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Das Coronavirus wird Teil unseres Alltags

Das Virus eindämmen, zugleich aber Geschäfte und Schulen langsam wieder öffnen: Wie soll das gehen?

Hintergründe zur heute-show vom 17.04.2020
Quelle: ZDF/Getty

Das Coronavirus soll weiter eingedämmt, aber die Wirtschaft auch am Leben gehalten werden. Diese Woche wurde entschieden, wie dieser Spagat für die nächsten Wochen aussieht. Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder haben beschlossen, die geltenden Kontaktbeschränkungen erst einmal bis zum 3. Mai zu verlängern. Einige Geschäfte dürfen aber bald wieder öffnen.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie dreht sich alles um die sogenannte Reproduktionszahl „R“. Diese Rate gilt als eine wichtige Marke, um den Verlauf der Ansteckungswelle in Deutschland zu messen. Die Kollegen von heute.de erklären, was die Zahl aussagt und wie sie ermittelt wird.

Schutzmasken können dazu beitragen, dass bald ein paar weitere Lockerungen möglich sind. Anfang April schon führte Jena als erste deutsche Stadt eine Maskenpflicht in allen Verkaufsstellen, im öffentlichen Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr ein. Wie es aussieht, mit Erfolg: Die Mundschutzpflicht, aber auch strenge Quarantäneregeln haben wohl dazu geführt, dass sich dort seit einigen Tagen keine neuen Menschen angesteckt haben.

Aus welchen Stoffen sollten selbstgemachte Masken sein und welche filtern Partikel besonders gut aus der Luft? Das haben Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie jetzt getestet. Die gute Nachricht: Alle getesteten Materialien wie Baumwollstoffe, Küchenrolle und nicht zuletzt Staubsaugerbeutel fangen wenige Mikrometer große Teilchen zum überwiegenden Teil ab.

Sollen die Schulen bald wieder geöffnet werden? Und wenn ja, für welche Klassen? Eine Wiedereröffnung wäre besonders für Eltern mit vielen Kindern und wenig Platz zu Hause notwendig, meinen manche Lehrerinnen und Lehrer. Der Virologe Alexander Kekulé sieht im Deutschlandfunk-Interview dagegen ein (zu) hohes Risiko in der Öffnung, gerade der Grundschulen. Auch weil nicht davon auszugehen sei, dass sich Kinder an die Hygieneregeln wie Abstand halten. Wenn man die Schule aufmache, ginge man das Risiko ein, dass sich die Kinder infizierten und das möglicherweise in die Familien tragen würden, so der Wissenschaftler aus Halle.

Auch Schülerinnen und Schüler in vielen Bundesländern wehren sich gegen die geplanten Öffnungen. So will etwa Nordrhein-Westfalen bald wieder unterrichten lassen – wenn auch unter veränderten Bedingungen, beispielsweise strengen Hygienevorschriften. Eine Schülerin aus Hagen findet das bei jetzt.de nicht praktikabel: „Wir haben im Normalfall nicht einmal Seife in unserer Schule. In meinen Leistungskursen sitzen 30 Menschen, wie sollen wir da den Mindestabstand einhalten?

Das Bundesinnenministerium hat ein Strategiepapier („Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“) ausarbeiten lassen, das den Umgang der Bundesregierung mit der Corona-Pandemie vorzeichnen soll. Das Dokument wurde von fragdenstaat.de veröffentlicht. In dem Papier werden mögliche Pandemiezahlen genannt und verschiedene Strategien durchgespielt. Laut FAZ hat eine Gruppe von rund zehn Fachleuten das Papier erstellt, darunter Wirtschaftswissenschaftler.

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