Aleph Alpha-Chef im Gespräch: Rettet KI die deutsche Wirtschaft?

    Unternehmensgründer zu Gast:Rettet KI die deutsche Wirtschaft?

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    Das deutsche KI-Start-up Aleph Alpha hat fast 500 Millionen Euro eingesammelt. Bei ZDFheute live spricht Gründer Jonas Andrulis über Finanzierung und Regulierung in Deutschland.

    Deutsches Start-Up macht KI-Firmen Konkurrenz

    Bei der Entwicklung von generativen KI-Tools sind die USA Vorreiter: ChatGPT von OpenAI, Bard von Google und LLaMA von Meta sind nur drei Beispiele.
    Das deutsche Unternehmen Aleph Alpha präsentiert mit Luminous eine Alternative. Spätestens, seit das Heidelberger KI-Unternehmen Anfang November in einer Finanzierungsrunde frische 500 Millionen Dollar eingesammelt hat, muss es als echte Konkurrenz zu den US-amerikanischen Unternehmen gesehen werden.

    Was ist Aleph Alpha?

    Aleph Alpha arbeitet an Sprachmodellen mit sogenannter generativer KI, die anhand weniger Stichworte Inhalte erstellen kann. Das Start-up hat sich dabei auf Programme für die öffentliche Verwaltung und die Industrie spezialisiert. Gegründet wurde es 2019 von Jonas Andrulis. Im Gegensatz dazu richtet sich der kalifornische Konkurrent OpenAI mit seinem Chatbot ChatGPT vor allem direkt an Endkunden.

    Heidelberger ChatGPT-Konkurrent
    :Aleph Alpha: KI aus und für Deutschland

    Frische 500 Millionen bekommt Aleph Alpha von Investoren. Die kann das Unternehmen im Wettbewerb gegen die US-Konkurrenz gut gebrauchen. Was steckt hinter der KI made in Germany?
    von David Metzmacher
    Jonas Andrulis von Aleph Alpha

    Wo steht der KI-Standort Deutschland?

    Eine Frage, die auch beim Digitalgipfel in Jena eine Rolle spielt. Zum Auftakt sagte Bundeswirtschaftsminister Habeck, es sei wichtig, eine gute KI-Verordnung auf europäischer Ebene hinzubekommen. Erst vor wenigen Tagen hatten sich Deutschland, Frankreich und Italien auf eine gemeinsame Position zur KI-Regulierung geeinigt.

    Gründer Jonas Andrulis bei ZDFheute live

    Bei ZDFheute live spricht Philip Wortmann mit Jonas Andrulis über Grenzen und Möglichkeiten von KI in Deutschland und Europa. Außerdem mit dabei: die Ökonomen Ulrike Malmendier und Marcel Fratzscher. Sie schätzen die Relevanz von KI für die deutsche Wirtschaft ein.

    Aleph Alpha in den Top 10 der KI-Finanzierungsrunden

    Mit der hohen Investitionssumme Anfang November spielt Aleph Alpha jetzt auch international eine wichtige Rolle. Es ist die zweitgrößte KI-Finanzierungsrunde, die es in Europa bisher gegeben hat.
    Robert Habeck sprach von einer enormen Investitionssumme und einer "wahnsinnigen Erfolgsgeschichte", vor allem aus der privaten Wirtschaft. Die Bundesregierung will die Start-Up-Kultur hierzulande fördern. Gemeinsam mit Blackrock, Allianz und weiteren Versichern investiert sie mit dem "Wachstumsfonds Deutschland" eine Milliarde Euro in das Start-Up-Ökosystem Deutschlands. Davon profitieren sollen auch KI-Unternehmen.
    Auf Platz 1 der größten KI-Finanzierungsrunden weltweit landet Open AI aus den USA mit 10 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen entwickelte die bekannteste generative KI: den Chatbot ChatGPT. Auch auf den nächsten Plätzen landen Unternehmen aus den USA.

    Überraschender Chefwechsel bei OpenAI

    OpenAI macht gerade aber vor allem Schlagzeilen mit einer plötzlichen Entlassung: Das Unternehmen hat am Freitag überraschend seinen Chef Sam Altman entlassen. Zur Begründung hieß es, Altman sei in seiner Kommunikation mit dem Vorstand nicht immer "ehrlich" gewesen.
    Übergangsweise soll nun die Technologiechefin Murati als Firmenlenkerin fungieren, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist.

    Von OpenAI zu Microsoft

    Altman und andere Ex-Beschäftigte von OpenAI sollen nun bei Microsoft ein neues KI-Forschungsteam anführen, wie Firmenchef Nadella am Montag ankündigte. Das Softwareunternehmen ist ein wichtiger Investor von OpenAI.
    Mit Material von DPA, RTZ und ZDF

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