Rede während der Amtseinführung:"Goldenes Zeitalter": Trump verkündet Agenda
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Nachdem er seinen Amtseid abgelegt hat, stellte US-Präsident Trump in seiner ersten Rede seine politischen Ziele vor. Er sprach Zölle, Militär an der Südgrenze und Frieden an.
"Das goldene Zeitalter beginnt jetzt", so Donald Trump bei seiner Amtseinführung. 20.01.2025 | 29:53 min
Der neue US-Präsident Donald Trump hat seinen Amtsantritt als historischen Wendepunkt für die Vereinigten Staaten bezeichnet. "Für US-Staatsbürger ist der 20. Januar 2025 der Tag der Befreiung", sagte der Republikaner nach seiner feierlichen Vereidigung im Kapitol in der US-Hauptstadt Washington.
Das goldene Zeitalter Amerikas beginnt genau jetzt.
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Donald Trump, US-Präsident
Die Wahl im vergangenen November werde als die "größte und folgenreichste" in die Geschichte der USA eingehen, sagte Trump. Sein Wahlsieg habe gezeigt, dass die "gesamte Nation" sich "rasant" hinter seine Agenda stelle, "mit einem dramatischen Anstieg der Unterstützung aus praktisch allen Teilen unserer Gesellschaft".
Amtsantritt von Donald Trump: das ZDF spezial20.01.2025 | 104:10 min
Trump will Militär an der südlichen Grenze
Der neue Präsident kündigte in seiner Rede an, das Militär an die Südgrenze der USA zu schicken. Sie sollten "die katastrophale Invasion in unser Land abwehren", sagte er.
Er werde die Regierung anweisen, die "volle und immense Macht" der Strafverfolgungsbehörden auf Bundes- und Landesebene zu nutzen, um die Präsenz aller ausländischen Banden und kriminellen Netzwerke zu beseitigen. Sie würden "verheerende Verbrechen" auf US-Territorium begehen.
Donald Trump ist offiziell als US-Präsident vereidigt worden. In seiner Antrittsrede kündigte er an, den Panamakanal zurückzuholen und aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten. 20.01.2025 | 2:52 min
Gleichzeitig wies Trump in der Rede auf die große Unterstützung von Minderheiten bei der Wahl hin. Schwarze, Latinos, und Amerikaner asiatischer Abstammung hätten ihn unterstützt, sagte Trump in der Rotunde des Kapitols und ergänzte:
Ich möchte Euch danken für die großartige Flut an Liebe und Vertrauen, die ihr mir mit Eurer Stimme entgegengebracht habt.
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Donald Trump, US-Präsident
Der Traum von Martin Luther King solle Realität werden, so Trump.
In einem ZDF-spezial analysieren wir die Antrittsrede von Donald Trump zusammen mit Politikwissenschaftlerin Liana Fix.20.01.2025 | 8:46 min
Außerdem betonte Trump, er werde eine Regierungspolitik beenden, die Hautfarbe, Ethnie und Geschlecht in "jedem Aspekt des öffentlichen und privaten Lebens" zum politischen Thema mache. Er werde eine Gesellschaft schmieden, die sich nicht an Hautfarbe orientiere, sondern an Leistung. Damit stellt sich Trump wie erwartet gegen politische Standards zur inklusiven Besetzung von Stellen und Behandlung von Angestellten.
Zölle gegen andere Länder
Trump will außerdem Zölle und Steuern gegen andere Länder verhängen, um so die amerikanischen Bürger zu entlasten. Beim Amtsantritt sagte er:
Es werden riesige Geldbeträge aus ausländischen Quellen in unsere Staatskasse fließen.
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Donald Trump, Präsident der USA
Am diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos nimmt Donald Trump nicht persönlich teil, seine erwartete Wirtschafts- und Handelspolitik bestimmt dennoch die inoffizielle Agenda.20.01.2025 | 3:30 min
Er werde sofort beginnen, das Handelssystem zu überarbeiten, "um amerikanische Arbeitnehmer und Familien zu schützen". "Der amerikanische Traum wird bald wieder da sein und blühen wie nie zuvor", sagte Trump. Details zu möglichen Importzöllen und betroffene Länder nannte er nicht.
Trump: Holen Panamakanal zurück
In seiner Rede erneuerte Trump auch die Ansprüche der USA auf den Panamakanal. "Wir holen ihn zurück", sagte Trump im Kapitol. Es sei eine Torheit gewesen, den Kanal an Panama zu geben. Es sei eines der teuersten Projekte der USA gewesen, 38.000 Menschen seien beim Bau gestorben, so Trump
Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump als 47. US-Präsident herrschte Ausnahmezustand in der Hauptstadt.20.01.2025 | 2:41 min
Trump will außerdem Soldaten ohne Corona-Impfung wieder in Dienst stellen. "Diese Woche werde ich alle Soldaten wieder einsetzen, die zu Unrecht aus unserem Militär ausgeschlossen wurden, weil sie sich der COVID-Impfpflicht widersetzt haben, und zwar mit voller Nachzahlung", sagte der US-Präsident.
Trump stellt Mars-Mission in Aussicht
Trump sprach auch davon, Menschen zum Mars schicken zu wollen. "Wir werden unser Schicksal zu den Sternen tragen" - und amerikanische Astronauten losschicken, um die US-Flagge auf dem Mars zu platzieren.
Zu Trumps engen Vertrauten gehört aktuell Tech-Milliardär Elon Musk, der mit seiner Weltraumfirma SpaceX schon lange das Ziel ausgab, Menschen auf den Mars zu bringen. Einen Zeitplan gibt es nicht. Musk, der bei der Amtseinführung dabei war, war nach Trumps Ankündigung mit einem breiten Lachen zu sehen.Trump sagte dabei auch, Amerika werde sich wieder als wachsende Nation verstehen, die ihr Territorium ausbaut.
Donald Trump ist erneut US-Präsident. In einem seiner ersten Schritte entließ er Regierungsmitarbeiter, über 1.000 weitere sollen folgen. Die Entwicklungen im Liveticker.
Liveblog
Quelle: dpa
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