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Tu deinen Mund auf für die Anderen

Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit

Alljährlich richten die über 83 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die „Woche der Brüderlichkeit“ aus. Im Jahr 2020 steht die „Woche der Brüderlichkeit“ unter dem Motto „Tu deinen Mund auf für die Anderen“.

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43 min
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08.03.2020
Video verfügbar bis 08.03.2021

Seit 1968 verleiht der Deutsche Koordinierungsrat der 83 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit während der Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit zudem die Buber-Rosenzweig-Medaille. Ausgezeichnet werden Personen, Institutionen oder Initiativen, die sich insbesondere um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben.

Für Versöhnung und Toleranz

Preisträgerin der Buber-Rosenzweig-Medaille 2020 ist die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit am 8. März 2020 im Kulturpalast zu Dresden überreicht.

Buber-Rosenzweig-Medaille
Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Woche der Brüderlichkeit vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit an Persönlichkeiten vergeben, die sich um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben.
Quelle: Deutscher Koordinierungsrat e.V.

Der Deutsche Koordinierungsrat würdigt mit der Auszeichnung das entschiedene Eintreten Angela Merkels gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur. Mit großem Einsatz für Versöhnung und Toleranz hat sie dem Dialog der Kulturen und Religionen wichtige Anstöße gegeben. Als an höchster Stelle verantwortliche Politikerin ist sie Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt stets mit Entschlossenheit entgegen getreten und hat immer wieder die bleibende Verantwortung Deutschlands für die Verbrechen der Shoah betont.

Insbesondere im Rahmen der Beschneidungsdebatte hat Angela Merkel unter Verweis auf das grundgesetzlich garantierte Recht der Religionsfreiheit auf die Bewahrung des Rechts zur Beschneidung gedrungen. In der Debatte über den Umgang mit dem Holocaustleugner Richard Williamson forderte sie den damaligen Papst Benedikt XVI. mit Nachdruck zu einer Klarstellung seiner Position auf. Und wiederholt erklärte sie in den vergangenen Jahren, dass in Verantwortung vor der Geschichte Deutschlands die Sicherheit Israels zur Staatsräson Deutschlands gehöre.

Kulturpalast Dresden
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