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Jahresabschluss 2017

Der Jahresabschluss des ZDF umfasst wie in den Vorjahren die systematisch miteinander verknüpften Einzelrechnungen Betriebsrechnung (Abrechnung des Betriebshaushalts), Investitionsrechnung (Abrechnung des Investitionshaushalts), Bilanz (Vermögensrechnung) und  Gewinn- und Verlustrechnung.

Nach § 30a des ZDF-Staatsvertrags ist das ZDF verpflichtet, einen Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden HGB-Vorschriften sowie einen Lagebericht aufzustellen und nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Die Prüfung der Jahresabrechnung 2017 durch die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat keine Beanstandungen er­geben. Mit dem seit 01. Januar 2016 gültigen ZDF-Staatsvertrag veröffentlicht das ZDF nach § 30a (5) die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Intendanten und der Direktoren unter Namensnennung im Geschäftsbericht und nach § 30a (6) die Tarifstrukturen und eine strukturierte Darstellung der außer- und übertariflichen Vereinbarungen. Erstmalig ergänzt ist ein Bericht gemäß § 21 Entgelttransparenzgesetz.

Die Darstellungen zum Jahresabschluss sind grundsätzlich entsprechend der Ein-Budget-Systematik und Aufbauorganisation des ZDF gegliedert und klassifizieren die Bereiche des ZDF nach den Kategorien Programm-, Gemeinkosten- und Dienstleisterbereiche. Für die einzelnen Bereiche werden alle zuordenbaren Kostenarten einschließlich der internen Kostenverrechnung ausgewiesen.

Im Betriebshaushalt des ZDF ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von -103,2 Mio. Euro. Bereinigt um die nicht verfügbaren Beitragsmehrerträge von 33,7 Mio. Euro, die in eine Sonderrücklage eingestellt werden, ergibt sich das bereinigte Betriebsergebnis von -136,8 Mio. Euro. Im Investitionshaushalt zeigt sich ein positives Finanzierungsergebnis von 74,8 Mio. Euro. Der aus be­reinigtem Betriebsergebnis und Finanzierungsergebnis ermittelte bereinigte Gesamtfehlbetrag von -62,0 Mio. Euro wird der Rücklage Gesamtergebnis entnommen.

Für das Jahresergebnis bedeutsame Veränderungen während des Berichtsjahres 2017 sind im Folgenden dargestellt. Die Erläuterungen beziehen sich auf die Referenzgröße Vorjahres-Ist.

Das Geschäftsjahr 2017 schließt in der Betriebsrechnung mit einem bereinigten Ergebnis von -136,8 Mio. Euro.

Betriebsrechnung 2017
Mio. €
2016
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Erträge
Erträge Rundfunkbeitrag 1.894,9 1.884,8 10,1 0,5
(davon verfügbar gemäß KEF) (1.861,2) (1.790,2) (71,0) (4,0)
(davon nicht verfügbar gemäß KEF) (33,7) (94,6) (-60,9) (-64,4)
Erträge aus dem Werbefernsehen 153,7 163,9 -10,2 -6,2
Übrige Erträge 139,4 150,5 -11,1 -7,4
Summe Erträge 2.188,0 2.199,1 -11,1 -0,5
(davon verfügbar gemäß KEF) (2.154,4) (2.104,6) (49,8) (2,4)
Aufwendungen
Personalaufwendungen Zentralbudget 136,4 176,0 -39,5 -22,4
Programmbereiche 1.624,5 1.628,0 -3,5 -0,2
Gemeinkostenbereiche 233,5 224,4 9,1 4,1
Umlageentlastung Gemeinkostenbereiche -16,7 -16,3 -0,4 -2,5
Übrige Gemeinkosten 254,8 253,1 1,7 0,7
Gemeinkosten ausgewählte DLP 17,1 13,0 4,1 31,5
Dienstleisterbereiche 1) 41,6 39,3 2,3 5,9
Summe Aufwendungen 2.291,2 2.317,5 -26,3 -1,1
Jahresergebnis 2) -103,2 -118,4 15,2
Nicht verfügbare Beitragsmehrerträge 33,7 94,6 -60,9 -64,4
Bereinigtes Jahresergebnis -136,8 -212,9 76,1

1) Ein negativer Verrechnungssaldo entspricht einem Überschuss des Dienstleisterbereichs; ein positiver Verrechnungssaldo kommt einem Defizit gleich.
2) Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rechnungsdifferenzen. Dasselbe gilt für die folgenden Tabellen.

Auf der Ertragsseite liegen die Rundfunkbeitragserträge mit 1.894,9 Mio. Euro um 10,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Beitragsmehrerträge, die sich anteilig für das ZDF aus dem Auf­kommen aus den 30 Cent ergeben, um die die KEF im 20. Bericht eine Minderung des monatlichen Beitrags empfohlen hatte, ohne dass diese Empfehlung im Staatsvertrag umgesetzt wurde, betragen 33,7 Mio. Euro und sind der Sonderrücklage II zugeführt. Bereinigt um die nicht verfügbaren Mehrerträge ergibt sich ein Ertrag aus Rundfunkbeitrag von 1.861,2 Mio. Euro. Die Werbeerträge sind vor allem aufgrund der besonderen Sportgroßereignisse im Vorjahr um 10,2 Mio. Euro auf 153,7 Mio. Euro zurückgegangen. Die Übrigen Erträge lagen mit 139,4 Mio. Euro um 11,1 Mio. Euro unter dem Vorjahr, was unter anderem aus geringeren Verwertungserlösen und Sponsoringerträgen sowie niedrigeren Zinserträgen resultiert.

Auf der Aufwandsseite umfassen die Personalaufwendungen/Zentralbudget die Per­sonalaufwendungen, die nicht den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet werden können beziehungsweise für die eine dezentrale Zuordnung nicht zweckmäßig wäre, zum Beispiel kurzfristig Beschäftigte und Auszubildende sowie die Aufwendungen für die Altersversorgung. Diese Aufwendungen liegen im Jahr 2017 mit 136,4 Mio. Euro um 39,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf niedrigere Aufwendungen für die Altersversorgung zurückzuführen ist.

Die Programmaufwendungen liegen mit 1.624,5 Mio. Euro um 3,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 1.628,0 Mio. Euro.

Die Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche betrugen 233,5 Mio. Euro und lagen damit um 9,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Übrigen Gemeinkosten lagen mit 254,8 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro über dem Volumen des Vorjahres. Die Gemeinkosten ausgewählte Dienstleisterprodukte beliefen sich auf 17,1 Mio. Euro (Vorjahr: 13,0 Mio. Euro).

Bei den Dienstleistern wird als Verrechnungssaldo (= Ergebnis) die Differenz zwischen den Aufwendungen und den Erlösen aus internen Leistungen („Dienstleisterprodukte“) ausgewiesen. Ein positiver Verrechnungssaldo entspricht demnach einem Überschuss der Kosten über die Erlöse. Im Jahr 2017 hat der Verrechnungssaldo 41,6 Mio. Euro (Vorjahr: 39,3 Mio. Euro) betragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung, die inhaltlich der Betriebsrechnung entspricht, weist im Jahr 2017 betriebliche Erträge (inklusive Beitragsmehrerträge) in Höhe von 2.155,2 Mio. Euro aus, die um 16,0 Mio. Euro über den Erträgen des Vorjahres liegen. Der Beschaffungs-/ Programmaufwand beläuft sich auf 1.323,0 Mio. Euro, der Personalaufwand auf 431,6 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung weiterer GuV-Positionen beträgt der Jahresfehlbetrag -103,2 Mio. Euro. Bereinigt um der Sonderrücklage II zugeführte und bis Ende 2020 nicht zur Verfügung stehende Beitragsmehrerträge in Höhe von 33,7 Mio. Euro ergibt sich ein bereinigtes Jahresergebnis von -136,8 Mio. Euro. Im Vorjahr belief sich das bereinigte Jahresergebnis auf -212,9 Mio. Euro.

Gewinn- und Verlustrechnung 2017
Mio. €
2016
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Summe betriebliche Erträge 2.155,2 2.139,2 16,0 0,7
Summe Beschaffungsaufwand/ Programmaufwand 1.323,0 1.295,0 28,0 2,2
Summe Personalaufwand 431,6 478,1 -46,5 -9,7
Saldo weitere GuV-Positionen 502,2 482,9 19,3 4,0
Ergebnis nach Steuern -101,5 -116,8 15,3
Sonstige Steuern 1,7 1,6 0,1 6,3
Jahresfehlbetrag/- überschuss (inkl. Beitragsmehrerträge) -103,2 -118,4 15,2
Zuführung Sonderrücklage Beitragsmehrerträge -33,7 -94,6 60,9 64,4
Jahresergebnis (bereinigt um Beitragsmehrerträge) -136,8 -212,9 76,1
Entnahme Rücklage Gesamtergebnis 62,0 27,5 34,5
Entnahme Anstaltskapital 74,8 185,4 -110,6
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0

Der Investitionshaushalt schließt bei einem Gesamteinnahmevolumen in Höhe von 403,3 Mio. Euro und einem Gesamtausgabevolumen in Höhe von 328,5 Mio. Euro mit einem Finanzierungsergebnis von 74,8 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind geringere Einnahmen von 81,1 Mio. Euro und höhere Ausgaben von 29,5 Mio. Euro zu verzeichnen, so dass das Finanzierungsergebnis um 110,6 Mio. Euro schlechter ausfällt als im Vorjahr. Die geringeren Einnahmen sind u. a. auf eine niedrigere Zuführung zu langfristigen Rückstellungen sowie eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Verminderung des Programmvermögens zurückzuführen. Die höheren Ausgaben sind u.a. durch höhere Beschaffungsreste gegenüber dem Vorjahr bedingt.

Investitionsrechnung 2017
Mio. €
2016
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Mittelbeschaffung
Ausgabenreste aus dem Vorjahr 58,5 60,0 -1,5 -2,5
Beschaffungsreste aus dem Vorjahr 141,9 147,3 -5,4 -3,7
Abschreibungen / Abgänge 61,2 66,6 -5,4 -8,1
Darlehensrückzahlung 0,1 0,3 -0,2 -66,7
Zuführung zu langfristigen Rückstellungen 122,8 159,8 -37,0 -23,2
Verminderung des Programmvermögens 15,8 48,7 -32,9 -67,6
Sonstige Einnahmen 3,1 1,7 1,3 76,5
Einnahmen 403,3 484,4 -81,1 -16,7
Mittelverwendung
Sachinvestitionen 54,5 56,6 -2,1 -3,7
Programminvestitionen 0,0 0,0 0,0 0,0
Zuweisung zum Versorgungsstock 10,5 10,0 0,5 5,0
Andere Finanzinvestitionen 0,0 4,1 -4,1 -100,0
In das Folgejahr zu übertragende Ausgabenreste 59,6 58,5 1,1 1,9
In das Folgejahr zu übertragende Beschaffungsreste 168,4 141,9 26,5 18,7
Darlehensgewährung 0,0 0,1 -0,1 -100,0
Sonstige Ausgaben 0,4 0,4 -0,1 -25,0
Verbrauch andere langfristige Rückstellungen 1,7 1,7 0,0 0,0
Forderung gegen Rückdeckungsversicherung 25,0 25,8 -0,8 -3,1
Zuweisung Beihilfedeckungsstock 8,5
Ausgaben 328,5 299,0 29,5 9,9
Finanzierungsergebnis 74,8 185,4 -110,6
Haushaltsausgleich 2017
Mio. €
2016
Mio. €
Zuführung zur Rücklage Gesamtergebnis
Entnahme aus der Rücklage Gesamtergebnis 62,0 27,5
Zuführung zur Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge 33,7
Zuführung zur Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge 94,6
Zuführung zum Anstaltskapital
Entnahme aus dem Anstaltskapital 74,8 185,4

Die Bilanzsumme von 2.316,9 Mio. Euro ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. Euro niedriger. Dies entspricht einer Abnahme um 0,1 Prozent.

Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen mit 968,9 Mio. Euro gegenüber 933,8 Mio. Euro im Vorjahr um 35,1 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer Zu­nahme um 3,8 Prozent. Die Erhöhung des Anlagevermögens ergibt sich aus einer Zunahme der Finanzanlagen um 41,7 Mio. Euro und einer Reduzierung der Sachanlagen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände um 6,7 Mio. Euro. Die Veränderung der Finanzanlagen ist hauptsächlich beeinflusst durch die Erhöhung des Versorgungsstocks und der Rückdeckungsansprüche aus den relevanten Versorgungstarifverträgen.

Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen lag im Geschäftsjahr 2017 auf den Gebäuden, der Erneuerung der Produktions- und Sendetechnik sowie der IT-Infrastruktur. Hervorzuhebende Projekte waren u. a. der Kauf einer Bürocontaineranlage im Zuge des Brandschutzprojekts, Reinvestitionen im Regiebereich im Sendezentrum Mainz, Reinvestitionen bei den ZDF online-Portalen, Ergänzungen bei der mobilen Produktionseinheit und Reinvestitionen der Medien integrierenden Netzwerk Tech­nologie. Darüber hinaus wurden Sachinvestitionen zum Erhalt der Funkti­onsfähigkeit der Produktionstechnik und der IT-Infra­struktur sowie der IT-Anwendungen durchgeführt.

Das Umlaufvermögen ist um 31,7 Mio. Euro auf 683,2 Mio. Euro zurückgegangen (Vorjahr: 714,8 Mio. Euro). Der Rückgang ergibt sich vor allem aus geringerem Guthaben bei Kreditinstituten.

Beitragsmehrerträge des Jahres 2017,  dies sind Beiträge, die sich anteilig für das ZDF aus dem Aufkommen aus den 30 Cent ergeben, um die die KEF im 20. Bericht eine Minderung des monatlichen Beitrags empfohlen hatte, ohne dass diese Empfehlung im Staatsvertrag umgesetzt wurde, schlagen sich im Umlaufvermögen mit 29,8 Mio. Euro in dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten und mit 3,8 Mio. Euro in den auf Beitragsmehrerträgen entfallenden Forderungen nieder. Mit den veränderten Bilanzposten gehen leichte Ver­schiebungen innerhalb der Vermögensstruktur einher. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Bilanzsumme) liegt mit 41,8 Prozent über dem Vorjahresniveau von 40,3 Prozent. Das Programmvermögen (einschließlich der Wiederholungsrechte) hat sich wertmäßig um 15,8 Mio. Euro verringert und beträgt 632,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017 (648,6 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016). Der Anteil des Programmvermögens am Gesamtvermögen hat sich mit 27,3 Prozent gegenüber 28,0 Prozent im Vorjahr leicht vermindert. Der Anteil des Umlaufvermögens (einschließlich aktivem Rechnungsabgrenzungsposten) liegt mit 30,9 Prozent unter dem Vorjahresanteil von 31,7 Prozent.

Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital 622,5 Mio. Euro (Vorjahr: 725,7 Mio. Euro). Das Eigenkapital des ZDF beinhaltet neben dem Anstaltskapital eine Rücklage Gesamtergebnis, die das kumulierte Gesamtergebnis der Beitragsperiode gemäß ZDF-Haushaltsrechnung abbildet. Die in der Sonderrücklage I eingestellten Rundfunk­beitragsmehrerträge aus der Beitragsperiode 2013 bis 2016 betragen zum Ende des Berichtsjahres wie im Vorjahr 373,0 Mio. Euro. Die Rundfunkbeitragsmehrerträge der seit 2017 begonnenen Beitragsperiode betragen im Berichtsjahr 33,7 Mio. Euro und sind der neuen Sonderrücklage II zugeführt.

Das Eigenkapital deckt das langfristige Vermögen (Anlage- und Programmvermögen) zu 38,9 Prozent (Vorjahr: 45,9 Prozent). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 26,9 Prozent (2016: 31,3 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 122,2 Mio. Euro auf 1.314,8 Mio. Euro erhöht. Unter dieser Position werden die Altersversorgungsrückstellung für die Mitarbeiter des ZDF, die vergleichbaren Rückstellungen für Verpflichtungen des ZDF gegenüber den selbständigen und nichtselbständigen Gemeinschaftseinrichtungen und die Rückstellungen für Beihilfeansprüche ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen haben sich von 8,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 13,2 Mio. Euro erhöht. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 213,2 Mio. Euro, das sind rd. 11,8 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Die Summe der Verbindlichkeiten ist zum Ende des Jahres 2017 mit 151,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr um 13,9 Mio. Euro zurückgegangen.

Bilanz Stand
31.12.2017
Mio. €
Stand
31.12.2017
Prozent
Stand
31.12.2016
Mio. €
Stand
31.12.2016
Prozent
Veränderung
Mio. €
Aktiva
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 261,1 11,3 267,7 11,5 -6,7
Finanzanlagen 707,9 30,6 666,1 28,7 41,7
Summe Anlagevermögen 968,9 41,8 933,8 40,3 35,1
Programmvermögen 632,9 27,3 648,6 28,0 -15,8
Summe langfristig gebundenes Vermögen 1.601,8 69,1 1.582,5 68,3 19,3
Flüssige Mittel 371,6 16,0 403,7 17,4 -32,1
Übrige Aktiva (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) 343,6 14,8 331,9 14,3 11,7
Summe kurzfristig gebundenes Vermögen 715,2 30,9 735,6 31,7 -20,4
Gesamtsumme Aktiva 2.316,9 100,0 2.318,1 100,0 -1,2
Passiva
Eigenkapital
Langfristig
Anstaltskapital 144,0 6,2 218,8 9,4 -74,8
Kurzfristig
Rücklage Gesamtergebnis 71,9 3,1 133,9 5,8 -62,0
Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge 373,0 16,1 373,0 16,1 0,0
Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge 33,7
Summe Eigenkapital 622,5 26,9 725,7 31,3 -103,2
Fremde Mittel
Langfristig
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.314,8 56,7 1.192,5 51,4 122,2
Kurzfristig
Steuer- und sonstige Rückstellungen 226,4 9,8 233,3 10,1 -6,9
Verbindlichkeiten (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) 153,2 6,6 166,6 7,2 -13,4
Summe kurzfristige Fremdmittel 379,6 16,4 399,9 17,3 -20,3
Summe Fremde Mittel 1.694,4 73,1 1.592,4 68,7 102,0
Gesamtsumme Passiva 2.316,9 100,0 2.318,1 100,0 -1,2

Bilanz Aktiva

Bilanz AKTIVA Stand
31.12.2017
- € -
Stand
31.12.2016
- € -
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.126.431 1.445.577
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 25.505.108 16.588.347
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 27.631.539 18.033.924
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.964.718 117.783.287
2. Fernsehtechnische Einrichtungen 74.753.434 75.132.592
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.349.109 23.895.727
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.351.694 32.884.333
Summe Sachanlagen 233.418.955 249.695.939
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.812.757 12.812.757
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 221.308 289.499
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.353.071 1.353.071
4. Beteiligungen 8.566.358 10.756.533
5. Versorgungsstock/Beihilfe-Deckungsstock 424.460.675 405.465.368
6. Sonstige Ausleihungen 260.432.635 235.441.121
Summe Finanzanlagen 707.846.805 666.118.350
Gesamtsumme Anlagevermögen 968.897.298 933.848.212
B. Programmvermögen
I. Programmvermögen
1. Programmvermögen in Arbeit 335.115.311 346.264.188
2. Sendefähige Produktionen 221.616.293 232.700.556
3. Wiederholungsrechte 76.121.000 69.675.000
Gesamtsumme Programmvermögen 632.852.604 648.639.744
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) 1.285.623 1.334.297
Summe Vorräte 1.285.623 1.334.297
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Rundfunkbeiträgen
(davon Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge € 3.843.078; Vorjahr Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge € 128.613.987)
226.955.221 228.170.095
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.913.120 30.010.899
3. Forderungen gegen verbundene Untternehmen 34.918.910 29.274.271
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.026.918 1.842.442
5. Sonstige Vermögensgegenstände 20.516.250 20.544.428
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 310.330.419 309.842.136
III. Wertpapiere (Sonstige Wertpapiere) 1.102 1.102
Summe Wertpapiere 1.102 1.102
IV. Kasssenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
(davon Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge € 29.818.824; Vorjahr Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge € 244.366.401)
371.550.231 403.656.532
Summe Kassenbestand, Bundesbankguthaben und
Guthaben bei Kreditinstituten
371.550.231 403.656.532
Gesamtsumme Umlaufvermögen 683.167.375 714.834.066
D. Rechnungsabgrenzungsposten 31.996.546 20.771.322
Gesamtsumme AKTIVA 2.316.913.824 2.318.093.344

Bilanz Passiva

Bilanz PASSIVA Stand
31.12.2017
- € -
Stand
31.12.2016
- € -
A. Eigenkapital
I. Anstaltskapital 144.020.854 218.815.433
II. Rücklage Gesamtergebnis 71.871.793 133.904.015
III. Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge 372.980.388 372.980.388
IV. Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge 33.661.903
Gesamtsumme Eigenkapital 622.534.938 725.699.836
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.314.772.468 1.192.521.631
2. Steuerrückstellungen 13.242.073 8.354.234
3. Sonstige Rückstellungen 213.185.712 224.952.894
Gesamtsumme Rückstellungen 1.541.200.253 1.425.828.759
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 103.494.018 120.503.618
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.024.648 4.379.425
3. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 10.989.698 12.669.922
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.799.777 4.995.447
5. Sonstige Verbindlichkeiten 27.212.799 22.828.701
Gesamtsumme Verbindlichkeiten 151.520.939 165.377.113
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.657.694 1.187.635
Gesamtsumme Passiva 2.316.913.824 2.318.093.344

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung 2017
- €
2016
-€-
1. Erträge aus Rundfunkbeiträgen (inklusive Beitragsmehrerträge) 1.894.904.569 1.884.769.888
2. Erträge aus Werbung und Sponsoring 162.654.774 175.649.593
3. Sonstige Umsatzerlöse 101.841.342 113.942.075
4. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Produktionen -15.787.139 -48.706.073
5. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.785.935 5.954.510
6. Sonstige betriebliche Erträge 5.832.052 7.592.981
(davon aus Währungsumrechnung € 788.690; Vorjahr: € 513.904) 2.155.231.532 2.139.202.975
7. Beschaffungsaufwand/Programmaufwand
a) Urheber-, Leistungs- und Herstellervergütungen 1.156.044.966 1.124.027.727
b) Produktionsbezogene Fremdleistungen 66.042.617 63.356.131
c) Ausstrahlungskosten 70.487.410 73.208.918
d) Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen 30.400.107 34.417.993
1.322.975.100 1.295.010.769
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 269.302.811 269.896.084
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung € 120.256.667; Vorjahr: € 166.989.484)
162.303.282 208.239.510
431.606.093 478.135.593
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
61.048.021 65.786.306
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon aus Währungsumrechnung € 1.135.549; Vorjahr: € 633.881)
(davon Aufwendungen naxch Art. 67 Abs 1 und 2 EGHGB
€ 33.477.749; Vorjahr: € 25.341.684)
388.554.141 364.704.573
11. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen € 9.268.183; Vorjahr: € 7.238.802)
9.268.183 7.338.802
12. Aufwendungen für Beteiligungen 1.910.303 0
13. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.549.702 7.800.363
14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen € 82.639; Vorjahr € 50.158)
344.999 753.494
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus Aufzinsung und Rückstellungen € 52.030.555; Vorjahr: € 50.682.371)
52.132.915 50.695.762
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.675.067 17.557.583
17. Ergebnis nach Steuern -101.507.223 -116.794.953
18. Sonstige Steuern 1.657.676 1.560.295
19. Jahresfehlbetrag (inklusive Beitragsmehrerträge) -103.164.898 -118.355.248
20. Zuführung Sonderrücklage Beitragsmehrerträge -33.661.903 -94.576.185
21. Jahresergebnis (bereinigt um Beitragsmehrerträge) -136.826.801 -212.931.433
22. Entnahme aus der Rücklage Gesamtergebnis 62.032.222 27.540.706
23. Entnahme aus dem Anstaltskapital 74.794.579 185.390.727
24. Bilanzgewinn 0 0

Haushaltsrechnung Betriebsrechnung

Haushaltsrechnung
Betriebsrechnung
2017
- € -
2016
- € -
Erträge
Erträge Rundfunkbeitrag 1.894.904.569 1.884.769.888
(davon verfügbar gemäß KEF) (1.861.242.666) (1.790.193.703)
(davon nicht verfügbar gemäß KEF) (33.661.903) (94.576.185)
Erträge aus dem Werbefernsehen 153.721.455 163.889.659
Kostenerstattungen 3.658.651 6.081.582
Sponsoring 8.933.319 11.759.934
Verwertungserlöse 25.468.037 29.639.588
Mieten und Pachten 1.621.452 1.691.758
Zinserträge 5.894.701 8.625.757
Andere Erträge  93.836.412 92.677.419
Summe Erträge 2.188.038.596 2.199.135.585
(davon verfügbar gemäß KEF) (2.154.376.693) (2.104.559.400)
Aufwendungen
Personalaufwendungen/Zentralbudget 136.412.953 175.953.246
Programmbereiche 1.624.488.614 1.627.994.221
Gemeinkostenbereiche 233.508.001 224.434.995
Umlageentlastung Gemeinkostenbereiche -16.662.900 -16.278.229
Übrige Gemeinkosten 254.796.135 253.087.170
Gemeinkosten ausgewählte DLP 17.067.800 13.011.246
Dienstleisterbereiche 1) 41.592.891 39.288.184
Summe Aufwendungen 2.291.203.494 2.317.490.833
Jahresergebnis -103.164.898 -118.355.248
Nicht verfügbare Beitragsmehrerträge 33.661.903 94.576.185
Bereinigtes Betriebsergebnis -136.826.801 -212.931.433

1) Ein negativer Verrechnungssaldo entspricht einem Überschuss des Dienstleisterbereiches; ein positiver Verrechnungssaldo kommt einem Defizit gleich.

Investitionsrechnung

Investitionsrechnung 2017
- € -
2016
- € -
Einnahmen
Vorgetragene Ausgabenreste 58.467.115 60.014.100
Vorgetragene Beschaffungsreste 141.886.110 147.276.044
Abschreibungen/Abgänge 61.184.893 66.581.708
Darlehensrückzahlung 96.505 312.648
Versorgungsrückstellungen 108.190.205 126.476.798
Andere langfristige Rückstellungen 14.630.119 33.309.955
Verminderung Programmvermögen 15.787.139 48.706.073
Sonstige Einnahmen 3.056.082 1.721.157
Summe Einnahmen 403.298.169 484.398.483
Ausgaben
Sachinvestitionen 1) 114.094.317 115.045.327
Programminvestitionen 2) 168.356.129 141.886.110
Darlehensgewährung 28.315 91.287
Verbrauch andere langfristige Rückstellungen 1.662.902 1.673.555
Zuweisung zum Versorgungsstock 10.520.307 9.978.729
Forderung gegen Rückdeckungsversicherung 24.991.514 25.803.309
Sonstige Ausgaben 364.411 433.102
Andere Finanzinvestitionen 10.695 4.096.336
Zuweisung Beihilfe-Deckungsstock  8.475.000
Summe Ausgaben 328.503.590 299.007.756
Finanzierungsergebnis 74.794.579 185.390.727

1) Inklusive der vorzutragenden Ausgabenreste
2) Inklusive der vorzutragenden Beschaffungsreste

Erträge

Der Anteil des ZDF am gesamten Beitragsaufkommen liegt seit dem 01.01.2017 bei 25,3792 Prozent des unveränderten monatlichen Regelbeitrags von 17,50 Euro. Die KEF hatte in ihrem 20. Bericht eine Reduzierung des Beitrags auf 17,20 Euro empfohlen, die von den Ländern nicht staatsvertraglich umgesetzt wurde. Das anteilige Aufkommen aus der Differenz von 0,30 Euro muss jedoch einer gesonderten Rücklage zugeführt werden, die für Mehrbedarfe ab 2021 zur Verfügung stehen und so die Beitragshöhe in den Jahren 2021 bis 2024 stabilisieren soll.

Bei den Erträgen aus Rundfunkbeiträgen zeigt sich mit 1.894,9 Mio. Euro ein um 10,1 Mio. Euro erhöhtes Aufkommen. Die Rundfunkbeitragsmehrerträge in Höhe von 33,7 Mio. Euro sind der neuen Sonderrücklage II zugeführt. Bereinigt um die nicht verfügbaren Mehrerträge ergibt sich ein Rundfunkbeitrag von 1.861,2 Mio. Euro.

Im Bereich der Werbung unterliegt das ZDF den bekannten gesetzlichen Beschränkungen, wonach Werbesendungen nur 20 Minuten pro Tag bis 20.00 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen ausgestrahlt werden dürfen. Die rechtlich zur Verfügung stehenden Werbezeiten wurden vollständig verkauft. Die Werbeerträge von 153,7 Mio. Euro liegen um 10,2 Mio. Euro unter dem Vorjahr,  in dem besondere Sportgroßereignisse zu höheren Werbeerträgen beitrugen.

Seit dem Jahr 2013 gelten die allgemeinen Beschränkungen für die Werbung auch für das Sponsoring; von dieser Beschränkung ausgenommen ist das Sponsoring der Übertragung von bestimmten Großereignissen wie zum Beispiel Olympische Sommer- und Winterspiele und bei den Fußball-Europa- und -Weltmeisterschaften alle Spiele mit deutscher Beteiligung sowie das Eröffnungsspiel, die Halbfinalspiele und das Endspiel. Gegenüber dem Vorjahr ist beim Sponsoring, u. a. verbunden mit den fehlenden Sportgroßereignissen 2017, ein Rückgang um 2,8 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro zu verzeichnen.

Übrige Erträge 2017
Mio. €
2016
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Kostenerstattungen 3,7 6,1 -2,4 -39,3
Sponsoring 8,9 11,8 -2,8 -23,7
Verwertungserlöse 25,5 29,6 -4,2 -14,2
Mieten und Pachten 1,6 1,7 -0,1 -5,9
Zinserträge 5,9 8,6 -2,7 -31,4
Andere Erträge 93,8 92,7 1,2 1,3
Summe Übrige Erträge 139,4 150,5 -11,1 -7,4

Im gleichen Zusammenhang steht der Rückgang der Erträge aus Kostenerstattungen um 2,4 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro, da diese Erträge zum größten Teil auf Erstattungen im Zusammenhang mit produktionstechnischen Kooperationen bei Sportgroßereignissen basieren.

Die Verwertungserlöse liegen mit 25,5 Mio. Euro um 4,2 Mio. Euro unter dem Vorjahr, was unter anderem auf niedrigere Erlöse aus der Kabelverwertung sowie geringere Sonstige Verwertungen zurückzuführen ist. Die Anderen Erträge sind um 1,2 Mio. Euro auf 93,8 Mio. Euro gestiegen. Enthalten sind mit 48,6 Prozent in den Anderen Erträgen Erstattungen von ARTE als Vergütung für Programmzulieferungen seitens des ZDF. Darüber hinaus wird unter dieser Position eine Vielzahl unterschiedlicher Ertragskomponenten zusammengefasst.

Aufwendungen

Die folgenden Darstellungen beziehen sich auf die Ein-Budget-Systematik.

Personalaufwendungen
Zentralbudget
2017
- Mio. €
2016
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Vergütungen 1,8 1,9 -0,1 -5,3
Zulagen 0,2 1,5 -1,3 -86,7
Gesetzliche Sozialabgaben 2,1 2,1 0,0 0,0
Versorgung 132,0 170,1 -38,1 -22,4
Personalnebenkosten 0,3 0,3 0,0 0,0
Summe Personalaufwendungen/Zentralbudget 136,4 176,0 -39,5 -22,4

Die gesamten Personalaufwendungen einschließlich der bei den Geschäftsbereichen dezentral abgerechneten betrugen laut Betriebsrechnung 464,4 Mio. Euro (Vorjahr: 502,8 Mio. Euro). Die Personalaufwendungen ohne die Versorgungsaufwendungen liegen mit 311,3 Mio. Euro um 1,8 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 309,5 Mio. Euro. Der Anteil der Personalaufwendungen ohne Versorgungsaufwendungen am Gesamtaufwand liegt mit 13,6 Prozent leicht über dem Wert der Vorperiode von 13,4 Prozent.

Die zentral erfassten Personalaufwendungen haben sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 39,5 Mio. Euro auf 136,4 Mio. Euro vermindert, was vor allem auf niedrigere Aufwendungen im Bereich der Versorgung zurückzuführen ist.

Die Programmaufwendungen beliefen sich 2017 auf 1.624,5 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr verringern sich die Programmaufwendungen um 3,5 Mio. Euro beziehungsweise 0,2 Prozent. Der Sendeaufwand betrug 1.249,4 Mio. Euro nach 1.273,0 Mio. Euro in 2016. Dies entspricht einem Rückgang um 1,9 Prozent.

Aufwendungen der Programmmbereiche 2017
Mio. €
2016
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Sendeminuten
2017
Sendeminuten
2016
Veränderung
in Prozent
Programmmdirektion 775,0 719,5 55,5 7,7
davon Sendeaufwand 695,3 651,5 43,8 6,7 305.256 298.214 2,4
Chefredaktion 469,7 541,0 -71,3 -13,2
davon Sendeaufwand 392,6 465,1 -72,6 -15,6 214.393 222.894 -3,8
3sat 43,5 50,9 -7,4 -14,5
davon Sendeaufwand 38,8 37,0 1,8 4,9 525.509 526.993 -0,3
ARTE 46,2 45,8 0,4 0,9
davon Sendeaufwand 40,4 40,5 0,0 0,0 85.956 96.939 -11,3
PHOENIX 16,2 16,2 0,0 0,0
Kinderkanal 44,6 42,9 1,7 4,0
davon Sendeaufwand 24,4 26,9 -2,5 -9,3 113.286 120.872 -6,3
ZDFkultur 0,0 1,8 -1,8 -100,0
davon Sendeaufwand 0,0 1,8 -1,8 -100,0 394.004 -100,0
ZDFinfo 16,7 18,2 -1,5 -8,2
davon Sendeaufwand 16,1 17,6 -1,5 -8,5 525.551 527.065 -0,3
ZDFneo 44,6 35,5 9,1 25,6
davon Sendeaufwand 41,8 32,6 9,2 28,2 525.570 527.114 -0,3
Neue Medien 31,4 30,0 1,4 4,7
funk 12,1 4,2 7,9 188,1
Sendestraßen 16,9 13,3 3,6 27,1
Nicht zuordenbare Programmgemeinkosten 107,6 108,7 -1,1 -1,0
Summe Aufwendungen Programmmbereiche 1.624,5 1.628,0 -3,5 -0,2
davon Sendeaufwand 1.249,4 1.273,0 -23,6 -1,9 2.295.521 2.714.095 -15,4

Die Sendezeit aller Programmbereiche lag mit 2.295.521 Sendeminuten um 15,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang ergibt sich vor allem aus der Einstellung des Digitalkanals ZDFkultur gemäß 19. Rundfunk­änderungs­staatsvertrag zum 30. September 2016. Im Gegenzug haben ARD und ZDF zum 1. Oktober 2016 das gemeinsame Jugendangebot funk gestartet, das ausschließlich über das Internet verbreitet wird.

Bezogen auf die Aufwendungen ergaben sich in den einzelnen Programmbereichen gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen folgende Entwicklungen:

Der Sendeaufwand der Programmdirektion lag mit 695,3 Mio. Euro um 43,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die höheren Aufwendungen resultierten insbesondere aus der Wiedereinsetzung von Regelprogramm im Jahr 2017 anstelle der Sportgroßereignisse im Jahr 2016 sowie einer höheren Anzahl von Erstsendungen bei den Fernsehfilmen und Serien in der Primetime und bei Showformaten.

Der Sendeaufwand der Chefredaktion lag 2017 mit 392,6 Mio. Euro um 72,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Grund hierfür war im Wesentlichen der geringere Übertragungsumfang von Sportgroßereignissen im Vergleich zum Sportjahr 2016.

Der Sendeaufwand des Kinderkanals ging um 2,5 Mio. Euro auf 24,4 Mio. Euro zurück. Diese Abnahme resultierte aus den konkreten Programmzulieferungen an den Kinderkanal.

Der Sendeaufwand von ZDFneo in Höhe von 41,8 Mio. Euro lag um 9,2 Mio. Euro über dem Vorjahr, was vor allem auf die zusätzliche Ausstrahlung von Serien und Showformaten zurückzuführen ist.

Der Programmaufwand der Hauptredaktion Neue Medien lag 2017 mit 31,4 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Mehraufwendungen ergaben sich im Wesentlichen für der Ausstrahlung originärer Online Produktionen sowie dem Erwerb programmbegleitender Social Media Pakete.

Der Programmaufwand für funk lag im Jahr 2017 bei 12,1 Mio. Euro. Im Jahr 2016 war erstmals ein Ist-Aufwand in Höhe von 4,2 Mio. Euro angefallen. Das Angebot ist am 01. Oktober 2016 gestartet.

Die Sendestraßen umfassen die Sendeabwicklung der Programme der ZDF-Programmfamilie (ZDF-Hauptprogramm, ZDFneo, ZDFinfo) und des Partner­programms 3sat in einer zentralen Sendeleitung im Sendezentrum Mainz. Der Aufwand für die Sendestraßen erhöhte sich 2017 um 3,6 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro.

Die nicht zuordenbaren Programmgemeinkosten betreffen die Aufwendungen für die Programmverteilung, Sendepauschalverträge und Sicherung der Programmbestände. Sie betrugen 107,6 Mio. Euro und lagen um 1,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen bei der Programmverteilung zurückzuführen ist.

Die Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche lagen mit 233,5 Mio. Euro um 9,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Bei der Intendanz zeigen sich höhere Aufwendungen bei der HA Kommunikation infolge der Übernahme von Mitarbeitern sowie Aufgaben der aufgelösten Direktion Europäische Satellitenprogramme sowie aufgrund höherer Marketingaufwendungen. Darüber hinaus musste eine Rückstellung für eine zusätzliche Verpflichtung gegenüber der ARTE Deutschland gebildet werden, um dort einen Verlustausweis infolge der bei ARTE Deutsch­land zu bildenden Rückstellung für Kabelstreitigkeiten zu vermeiden.  Bei der Chefredaktion zeigen sich Mehraufwendungen bei den Außenstudios.

Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche 2017
Mio. €
2016
Mio.€
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Intendanz 76,6 68,7 7,9 11,5
Verwaltungsdirektion 62,8 62,0 0,8 1,3
Chefredaktion 54,3 51,4 2,9 5,6
Produktionsdirektion 15,7 16,7 -1,0 -6,0
Zentrale Aufgaben Programm 16,9 14,9 2,0 13,4
Programmdirektion/Leitung 4,9 5,0 -0,1 -2,0
Direktion Europäische Satellitenprogramme 0,1 3,5 -3,3 -94,3
Gremien 2,2 2,3 -0,1 -4,3
Drei-Stufen-Test des Fernsehrates 0,0 0,0 0,0
Summe Aufwendungen Gemeinkostenbereiche 233,5 224,4 9,1 4,1
Umlageentlastung Gemeinkostenbereiche -16,7 -16,3 -0,4 -2,5
Übrige Gemeinkosten 254,8 253,1 1,7 0,7
Gemeinkosten ausgewählte DLP 17,1 13,0 4,1

Die Umlageentlastung betrug -16,7 Mio. Euro (Vorjahr: -16,3 Mio. Euro).Die Übrigen Gemeinkosten beinhalten die nicht absetzbare Vorsteuer, die Ertragsteuern, die Kosten des Beitragseinzugs, die Zinsaufwendungen und die sonstigen Gemeinkosten. Sie liegen mit 254,8 Mio. Euro um per Saldo um 1,7 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Die Mehraufwendungen beim betrieblichen Steueraufwand (inklusive nicht abzugsfähiger Vorsteuer), der gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Mio.  Euro höher ausfällt, sind vor allem auf die Bildung von Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung zurückzuführen. Der Zinsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. Euro. Niedrigere Aufwendungen zeigen sich dagegen beim Beitragseinzug und den Sonstigen Gemeinkosten. Bei den Gemeinkosten ausgewählte DLP, die bestimmte Dienstleisterprodukte, bei denen eine leistungsbezogene Planung und Abrechnung mit einzelnen Kunden nicht möglich oder sinnvoll ist, ergaben sich höhere Aufwendungen von 4,1 Mio. Euro. Diese zeigen sich insbesondere bei den Leistungen des Gebäudemanagements.

Bei den Dienstleisterbereichen zeigt sich eine Unterdeckung, d. h. die Kosten überstiegen die Erlöse um 41,6 Mio. Euro (Vorjahr: Unterdeckung von 39,3 Mio. Euro). Die Dienstleister der Produktionsdirektion weisen dabei ungedeckte Kosten von 41,3 Mio. Euro bei einer Ergebnisverschlechterung um 2,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr aus und bei den Dienstleistern der Verwaltungsdirektion ergibt sich eine Unterdeckung von 0,3 Mio. Euro bei einer Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. Euro.

Verrechnungssaldo der Dienstleisterbereiche 2017
Mio. €
2016
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Verrechnungssaldo Produktionsdirektion 1)
 Produktions- und Sendebetrieb 19,0 22,8 -3,8 -16,7
 Bildgestaltung & Design 3,7 2,4 1,3 54,2
 Außenstudios 12,5 11,9 0,6 5,0
 Informations- und Systemtechnologie 6,1 2,1 4,0 190,5
Zwischensumme 41,3 39,2 2,1 5,4
Verrechnungssaldo Verwaltungsdirektion 1)
 Archiv-Bibliothek-Dokumentation 0,7 -0,3 1,0
 Gebäudemanagement -0,4 0,4 -0,8 -200,0
Zwischensumme 0,3 0,1 0,2 200,0
Summe Verrechnungssaldo Dienstleisterbereiche 41,6 39,3 2,3 5,9

1) Ein negativer Verrechnungssaldo entspricht einem Überschuss der Dienstleisterbereiche; ein positiver Verrechnungssaldo kommt einem Defizit gleich.

Detailerläuterung der Investitionsrechnung 2017

Der Investitionshaushalt schließt mit einem positiven Finanzierungsergebnis von 74,8 Mio. Euro (Vorjahr: 185,4 Mio. Euro), das sich aus Einnahmen in Höhe von 403,3 Mio. Euro (Vorjahr: 484,4 Mio. Euro) und Ausgaben in Höhe von 328,5 Mio. Euro (Vorjahr: 299,0 Mio. Euro) zusammensetzt.

Auf der Einnahmenseite betrug die Zuführung zur Versorgungsrückstellung im Berichtsjahr 108,2 Mio. Euro (Vorjahr: 126,5 Mio. Euro). Die Abschreibungen und Abgänge bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen beliefen sich auf 61,2 Mio. Euro (Vorjahr: 66,6 Mio. Euro). Die Verminderung des Programmvermögens beträgt 15,8 Mio. Euro (2016: 48,7 Mio. Euro).

Auf der Ausgabenseite beliefen sich die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2017 auf 54,5 Mio. Euro nach 56,6 Mio. Euro im Vorjahr (jeweils ohne Ausgabenreste). Davon betrafen 15,7 Mio. Euro fernsehtechnische und sonstige technische Einrichtungen und 22,8 Mio. Euro die Informationstechnologie. Der verbleibende Betrag entfiel auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen, auf Anlagen im Bau, auf Anzahlungen für Investitionen sowie auf bebaute eigene Grund­stücke. Investitionen in das Programmvermögen wurden, wie im Vorjahr, nicht getätigt. Die in das Folgejahr zu übertragenden Beschaffungsreste betragen 168,4 Mio. Euro. Im Programmvermögen enthalten ist neben sendefähigen Produktionen, in Arbeit befindlichen Produktionen und Wiederholungsrechten auch die darauf entfallende nicht abzugsfähige Vorsteuer.

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