Endometriose: Millionen für die Erforschung der Krankheit
Millionen an Forschungsgeldern:Endometriose soll besser erforscht werden
|
Heftige Krämpfe und Unterleibsschmerzen sind oftmals Anzeichen für Endometriose. Die Krankheit bleibt oft Jahre unentdeckt und ist kaum erforscht. Fünf Institute sollen das ändern.
Endometriose bedeutet oftmals starke Schmerzen und Einschränkungen im Alltag.
Quelle: iStock Jelena Stanojkovic
Als einer von fünf Forschungsverbünden erhält der Tübinger Verbund "Endo-Relief" in den kommenden drei Jahren 3,5 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium für Grundlagenforschung im Bereich der Endometriose.
Der Verbund besteht aus mehreren Instituten, Zentren sowie Forscherinnen und Forschern des Universitätsklinikums Tübingen und dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut in Reutlingen, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik und der Universität Tübingen.
Seit zwölf Jahren lebt Sarah mit der unheilbaren Erkrankung Endometriose. Sie konnte sich ihren Kinderwunsch trotz chronischer Schmerzen erfüllen.27.03.2023 | 15:35 min
"Endo-Relief" soll unter anderem herausfinden, warum und wie Endometriose entsteht und wie sie zu Organschäden führt. Endometriose ist eine gynäkologische Erkrankung mit sehr unterschiedlichen Symptomen. Sie werde deshalb häufig als "Chamäleon der Gynäkologie" bezeichnet.
Bei den Betroffenen siedle sich krankhaftes Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnle, außerhalb der Gebärmutter an. Dieses Gewebe könne umliegende Organe befallen, zu chronischen Entzündungen, Vernarbungen und Verwachsungen führen.
Während die Krankheit bei etwa der Hälfte Frauen ohne Symptome verläuft, hat die andere Hälfte starke Schmerzen. Endometriose kann zu Unfruchtbarkeit führen und sich auf den Hormonhaushalt und das Immunsystem auswirken.
Biodatenbank und Testung neuer Therapieformen
Die Tübinger Forscher rund um Professor Bernhard Krämer wollen die Endometriose und ihre Ursachen in vier Teilprojekten erforschen. Zentral ist dabei der Aufbau einer Biodatenbank, in der Patienteninformationen in anonymisierter Form analysiert werden sollen.
Wie entstehen Endometrioseherde? Und was hilft gegen Schmerzen? Eure Fragen zum Thema beantworten der Experte Prof. Dr. Thomas Römer und Mai.05.03.2023 | 16:27 min
Außerdem sollen (Stamm-)Zellen bestimmter Gewebetypen in Zellkulturen auf einem Chip angesiedelt werden. Hieraus entstehe dreidimensionales Gewebe, an dem neue Endometriose-Therapieformen getestet werden könnten.
Auch soll untersucht werden, welchen Einfluss alle Mikroorganismen im Körper auf Entstehung der Entzündungen durch die Endometriose haben.
Grundlagenforschung zu Schmerzen und Unfruchtbarkeit
Die übrigen vier Forschungsverbünde befassen sich mit der Erforschung von Endometriose-Schmerzen (Charité Berlin), dem Zusammenhang zwischen Endometriose und Unfruchtbarkeit (Universität Münster), dem ganzheitlichen Verständnis der Endometriose-Ursachen (Uni Ulm) sowie der Frage, wie die Mechanismen, die zu Schmerz und weiteren mit Schmerz in Verbindung stehenden Symptomen führen, funktionieren (auch Universität Münster).
Um dir eine optimale Website der ZDFmediathek, ZDFheute und ZDFtivi präsentieren zu können, setzen wir Cookies und vergleichbare Techniken ein. Einige der eingesetzten Techniken sind unbedingt erforderlich für unser Angebot. Mit deiner Zustimmung dürfen wir und unsere Dienstleister darüber hinaus Informationen auf deinem Gerät speichern und/oder abrufen. Dabei geben wir deine Daten ohne deine Einwilligung nicht an Dritte weiter, die nicht unsere direkten Dienstleister sind. Wir verwenden deine Daten auch nicht zu kommerziellen Zwecken.
Zustimmungspflichtige Datenverarbeitung • Personalisierung: Die Speicherung von bestimmten Interaktionen ermöglicht uns, dein Erlebnis im Angebot des ZDF an dich anzupassen und Personalisierungsfunktionen anzubieten. Dabei personalisieren wir ausschließlich auf Basis deiner Nutzung der ZDFmediathek, der ZDFheute und ZDFtivi. Daten von Dritten werden von uns nicht verwendet. • Social Media und externe Drittsysteme: Wir nutzen Social-Media-Tools und Dienste von anderen Anbietern. Unter anderem um das Teilen von Inhalten zu ermöglichen.
Du kannst entscheiden, für welche Zwecke wir deine Daten speichern und verarbeiten dürfen. Dies betrifft nur dein aktuell genutztes Gerät. Mit "Zustimmen" erklärst du deine Zustimmung zu unserer Datenverarbeitung, für die wir deine Einwilligung benötigen. Oder du legst unter "Einstellungen/Ablehnen" fest, welchen Zwecken du deine Zustimmung gibst und welchen nicht. Deine Datenschutzeinstellungen kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in deinen Einstellungen widerrufen oder ändern.