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Hintergründe zur heute-show vom 01.06.2018

Die EU kämpft gegen Plastikmüll

Die EU kämpft gegen Plastikmüll
Quelle: Getty/PA

„Jede Sekunde landen etwa 700 Kilogramm Plastikmüll in unseren Ozeanen“, sagt EU-Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans auf einer Pressekonferenz diese Woche. Und wenn es so weitergeht, dann schwimmen um das Jahr 2050 mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren. Jährlich entstehen europaweit knapp 26 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle. Weniger als 30 Prozent werden zur Wiederverwertung gesammelt und noch viel weniger davon tatsächlich in Europa recycelt. Phoenix mit dem Mitschnitt der Pressekonferenz der EU-Kommission.

Die EU-Kommission will Produkte verbieten, die besonders oft als Müll im Meer landen: Plastikbesteck und -geschirr, Wattestäbchen, Ballonhalter und Strohhalme. Der EU-Korrespondent des NDR findet: Das ist ein erster Schritt, aber „wer den Müllberg zu Wasser und zu Land abtragen will, muss erstens mehr recyceln und zweitens dem Verpackungswahn Einhalt gebieten. Wer zum Beispiel in der EU-Hauptstadt Brüssel in Supermarktregalen nach Wasserflaschen sucht, findet kaum Glas, dafür aber jede Menge Plastik-Sechserpacks. […] Dieser umweltpolitische Irrsinn muss enden.“

Allein eine Plastikflasche braucht, so aktuelle Schätzungen, um die 450 Jahre, um sich zu zersetzen. Ein Styroporbecher benötigt immerhin 50 Jahre und eine Getränkedose bis zu 200 Jahren, so Angaben des Umweltbundesamtes, die in einer Grafik zusammengefasst haben, wie lange welcher Abfall braucht um im Meer abgebaut zu werden.

Seit China unseren unbrauchbaren Müll nicht mehr will, landet viel davon in Vietnam oder Malaysia. Dabei, so berichten die Autoren der Süddeutschen Zeitung, verstecken sich in unseren Abfallmengen sogar ungeahnte Schätze. Auch hierzulande ließe sich die Müllstrategie verändern.

Auch Mikroplastik ist ein großes Problem für die Umwelt. Das sind winzige Kunststoffteilchen die kleiner als fünf Millimeter sind. In vielen Kosmetikartikeln finden sich diese Partikel, die über das Abwasser in Gewässer gelangen und von Tieren aufgenommen werden können. Doch trotz einer Vereinbarung verzichten viele Kosmetikhersteller nicht auf die Stoffe, berichten die Kollegen vom ARD-Magazin PlusMinus.

Auch in Produkten wie „Fleur de Sel“ und sogar zum Teil in Leitungswasser steckt Mikroplastik – nicht nur wegen Kosmetikprodukten sondern unter anderem auch wegen dem Abrieb unserer Fleece-Kleidung. ZDF-Wiso gibt Tipps für das Vermeiden der Mini-Plastikteilchen und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erteilt in einem Report Auskunft über Kosmetika mit Mikroplastik.

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