Republikaner Johnson bleibt Chef im US-Repräsentantenhaus
Trump-Unterstützer:Johnson bleibt Chef im US-Repräsentantenhaus
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Der Republikaner und Trump-Getreue Mike Johnson ist als Sprecher des US-Repräsentantenhauses wiedergewählt worden. Zuvor mussten allerdings Parteikollegen umgestimmt werden.
Der Republikaner Mike Johnson ist in den USA mit einer knappen Mehrheit als Vorsitzender des US-Repräsentantenhauses wiedergewählt worden. Er gilt als Befürworter Trumps.04.01.2025 | 1:44 min
Nach einer Zitterpartie ist der Republikaner Mike Johnson am Ende doch als Vorsitzender des US-Repräsentantenhauses wiedergewählt worden. Der 52-Jährige wurde im ersten Wahlgang in dem mächtigen Amt bestätigt. Das Ergebnis kam allerdings erst nach einer dramatischen Wende zustande.
Zwei Abgeordnete änderten Votum in letzter Minute
Zwei republikanische Abgeordnete stimmten zunächst gegen Johnson, was eine Niederlage andeutete. Die Abstimmung wurde jedoch zunächst nicht formal beendet und ein Ergebnis nicht offiziell verkündet. Stattdessen gab es am Rande des Plenarsaales Gespräche mit den parteiinternen Abweichlern, die daraufhin in letzter Minute ihr Votum änderten.
Der Getreue des designierten Präsidenten Donald Trump bleibt somit die Nummer drei der staatlichen Rangfolge nach dem US-Präsidenten und dessen Vize.
Mike Johnson ist Jurist und ehemaliger Radiomoderator aus Louisiana. Seit 2017 sitzt er im US-Repräsentantenhaus. Der vierfache Vater ist evangelikaler Christ und gehört zur religiösen Rechten. Inhaltlich ist er ein Hardliner, tritt aber stilistisch moderater auf als andere.
Johnson ist ein loyaler Trump-Anhänger und unterstützte 2020 Trumps juristische Bemühungen, den Wahlausgang anzufechten. Zudem gehörte er zu Trumps Verteidigerteam im Amtsenthebungsverfahren.
2023 stieg Johnson zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses auf und musste sich im Rekordtempo darin beweisen, die zersplitterte Fraktion der Republikaner zusammenzuhalten.
Trump-Lob hilft Johnson zur Wiederwahl
Johnson musste wegen der knappen Mehrheit der Republikaner und interner Spannungen um seine Wiederwahl bangen. Die zersplitterte Fraktion im Repräsentantenhaus kämpft regelmäßig um Macht. Johnson trat im Oktober 2023 die Nachfolge von Kevin McCarthy an - dieser war zuvor von radikalen Republikanern gestürzt worden. McCarthy hatte sich weniger als ein Jahr im Amt halten können - er brauchte 15 Wahlgänge, um gewählt zu werden.
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Auch Johnson hatte Mühe, die Fraktion hinter sich zu versammeln. Er hoffte auf den Beistand von Trump, der immensen Einfluss auf seine Partei hat. Trump hatte Johnson vor dem Votum als "guten, hart arbeitenden, religiösen Mann" gelobt und ihm seine "komplette und totale" Unterstützung ausgesprochen.
X-Beitrag von Mike Johnson:
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John Thune zum Mehrheitsführer im US-Senat gewählt
Die Wahl des Vorsitzenden war der erste Tagesordnungspunkt in der konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Repräsentantenhauses. Parallel zur US-Präsidentenwahl Anfang November waren alle Sitze in der Kongresskammer neu besetzt worden, außerdem stand etwa ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Die beiden Kammern tagten nun erstmals jeweils in neuer Konstellation.
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Im Senat wählten die Abgeordneten wie erwartet John Thune zum Mehrheitsführer. Die amtierende US-Vizepräsidentin Kamala Harris vereidigte in ihrer Rolle als Senatspräsidentin die neu gewählten Mitglieder der Kammer.
Die Republikaner hatten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus bei der US-Wahl verteidigt und sich auch die Mehrheit im Senat gesichert. Trump bekommt damit viel politischen Spielraum im Parlament. Er wird am 20. Januar als Präsident vereidigt.
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