Rechtsstreit der "Nur noch ein einziges Mal"-Stars eskaliert
Rechtsstreit der Hollywoodstars:Blake Lively und Mann Ryan Reynolds verklagt
von Emina Mujagić
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Schauspieler und Regisseur Justin Baldoni verklagt seine Kollegin Blake Lively und ihren Mann Ryan Reynolds. Worum es dabei geht und welche Vorgeschichte die aktuelle Klage hat.
Vorwurf: Erpressung, Verleumdung, Vertragsbruch. Der Streit eskaliert weiter.17.01.2025 | 0:44 min
Justin Baldoni und Blake Lively sind die Charaktere des Films "Nur noch ein einziges Mal". Baldoni ist der Regisseur und Hauptdarsteller, Lively spielt die weibliche Hauptrolle. Seit letztem Jahr läuft ein Rechtsstreit, der kein Ende zu finden scheint.
Jetzt verklagt Justin Baldoni Blake Lively und deren Ehemann Ryan Reynolds. In einer 179-seitigen Anklageschrift wirft Justin Baldonis Team dem Hollywood-Ehepaar vor, es habe seinen Film gekapert und versucht, ihn mit falschen Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung zu zerstören.
Außerdem wirft Baldonis Team Lively und Reynolds zivilrechtliche Erpressung, Verleumdung und Verletzung der Privatsphäre vor. Sie klagen auf Schadensersatz in Höhe von mindestens 400 Millionen US-Dollar.
Baldoni: "Keine andere Wahl" gelassen
Am Ende ginge es hier nicht um zwei Berühmtheiten, die ihren Streit in der Öffentlichkeit austragen, heißt es in Baldonis Anklageschrift. Sondern um zwei der mächtigsten Weltstars, die ihre Macht ausgenutzt hätten, um den Film aus den Händen des Regisseurs und seiner Produktionsfirma zu klauen.
Und wenn der Tag im Gericht käme, würde eine Jury sehen, dass auch die mächtigste Berühmtheit die Wahrheit nicht verbiegen könne, so Baldonis Anwalt Bryan Freedman.
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"Toxisch": Der Streit begann am Filmset
Als der Film "Nur noch ein einziges Mal" im August 2024 in die Kinos kam, merkten Beobachter*innen, dass die Co-Stars Baldoni und Lively keine gemeinsamen Pressetermine wahrnahmen. Das sorgte für Spekulationen.
Und tatsächlich: Am 21. Dezember veröffentlichte die "New York Times" einen Artikel, der auf einer Anklageschrift von Blake Lively basiert. Darin wirft sie Baldoni sexuelle Belästigung am Set und eine "toxische" Arbeitsatmosphäre vor.
Außerdem habe Baldoni Menschen für einen "ausgeklügelten, koordinierten und gut finanzierten Vergeltungsplan" rekrutiert, um Lively zu "zerstören", falls sie mit ihren Erfahrungen am Set an die Öffentlichkeit gehen würde.
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Lively sieht "koordinierten Plan" zur Rufschädigung
Der Name von Baldonis PR-Managerin Melissa Nathan tauchte in der Beschwerde von Blake Lively wiederholt auf. Darin enthalten sind belastende Nachrichten, die Nathan, Baldoni und andere in der Causa ausgetauscht hatten.
Die "New York Times" berichtete darüber. Ein Anwalt des Regisseurs Baldoni wies die Behauptungen als "völlig falsch, empörend und absichtlich anzüglich" zurück.
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Krisentreffen während der Dreharbeiten
Laut Livelys Anklageschrift habe es im Januar 2024 ein Treffen gegeben. Hier habe man versucht auf Livelys Anschuldigungen einzugehen, um die Produktion des Films fertigzustellen. Geeinigt habe man sich u.a. auf folgendes:
Keine weiteren Diskussionen über Pornografie, sexuelle Erfahrungen oder Genitalien
Anwesenheit eines Intimitätskoordinators am Set bei Szenen von Lively und Baldoni
Kein Einfügen improvisierter Kuss- oder Sexszenen, die nicht im Drehbuch stehen
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Anfang Dezember noch war Baldoni beim "Vital Voices Solidarity Award" für sein Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter auf der ganzen Welt ausgezeichnet worden. Zwei Tage nach der Veröffentlichung des Artikels wurde die Auszeichnung wieder zurückgezogen.
Lively wandte sich nach Bekanntwerden der gerichtlichen Beschwerde über den Artikel an die Öffentlichkeit:
Ich hoffe, dass meine Klage dazu beiträgt, den Vorhang über diese finsteren Vergeltungstaktiken zu lüften, mit denen Menschen geschädigt werden, die über Fehlverhalten sprechen, und andere zu schützen, die zur Zielscheibe werden könnten.
„
Blake Lively, US-Schauspielerin
Der Gesamtkontext "fehle"
Zehn Tage nach Blake Livelys Anklageschrift haben Justin Baldoni und weitere Mitarbeiter*innen eine 250 Millionen Dollar schwere Klage gegen die "New York Times" eingereicht. Der Vorwurf: Der Artikel stütze sich ausschließlich auf Livelys "unbestätigte und eigennützige Erzählung". Lively habe eine Fülle an Beweisen außer Acht gelassen, die ihren Behauptungen widersprechen und ihre wahren Motive enthüllen würde.
Wenn die New York Times die Tausenden privaten Chats, die sie angeblich erhalten hatten, wirklich durchgelesen hätte, hätten ihre Reporter unwiderlegbare Beweise dafür gesehen, dass Lively und nicht die Kläger eine kalkulierte Verleumdungskampagne durchgeführt hatten.
„
Anklageschrift gegen die "New York Times" von Justin Baldoni
Baldoni will "Wahrheit erzählen"
Justin Baldoni will jetzt durch seine Klage gegen Lively und Reynolds vor Gericht "die Wahrheit" erzählen - und "einen Berg konkreter Beweise" vorlegen, "die Livelys Vorwürfe widerlegen". Mit ihren Vorwürfen überschatte Lively den ganzen Film, "der die Opfer häuslicher Gewalt ehren soll, indem er ihre Geschichte erzählt".
Quelle: dpa
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