Nach Spekulationen: Lukaschenko zurück in der Öffentlichkeit

    Spekulationen über Gesundheit:Lukaschenko zurück in der Öffentlichkeit

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    Etwa eine Woche lang war der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko von der Bildfläche verschwunden. Jetzt meldet er sich mit einem Termin beim Militär zurück.

    Alexander Lukaschenko im Gespräch mit Offizieren unter freiem Himmel
    Diese Aufnahme des belarussischen Präsidentenbüro zeigt Alexander Lukaschenko auf einem Stützpunkt der Luftstreitkräfte.
    Quelle: dpa/AP/Belarus Presidential Press Office

    Belarus ist Spekulationen über den Verbleib von Präsident Alexander Lukaschenko entgegengetreten. Nach tagelangen Rätselraten über seine Gesundheit ist Lukaschenko bei einem Termin mit Militärs wieder aufgetaucht. Das Staatsfernsehen in Minsk zeigte den 68-Jährigen am Montag in einer militärgrünen Uniform.
    Zuvor hatte es Berichte über eine mögliche Krankheit und einen angeblichen Klinikaufenthalt Lukaschenkos gegeben. Der Politker war seit Tagen von der Bildfläche verschwundenen. Zuletzt war er bei der Parade am 9. Mai auf dem Roten Platz in Moskau gesehen worden, wo er blass und aufgedunsen aussah. In den sozialen Medien wurde seither über seinen Gesundheitszustand spekuliert.

    Lukaschenko: "Befinden uns in erhöhter Bereitschaft"

    Er nutzte seinen ersten öffentlichen Auftritt seit fast einer Woche, um die Versetzung der Streitkräfte in Alarmbereitschaft bekanntzugeben. Dabei ging Lukaschenko auf bisher vom Kreml nicht einmal bestätigte Abschüsse von Hubschraubern und Flugzeugen im Gebiet Brjansk an der russischen Grenze zur Ukraine und zu Belarus ein.

    Lassen Sie uns darauf schauen, was um unser Land herum passiert, besonders in der Luft.

    Alexander Lukaschenko

    Die Ereignisse in der Region am Samstag hätten Belarus in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, sagte Lukaschenko. "Da wurden vier Flugzeuge abgeschossen. Wir mussten darauf reagieren. Seither befinden wir uns in erhöhter Bereitschaft", sagte er.

    Ukraine weist Verantwortung zurück

    Die russischen Behörden hatten bisher lediglich den "Absturz" eines Hubschraubers bestätigt, aber keine Details genannt. Bei den Abstürzen sollen insgesamt mindestens neun Menschen getötet worden sein. Offizielle Angaben gab es dazu nicht. Auch vom russischen Verteidigungsministerium, das aus dem Gebiet auch seine Angriffe gegen die Ukraine führt, gab es keine Stellungnahme.
    Lukaschenko sprach nun davon, dass die Jets und Hubschrauber abgeschossen worden seien. Dagegen wiesen die ukrainischen Luftstreitkräfte am Sonntag eine Verantwortung zurück und behaupteten, die russische Flugabwehr selbst habe ihre Technik abgeschossen. Den Angaben aus Kiew zufolge sollten die Kampfflieger für neue Angriffe gegen die Ukraine eingesetzt werden.
    Wagner-Chef Prigoschin hatte am Sonntag gesagt, dass Russland möglicherweise sein eigenes Militärgerät abgeschossen hat.
    Lukaschenko unterstützt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine immer wieder Russland. Im vergangenen Jahr erlaubte er, belarussisches Staatsgebiet als Ausgangspunkt für die russischen Angriffe gegen die Ukraine zu nutzen. Der im Westen weitgehend isolierte Machthaber, der seit 1994 im Amt ist, hat sein Bündnis mit Putins Russland seit Beginn der Offensive weiter vertieft.
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    Quelle: dpa, AP, AFP

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