Fußball-EM: Wie die Fans die EM zu einer großen Party machen
Spaghetti, Saxophon und Stimmung:Wie die Fans die EM zur großen Party machen
von Kai Remen
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Die EM ist bislang ein Erfolg - auf und neben dem Platz. Das liegt vor allem an den Fans aus aller Welt. Ein Überblick über einige der besten Momente und die Stimmung im Land.
Ob auf den Stadionrängen, im Kleingartenverein, am Bartresen oder in den Fanzonen - die Freude über den Sport und das Turnier ist greifbar. Der Grund dafür sind die Hunderttausenden Fans aus aller Welt.
... sehen Sie in der Dokumentation: "EM-Partyzone Deutschland: So feiern Fußball-Fans" - um 17:05 Uhr im ZDF oder jederzeit in der ZDF-Mediathek.
Niederländer färben die Straßen orange
Wer sich davon überzeugen will, braucht nur einen Blick ins Netz zu werfen. Neben den Meinungen Tausender selbsternannter Fußballexperten, die taktisch ja eh viel mehr Ahnung hätten als der Bundestrainer, lassen sich dort die schönsten Fanmomente fast live mitverfolgen. Ein Bild dieser EM ist orange. Zehntausende Niederländer ziehen durch die Straßen und springen gemeinsam zum gleichnamigen Song "Nach links, nach rechts". Dass dieser bereits neun Jahre alt ist, ist dabei auch egal.
Und auch unsere Nachbarn aus Österreich haben allen Grund zu feiern. Als eine der Überraschungen steht ihr Team inzwischen im Achtelfinale. Vielleicht auch, weil viele Österreicher extra nahe der Austragungsorte gecampt hatten, um ihre Mannschaft zu unterstützen.
Schotten sorgen für Biernotstand und Kilt-Boom
Für weitere Momente, die in einem solchen Potpourri nicht fehlen dürfen, sorgte vor allem die selbsternannte "Tartan Army". Die Fans der schottischen Nationalmannschaft machten bereits vor den ersten Spieltagen mit kuriosen und empathischen Momenten von sich reden.
Zu Dudelsackklängen zog es zehntausende Kiltträger nach München, um das Eröffnungsspiel zu verfolgen. Im Gepäck hatten die Fans offenbar Feierlaune. Wie die Zeitung "Sun" berichtet, waren zwischenzeitlich die Biervorräte einiger Lokale leergetrunken - und das ausgerechnet in Bayern.
Die klare Niederlage der Schotten hielt deren Fans auch nicht von schönen Gesten ab. So machten schnell Videos die Runde, in denen einige Fans ältere Damen mit Schirm durch den Regen eskortierten. Kein Wunder, dass inzwischen eine Petition mit mehr als 50.000 Unterstützern fordert, es möge doch jährlich ein Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Schottland geben. Die Bierbrauer würde es freuen und die Nachfrage nach dem traditionellen Kilt ist in den letzten Wochen auch explodiert.
Die Fans der schottischen Nationalmannschaft haben mit ihrer Kleidung einen neuen Boom ausgelöst. Die Nachfrage nach dem traditionellen Kilt ist sprunghaft angestiegen.27.06.2024 | 2:00 min
Fanzonen und Neckereien
Das Zusammenkommen, das Feiern des Sports, das Mitfiebern mit dem eigenen Team - all das macht diese EM aus. Dafür sorgen auch die großen Fanzonen, die trotz einiger Unwetter-Sperrungen einen riesigen Ansturm erfahren. In Berlin vor dem Brandenburger Tor wird für das Achtelfinalspiel der DFB-Elf mit einem solchen Andrang gerechnet, dass die Fanzone kurzerhand erweitert werden musste.
Aber auch an anderen Orten ist die Stimmung ausgelassen, weil die Fans untereinander immer wieder auf neue Ideen kommen. Albanische Fans zerbrechen scherzhaft provokant vor den Augen italienischer Fans eine Packung Spaghetti. Vielleicht muss man das als amtierender Europameister aushalten. Ein Österreicher hält vor dem Spiel gegen Frankreich das Plakat hoch mit der Aufschrift "Schnitzel better than Baguette" und ein Schweizer Fan lässt es sich selbst in der Fanzone nicht nehmen, sein Käsefondue zu genießen.
Turnierdirekter ist "sehr, sehr zufrieden"
All das kommt auch bei den Verantwortlichen an. Turnierdirektor Philipp Lahm zeigt sich im exklusiven Gespräch mit ZDF sehr zufrieden und glücklich, dass im Herzen von Europa die Menschen zusammenkommen würden.
Ich sehe, wie die Menschen zu uns kommen, wie gemeinsam gefeiert wird, dass die Menschen Spaß haben, gemeinsam etwas erleben, was in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist.
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Philipp Lahm, Turnierdirektor UEFA Euro 2024
Das Gemeinsame steht im Mittelpunkt und so sind es nicht die großen produzierten Pop-Hits, die den Sound dieser EM prägen. Die Musik, sie zieht sich als Stimmungsmacher durch alle Fanlager und Städte. Seien es schaukelnde Kroaten, gemeinsam mit der Polizei tanzende Albaner oder ein ehemaliger deutscher Lehrer, der mit seinem Saxophon die Menge anheizt.
Es könnte kaum passender sein, dass bereits vor dieser EM den Fans klar war, was ihre Torhymne sein soll. Es ist das Motto der vergangenen zwei Wochen: "völlig losgelöst".
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