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100 Jahre Berlinograd. Der russische Mythos an der Spree

Eine Matrjoschka-Puppe steht auf einem Stadtplan von Berlin im Freien

Überall in Berlin wird Russisch gesprochen. Es sind nicht nur russische Touristen, es sind hunderttausende Menschen, die nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 ihre frühere Heimat verließen.

Datum:
19.06.2021
Verfügbarkeit:
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Kulturdokus

Ein spinnenartiger kleiner Roboter mit vielen Kabeln und Drähten sitzt vor einer Keyboard-Tastatur und drückt mit einem seiner Greifarme auf eine Taste. Als Kopf hat er einen kleinen Bildschirm, auf dem sein lachendes Gesicht zu sehen ist. Der Hintergrund ist unscharf, auf einem Bildschirm ist eine bunte Computeranimation zu erkennen.

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3sat Kulturdoku - Futur Wir (1): Wer wollen wir sein 

Maria Popov fragt wie wir Vielfalt leben möchten. Sie spricht mit Max Czollek, Hendrik Bolz, Apsilon und Düzen Tekkal. Ist es möglich über Zugehörigkeit selbst zu entscheiden?

22.10.2022
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Berlin galt und gilt als Zufluchtsort im Westen, wo politische, religiöse und sexuelle Freiheit gelebt werden kann. Schon einmal, vor 100 Jahren, verließen Hunderttausende russischsprachiger Menschen aus dem zerfallenen Zarenreich freiwillig oder gezwungenermaßen ihr Land, auf der Flucht vor Lenins Oktoberrevolution und dem darauffolgenden Bürgerkrieg, vor Not und politischer Verfolgung. Damals wie heute waren viele Intellektuelle, Kunstschaffende, Dichterinnen und Dichter, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Musikerinnen und Musiker darunter.

Insgesamt fünf Wellen russischsprachiger Migration zählt Dr. Tsypylma Darieva vom Berliner Zentrum für Osteuropäische und Internationale Studien (ZOIS) in den letzten 100 Jahren. Das weltoffene Berlin ist inzwischen zur neuen, nicht nur vorübergehenden Heimat von Menschen geworden, deren gemeinsame Vergangenheit wesentlich durch die Sowjetunion geprägt wurde. Bei den einen hat die gemeinsame (Kriegs-)Geschichte traumatische Spuren in der Biografie hinterlassen, bei den anderen eine nostalgische Sehnsucht nach der früheren Ordnung und Orientierung an sowjetischen Lebenswelten

Ein russisches Jahrhundert im Westen

Neben einem kurzen historischen Rückblick auf die russischen 1920er-Jahre in Berlin stellt die Dokumentation heutige Berliner russophone Kulturschaffende vor, die seit ihrer Einreise in den 1990er-Jahren sprachlich und persönlich in der deutschen Aufnahmegesellschaft angekommen sind. Viele von ihnen verdienen als kreative Freiberufler ihren Lebensunterhalt und tragen auf eigene, spannende Weise zur intellektuellen und künstlerischen Vielfalt Berlins bei. Sie engagieren sich beruflich häufig in Beziehung zu ihrem früheren Heimatland und haben damit eine wichtige Mittlerfunktion zwischen Ost und West.

Seit der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 flüchten vermehrt russischsprachige Intellektuelle nach Berlin, weil sie der Hetzjagd auf Andersdenkende und der politisch-strafrechtrechtlichen Verurteilung in der Heimat entgehen wollen. Darunter sind auch Homosexuelle und Journalistinnen und Journalisten, die sich gesellschaftlich in Russland bereits einen Namen gemacht haben. Sie haben eigene, zivilgesellschaftliche, politisch engagierte Klubs und Vereine in der Stadt gegründet. Neben ihnen kommt auch ein offizieller Vertreter vom Russischen Haus der Kultur an der Berliner Friedrichstraße zur Kulturpolitik seines Landes zu Wort. Die Dokumentation eröffnet damit eine Kontroverse innerhalb des russischsprachigen Berlins.

Unsere Kultursendungen

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Alles rund um Pop Around the Clock - Videos, Songlisten und Künstlerinfos im Überblick, wann und wo Du willst! Darunter P!nk, Sarah Connor, The Rolling Stones, Depeche Mode und Coldplay.

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Wenn vier Kinobegeisterte über ihr Lieblingsthema reden: Steven Gätjen, Anne Wernicke sowie das Ehepaar Silke und Daniel Schröckert reden sich zu Themen aus der Film- und Serienwelt die Köpfe heiß.

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Musik, Kino, Kunst, Literatur, Diskussionen - die ganze Vielfalt von Kultur, abgebildet und aufbereitet in Dokumentationen aus fernen und heimischen Gefilden. Bildung pur.

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Das Kulturmagazin bietet das Beste aus Kunst und Kultur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Täglich mit aktuellen Berichten, Gesprächen und Diskussionen zu den Themen des Tages.

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Die Diskussionssendung bietet Muslimen in Deutschland die Möglichkeit, ihre Erfahrungen in das gesellschaftliche Gespräch einzubringen. Muslime erklären ihre Religion, erzählen von ihrem Alltag.

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