Neue Hoffnung für ukrainische Offensive?

    Leichte Fortschritte im Süden:Neue Hoffnung für ukrainische Offensive?

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    Die ukrainischen Streitkräfte rücken am Ostufer des Dnipro in der Region Cherson langsam vor. Militärexperte Gustav Gressel ordnet bei ZDFheute live die Lage an der Front ein.

    Ukraine-Fortschritte im Süden, Gefechte um Awdijiwka | Militärexperte Gressel bei ZDFheute live

    Die ukrainischen und russischen Streitkräfte setzten ihre Offensivoperationen zuletzt in der Ost- und Südukraine trotz regnerischer und verschneiter Wetterbedingungen fort.
    Die Ukraine verzeichnet dabei weiterhin leichte Fortschritte im Süden. Experten gehen davon aus, dass es dem ukrainischen Militär gelungen ist, drei Brückenköpfe im Süden der Ukraine am Fluss Dnipro auszudehnen. Darüber hinaus rücken die ukrainischen Streitkräfte in der Region langsam weiter vor. 
    Russland intensiviert derweil weiter die Kämpfe um die Stadt Awdijiwka, welche das russische Militär einnehmen möchte, trotz hoher Verluste. Die russischen Streitkräfte setzten ihre Offensivoperationen zudem an anderen Frontabschnitten fort: unter anderem in der Nähe von Bachmut und südwestlich der Stadt Donezk.

    Kritik an russischer Militärführung

    Die hohen Verluste der russischen Armee sind allerdings auch Thema unter russischen Militärbloggern. Diese beschweren sich aktuell erneut über die russische Militärführung, weil diese ihrer Meinung nach schlechte Entscheidungen treffe, die zu russischen Opfern führe.
    Die Beschwerden konzentrierten sich größtenteils darauf, wie die schlechte Kriegsführung und die mangelnde Disziplin der russischen Militärführung zu einer schlechten Behandlung der russischen Militärangehörigen und zu Opfern geführt habe.
    Wie stehen die Chancen der ukrainischen Gegenoffensive im Süden? Wie hoch sind die russischen Verluste beim Kampf um Awdijiwka? Und wie ist die Lage an den verschiedenen Frontabschnitten vor Einbruch des Winters? Darüber spricht ZDFheute live mit dem Militärexperten Gustav Gressel und ZDF-Reporter Timm Kröger in der Ukraine.

    Energieknappheit in der Ukraine

    Nach einem vergleichsweise milden Herbst in diesem Jahr sinken die Temperaturen in der Ukraine nun rapide. Der Netzbetreiber Ukrenerho hat am Donnerstag in den sozialen Medien erklärt, dass nicht mehr genug Energie für den steigenden Bedarf der Menschen produziert werden könne.
    Die ukrainischen Behörden haben die Bevölkerung schon im Oktober vor Folgen neuer russischer Angriffe gewarnt. Bereits im vergangenen Winter hat Russland gezielt ukrainische Infrastruktur mit Drohnen und Raketen attackiert. Millionen Menschen mussten ohne Strom, Heizung und Wasser auskommen.
    Auch jetzt sind Ukrenergo zufolge 409 Siedlungen ohne intakte Energieversorgung. Betroffen sind die Regionen Cherson, Charkiw, Donezk und Dnipropetrowsk. Der Energieversorger hat inzwischen auch Lieferanten aus den Nachbarländern Polen, Rumänien und der Slowakei um Unterstützung gebeten. Deutschland hat der Ukraine im Oktober 195 Millionen Euro für die Sicherung der Stromversorgung zugesprochen.
    Mit Material von ZDF, dpa, AFP

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