"Shot Show": Bundeswirtschaftsministerium sagt Teilnahme ab

    "Shot Show" in Las Vegas:US-Waffenmesse: Ministerium sagt Teilnahme ab

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    Jahrelang soll das Bundeswirtschaftsministerum für deutsche Firmen einen Stand auf der US-Messe "Shot Show" organisiert und teilfinanziert haben. Damit ist nun Schluss.

    Ein Besucher einer Waffenmesse im texanischen Houston begutachtet ein Sturmgewehr.
    Ein Besucher einer Waffenmesse. (Archivbild)
    Quelle: reuters

    Das Bundeswirtschaftsministerium hat nach gemeinsamen Recherchen von ZDF Magazin Royale und "Tagesspiegel" jahrzehntelang für deutsche Unternehmen einen Stand auf der weltgrößten Schusswaffenmesse in den USA organisiert und teilweise finanziert.
    Nun hat das Ministerium reagiert und bekanntgegeben, damit aufzuhören. "Es wird keinen erneuten Messestand des Bundes geben" auf der "Shot Show" in Las Vegas, teilte eine Ministeriumssprecherin dem Berliner "Tagesspiegel" mit.
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    Aussteller zahlten nur Teilsumme

    Laut den Recherchen unterstützte der Bund deutsche Aussteller auf der Waffenmesse seit 1998 mit Ausnahme des Jahres 2021. Die Auswahl der ausstellenden Unternehmen soll über den Messeverband der deutschen Wirtschaft AUMA erfolgt sein, wobei das Ministerium das letzte Wort gehabt haben soll.
    Das operative Geschäft vor Ort ging laut ZDF Magazin Royale an einen externen Dienstleister, an den die Aussteller eine Teilnahmegebühr zahlen mussten. Die finale Abrechnung übernahmen laut der Recherchen aber das Wirtschaftsministerium sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
    Dabei sollen die Aussteller nur eine Teilsumme an den Dienstleister überwiesen haben. Den Rest beglichen die Bundesbehörden, wie mehrere, mit den Vorgängen vertrauten Personen, den Journalisten offenbarten.

    Bei 45 Prozent der US-Schulmassaker Waffen aus Europa eingesetzt

    Die Recherche von ZDF Magazin Royale und Tagesspiegel befasst sich vor allem mit den Geschäften europäischer Waffenhersteller auf dem US-Markt.
    Einer der größten Pistolenproduzenten der USA ist demnach die Firma Sig Sauer. Deren Holding ist im münsterländischen Emsdetten ansässig - und hat dem US-Waffenlobbyverband NSSF 2020 nach eigenen Angaben eine halbe Million Dollar gespendet.
    Dem Bericht zufolge wurden bei 45 Prozent der Schulmassaker in den USA Waffen europäischer Firmen eingesetzt. Sehen Sie hier ganze Folge ZDF Magazin Royale zum Thema Waffen und deutsche Waffenhersteller:
    We win some, they lose some!05.05.2023 | 32:43 min
    Quelle: dpa

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