Attacke in Fitnessstudio: Bundesanwaltschaft ermittelt

    Attacke in Fitnessstudio:Duisburg: Generalbundesanwalt ermittelt

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    Nach der Attacke in einem Duisburger Fitnessstudio hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es gebe Anhaltspunkte für eine möglicherweise islamistische Motivation.

    Nordrhein-Westfalen, Duisburg: Polizisten stehen nach einer Attacke in einem Fitnessstudio in der Innenstadt im Eingangsbereich des Studios. Archivbild
    Polizisten stehen nach einer Attacke in einem Fitnessstudio in der Duisburger Innenstadt im Eingangsbereich des Studios.
    Quelle: dpa

    Nach der blutigen Attacke in einem Duisburger Fitnessstudio hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Grund sei die besondere Bedeutung des Falls, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.
    Es gebe Anhaltspunkte für eine möglicherweise islamistische Tatmotivation. Weitere Auskünfte würden derzeit nicht erteilt, die Ermittlungen dauerten an. Am Donnerstag hatte die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft darüber informiert, dass der mutmaßliche Täter nun auch im Verdacht stehe, einige Tage zuvor in der Nähe des Fitnessstudios einen Menschen tödlich verletzt zu haben.
     Ein Gefangenentransporter der Polizei fährt am Amtsgericht in Duisburg vor.
    Der mutmaßliche Messerangreifer vom Duisburger Fitnessstudio steht nun auch unter Verdacht, einige Tage zuvor einen 35-jährigen Mann getötet zu haben.27.04.2023 | 0:21 min
    Der 26 Jahre alte Syrer soll in der Nacht zum Ostersonntag einem Mann mehrere Stich- und Schnittwunden zugefügt haben. Der 35-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er einige Stunden später starb.

    Vier Verletzte nach Attacke in Duisburger Fitnessstudio

    In dem Fitnessstudio waren am Dienstag vergangener Woche vier Menschen schwer verletzt worden. Der Leitende Kriminaldirektor Peter Mosch hatte am Donnerstag im Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags gesagt, Hinweise auf weitere Taten des Beschuldigten gebe es im Moment nicht.
    Rechts im Bild ein Polizeiauto, links der Eingang zu einem John-Reed-Fitnessstudio.
    Nach der Messerattacke in einem Duisburger Fitnessstudio am Dienstag hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 26-Jährige soll vier Menschen schwer verletzt haben.23.04.2023 | 0:19 min
    Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Spezialeinheiten der Polizei hatten ihn in der Nacht zum Sonntag nach Hinweisen von zwei Bekannten in seiner Wohnung in der Nähe des Fitnessstudios festgenommen. Er schweigt zu den Vorwürfen.
    Seine mutmaßlichen Motive seien weiter unklar, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) im Innenausschuss in Düsseldorf. Das Schweigen des Verdächtigen sei "untypisch für einen Attentäter, der seine Tat einordnen will" und auch für einen Amoktäter, der aus seiner Sicht nichts mehr zu verlieren habe.

    Hinweise auf Terroranschlag

    Am Dienstag hatten die Ermittler den Verdacht geäußert, dass es sich bei der Messerattacke in dem Fitnessstudio um einen Terroranschlag gehandelt haben könnte. Es gebe Hinweise auf eine islamistische Motivation des festgenommenen Syrers, hatten Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft mitgeteilt.
    Ein Polizist mit Blaulicht auf der Straße vor einem Fitnesstudio.
    Nach der Attacke in einem Duisburger Fitnessstudio mit vier Schwerverletzten suchte die Polizei zunächst nach demTatverdächtigen.19.04.2023 | 0:18 min
    Dies habe die Auswertung des Mobiltelefons des Verdächtigen ergeben. Die Behörden standen schon länger in Kontakt mit der Bundesanwaltschaft.
    Nach früheren Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte der Syrer im April 2016 einen Asylantrag in Deutschland gestellt. 2018 sei er in zwei Fällen wegen geringfügiger Vermögensdelikte aufgefallen. Beide Verfahren seien eingestellt worden.
    Quelle: dpa

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