UN: Syrien öffnet weitere Grenzübergänge für Erdbeben-Hilfe

    Humanitäre Hilfe nach Erdbeben:UN: Syrien öffnet weitere Grenzübergänge

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    Nach Angaben der UN will Syriens Präsident Assad zwei weitere Grenzübergänge zur Türkei öffnen. Das könnte Hilfslieferungen in die syrischen Erdbebengebiete erleichtern.

    Zur Verbesserung der humanitären Hilfe in schwer zugänglichen Erdbebengebieten Syriens will Präsident Baschar al-Assad nach Angaben von UN-Diplomaten zwei weitere Grenzübergänge in die Türkei öffnen.
    Bab Al-Salam und Al Ra'ee sollen für drei Monate geöffnet werden, berichtete UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths dem UN-Sicherheitsrat am Montag mehreren Diplomaten zufolge. Griffiths hält sich derzeit in Syrien auf und traf Assad am Montag in Damaskus.

    Hilfe im Nordwesten erschwert

    Die Zersplitterung des Landes, in dem 2011 ein Bürgerkrieg ausbrach, erschwert die Arbeit der Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen nach der Katastrophe mit mindestens 35.000 Toten in der Türkei und Syrien.
    UN-Hilfen in Gebiete im Nordwesten, die nicht von der Regierung kontrolliert werden, kamen bislang nur über einen Grenzübergang zur Türkei (Bab al-Hawa) zu den Opfern. Die syrische Regierung wollte bislang humanitäre Hilfe komplett durch die von ihr kontrollierten Gebiete fließen lassen.
    Eine Woche nach dem Erdbeben in der Türkei und Syrien konzentriert sich die Hilfe nun auf die Versorgung der zahlreichen obdachlos gewordenen Überlebenden. "Viele sagen, dass die Hilfe nicht reicht", so ZDF-Reporterin Britta Jäger. 14.02.2023 | 1:55 min

    Guterres begrüßt Grenzöffnungen

    UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Entscheidung Assads:

    Die Öffnung dieser Grenzübergänge - zusammen mit der Erleichterung des humanitären Zugangs, der Beschleunigung der Visagenehmigungen und der Erleichterung des Reisens zwischen den Drehkreuzen - wird es ermöglichen, dass mehr Hilfe schneller eintrifft.

    António Guterres, UN-Generalsekretär

    Zu der Vereinbarung gehören laut Guterres auch der Zugang zu Konfliktgebieten für humanitäre Helfer sowie schnellere Visumsverfahren.
    Quelle: dpa, AFP, AP

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