Fußball-EM: DFB-Elf zündet mit Ungarn-Sieg Euphorie-Rakete
2:0 der DFB-Elf gegen Ungarn:Euphorie mit neuem Song und Nagelsmann-Outfit
von Frank Hellmann
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Deutschlands Nationalmannschaft reißt bei der EM 2024 die Fans auch gegen Ungarn mit. Das Achtelfinalticket ist gelöst - und der Bundestrainer ziemlich ungewöhnlich gekleidet.
Heißer Dank an die Fans: Pascal Groß, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Robert Andrich feiern.
Quelle: Imago
Es muss ja nicht immer "Major Tom" sein, der mit seinem völlig losgelösten Klassiker aus den Lautsprechern scheppert. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat eine ganz andere Präferenz, die in der Stuttgarter Arena zu hören war, bevor die deutsche Nationalmannschaft mit einem hochverdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Ungarn vorzeitig das Ticket fürs Achtelfinale der EM 2024 löste.
"Erfolg ist kein Glück" von Kontra K spielte die Regie diesmal im Vorlauf, was für Nagelsmann die perfekte Metapher ergab. "Ich höre das Lied ganz gerne, weil extrem viel Wahrheit darin steckt", sagte der 36-Jährige später in der Pressekonferenz.
Der Song handelt von Blut, Schweiß und Tränen, die DFB-Auswahl bemüht derzeit Arbeit, Geduld und Können.
Ilkay Gündogan überragt
Dank Toren von Jamal Musiala (22. Minute) und Kapitän Ilkay Gündogan (67.) ist die Hochstimmung gar nicht mehr einzufangen. "Gefühlt wird es immer besser", sagte der überragende Anführer Gündogan und meinte:
Das haben wir super gemacht, so kann es weitergehen.
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Ilkay Gündogan, Kapitän der DFB-Elf
Nagelsmann im Fan-Outfit
Toni Kroos legte eine Portion Zuversicht obendrauf: "Wir haben Widerstände überwunden. Wir sind in der Lage, das Land anzuzünden."
Tatsächlich dürfte die Welle der Begeisterung noch ansteigen, denn in Stuttgart setzte sich die in München begonnene Feierstunde nahtlos fort. Der nach Spielschluss Handküsschen auf die Ränge verteilende Bundestrainer hatte nicht viel zu bemängeln. "Das Spiel muss man erstmal gewinnen", sagte Nagelsmann, der sich nach dem Erfolg wie ein Fan kleidete. Schwarze Hose, weißes Trikot.
Stippvisite auf der Tribüne: Julian Nagelsmann.
Quelle: Imago
Er habe dafür einen "recht pragmatischen Grund", sagte er bei "MagentaTV". Er schwitze immer sehr - für die Rückfahrt ins Teamquartier nach Herzogenaurach habe sich der Klamottenwechsel deshalb einfach angeboten.
Die Spielfreude erinnert fast an die WM 2014
Warum nicht, wenn einer mit seinem Schwung, seiner Unbekümmertheit, seinem Tatendrang die jahrelang über dem Aushängeschild hängende dunkle Wolke vertrieben hat. "Wir haben eine reife Leistung gezeigt - im November vergangenen Jahres hätten wir das Spiel nicht gewonnen", sagte der 36-Jährige.
Mit Anerkennung, aber ohne Euphorie: So sieht die internationale Presse das 2:0 der DFB-Elf bei der Fußball-EM 2024 gegen Ungarn.
Das dritte Gruppenspiel gegen die Schweiz in Frankfurt (Sonntag, 21 Uhr) soll dennoch mehr als ein Härtetest für die K.-o.-Runde werden. Nagelsmann sieht Platz eins als wichtig an, "weil das eine Wirkung nach innen und nach außen hat." Zudem könnte es sein, im Achtelfinale "nicht den Riesenbrocken zu bekommen".
Gruppensieg das erklärte Ziel für DFB-Elf
Die DFB-Auswahl würde als Sieger der Gruppe A auf den Zweiten der England-Gruppe, mutmaßlich also Slowenien, Dänemark oder Serbien treffen. Den Klassiker gegen England analog zur missglückten EM 2021 braucht Nagelsmann im Achtelfinale bestimmt nicht.
Sein Ensemble wird international gerade hochgeachtet, weil es ein effektives Gegenpressing beherrscht und mit enormer Kreativität ins letzte Drittel kommt.
Musiala und Gündogan die Torschützen
Das 1:0 fiel, als der überragende Gündogan sich mit einem leichten Rempler gegen den stolpernden Willi Orban durchsetzte, sodass für Musiala der Weg zu seinem zweiten EM-Tor frei war.
Beim 2:0 kombinierte sich die deutsche Elf nach Herzenslust bis in den Strafraum, wo Gündogan seinen 19. Treffer im DFB-Dress anbrachte. Wohl nie hat der gebürtige Deutsch-Türke mehr Wertschätzung erfahren als mit 33 Jahren.
"Oh, wie ist das schön", trällerte das fröhliche Publikum im Neckarpark in Mickie-Krause-Manier. Und die mächtig in Wallung gebrachten Menschen entliehen sich auch einen eigentlich nur für den DFB-Pokal geltenden Klassiker: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!"
Allzu übermütige Anhänger sollten nur bedenken, dass bis zum EM-Finale in der Hauptstadt am 14. Juli noch deutlich höhere Hürden warten. Nagelsmann beschied, nicht mitzusingen. Aber: "Die Fans dürfen von allem träumen. Wir müssen weiter unseren Job machen."
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