Weniger Pomp: So soll ein Papst künftig beerdigt werden
Weniger Pomp, weniger Särge:Franziskus macht Papst-Beerdigung einfacher
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Prächtige Papst-Beerdigungen sind in Rom Tradition. Nun hat Franziskus die Zeremonie vereinfacht. Für ihn und seine Nachfrolger wird es weniger Pomp und weniger Särge geben.
Tritt bescheidener als seine Vorgänger auf: Papst Franziskus (Archivbild)
Quelle: dpa/ Andrew Medichini
Papst Franziskus hat eine grundlegende Änderung der Trauer-Zeremonien für Päpste genehmigt. Damit treten im Falle des Todes eines Papstes mehrere Neuerungen in Kraft:
Vereinfachte Riten sollen etwa die Rolle des Pontifex als einfacher Bischof betonen.
Das aktualisierte liturgische Buch ermöglicht eine Bestattung außerhalb des Vatikans.
Franziskus erklärte bereits mehrfach, nicht im Vatikan bestattet werden zu wollen.
Vatikanische Medien veröffentlichten Details des überarbeiteten liturgischen Buches mit dem lateinischen Titel "Ordo Exsequiarum Romani Pontificis". Franziskus genehmigte es demnach bereits im April.
Der erneuerte Ritus unterstreicht, dass die Beerdigung des Papstes die eines Hirten und Jüngers Christi ist und nicht die eines mächtigen Mannes dieser Welt.
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Zeremonienmeister Diego Ravelli gegenüber "Vatican News".
Franziskus wünscht sich Beisetzung in Rom
Franziskus wird im Dezember 88 Jahre alt. In der Vergangenheit hatte der gebürtige Argentinier bereits mit dem Zeremonienmeister vereinbart, das päpstliche Begräbnisritual zu überarbeiten und zu vereinfachen.
Vergangenes Jahr sagte er, er wolle in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom bestattet werden - und nicht, wie eigentlich üblich, in den vatikanischen Grotten unter dem Petersdom. Er erklärte damals, "wie jeder Christ" behandelt werden zu wollen.
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Was im Detail geplant ist:
Die Änderungen des liturgischen Buches sehen im Detail eine teils deutliche Straffung von bestimmten Zeremonien und Schritten im Protokoll vor. Unter anderem ist geplant, dass
der Leichnam künftig direkt in einem einfachen Holzsarg aus Zypresse im Petersdom ausgestellt wird - und nicht wie zuvor frei liegend auf einem Katafalk (eine Art Podest) aufgebahrt.
nach der Feststellung des Todes in der Privatkapelle (und nicht mehr im Papstzimmer) der verstorbene Pontifex in einen Holzsarg (und nicht in zwei) mit einem inneren Zinksarg gelegt wird.
er in diesem beigesetzt wird - und nicht wie zuvor üblich in drei ineinander passenden Särgen aus Zypresse, Blei und Eiche.
Auch einige weitere Schritte im Protokoll hat Franziskus in der Überarbeitung gestrichen.
Vor der Änderung wurde der Papst ohne Sarg aufgebahrt. Wie hier Johannes Paul II.
Quelle: Reuters
Franziskus für Verzicht auf Pomp bekannt
Seit Beginn seines Pontifikats im Jahr 2013 legt Franziskus großen Wert darauf, Bescheidenheit zu zeigen und auf den traditionellen päpstlichen Pomp zu verzichten. Anders als seine Vorgänger wohnt er im vatikanischen Gästehaus Santa Marta, statt im prunkvollen Apostolischen Palast unweit des Petersdoms.
Bei Reisen verzichtet er auf große Dienstwagen und wird in Autos der italienischen Automobilmarke Fiat umhergefahren.
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