 7,3 Prozent der Menschen in Sachsen haben die SPD gewählt.
Nur 0,9 Prozent der Menschen in Sachsen haben die FDP gewählt.
So wenig Stimmen hatte die FDP noch nie bei einer Landtags-Wahl.
Für eine Mehrheit sind 60 Sitze notwendig.
Rechnerisch sind diese Koalitionen möglich für eine neue Regierung in Sachsen:
- CDU, BSW und SPD hätten 66 Sitze.
- CDU, BSW und Grüne hätten 63 Sitze.
- CDU, BSW und Linke hätten 62 Sitze.
- CDU, SPD, Grüne und Linke hätten 63 Sitze.
- CDU und AfD hätten 81 Sitze.
Redaktionsschluss für diesen Text war am 2. September 14 Uhr.
Wichtige Worte sind fett.
Lange Worte sind mit einem Binde-Strich getrennt.
In den Texten gibt es nur die männliche Form.
Also zum Beispiel: die Wähler.
Und nicht: die Wählerinnen und Wähler.
Gemeint sind damit aber alle Menschen.
Das Ziel: Der Text soll leicht zu lesen sein.