Hetze gegen Henrichs: Rose für Gefängnisstrafen

    Nach Hetze gegen Henrichs:Rose fordert Gefängnisstrafe für Hass im Netz

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    Nationalspieler Benjamin Henrichs ist Opfer von Internet-Hetze geworden. Sein Trainer Marco Rose fordert ein massiveres Vorgehen gegen die Täter.

    Leipzigs Trainer Marco Rose
    Leipzigs Trainer Marco Rose plädiert für härtere Strafen gegen Menschen, die Hass und Rassismus im Netz verbreiten. (Archivbild)
    Quelle: dpa

    Nach den massiven Anfeindungen gegen Nationalspieler Benjamin Henrichs hat sich RB Leipzigs Trainer Marco Rose für ein härteres Eingreifen des Staats gegen Hetze im Internet ausgesprochen.

    Rose für "drakonischere Strafen"

    "Ich habe den Eindruck, dass man drakonischere Strafen verhängen sollte, dass sich der Staat Gedanken machen sollte. Indem man solche Kameraden einfach mal für ein paar Tage aus dem Verkehr zieht", sagte Rose am Freitag, "und ein paar Tage wegsperrt, dann würde man dort möglicherweise den einen oder anderen zum Nachdenken anregen, sich wie ein normaler, sozialer Mensch zu verhalten".
    Henrichs hatte nach dem Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund Einblick in seine persönlichen Nachrichten in den sozialen Netzwerken gegeben. Dort waren der 26-Jährige und seine Familie massiv rassistisch und antisemitisch angefeindet worden. "Wir leben in einer Gesellschaft, wo jeder im Netz Hass und Rassismus verbreiten kann", schrieb Henrichs.
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    RB Leipzig dominiert gegen Borussia Dortmund eine Halbzeit lang nach Belieben. Der BVB bleibt blass - und kommt dennoch um ein Haar zum Ausgleich.05.04.2023 | 5:53 min

    Rose: Wichtig, dass man "sich gegen Rassismus und Hass im Netz stellt"

    Der Defensivspieler bekommt nach dpa-Informationen öfter Hassnachrichten, in dieser Geballtheit wie nach dem Dortmund-Spiel allerdings noch nie. Henrichs, der nun rechtliche Schritte in Erwägung zieht, möchte sich öffentlich dazu nicht weiter äußern. Rose stellt sich wie der Klub vor seinen Spieler.

    Es ist ganz wichtig, dass man immer wieder Zeichen setzt und sich gegen Rassismus und Hass im Netz stellt.

    Marco Rose

    "Es ist anonym, feige, aus dem Wohnzimmer, aus dem Schlafzimmer, aus dem Klo einfach Parolen loszulassen", erklärte der Trainer weiter. Roses Befürchtung ist allerdings, dass man das zum Thema mache, "aber zwei Tage später ist es vergessen. Wie so viele Dinge, wenn es um Grundsätzliches geht".
    Quelle: dpa

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