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Allein nach oben

Aufsteiger mit schwerem Start

Noch immer entscheidet Herkunft über Karriere. Wer aus schwierigen Verhältnissen kommt und trotzdem einen sozialen Aufstieg schaffen will, hat einen besonders harten Weg vor sich.

28 min
28 min
13.01.2020
13.01.2020
UT - AD - DGS
UT - AD - DGS
Video verfügbar bis 07.01.2023

37 Grad begleitet drei junge Menschen, die um gute Bildung kämpfen: gegen das Milieu, aus dem sie kommen, gegen Vorurteile, gegen das Gefühl der Einsamkeit, weil sie von zu Hause keine Unterstützung bekommen können. Was treibt sie an? Erreichen sie ihre Ziele?

Ohne Disziplin läuft nichts

Robin (16) wächst in einem Kölner Viertel auf, in dem es rauh zugeht. Wegen einer Schlägerei verbrachte er sechs Wochen im Krankenhaus. In der Schule störte er den Unterricht, hatte schlechte Noten und flog schließlich vom Gymnasium. Auf der Realschule läuft es auch nicht besser, bis er Jacqueline Langer kennenlernt, eine neue Lehrerin. Sie hört ihm zu, macht ihm Mut. Robin beginnt, über sich nachzudenken: "Ich kann eigentlich mehr. Warum denke ich nicht weiter? Warum lasse ich mich immer ablenken?" Dann fasst er einen Entschluss: Er will die Mittlere Reife schaffen und danach auf ein Wirtschaftsgymnasium gehen. Aber er muss einiges aufholen. Ohne Nachhilfe und Disziplin wird er den Abschluss nicht schaffen.

Kevin (19) studiert im zweiten Semester Pharmazie in Marburg. Ein anspruchsvolles Studium. Viele brechen ab. Kevin will unbedingt durchhalten. Er ist allein mit seiner alkoholkranken Mutter aufgewachsen. "Ich weiß nicht, wie oft ich als Kind meine Mutter ins Bett gebracht habe und nicht andersrum", erinnert er sich. Als es seiner Mutter immer schlechter ging, brachte ihn das Jugendamt in eine Wohngruppe. Das Abitur hat er mit 1,2 geschafft, weil er eine außergewöhnliche Begabung für Naturwissenschaften hat. Aber jetzt lebt er zum ersten Mal allein, in einem kleinen Studentenzimmer, und hat keine Familie, die ihn auffängt, wenn er mal Sorgen oder Stress hat.

Durchsetzungsvermögen und ein langer Atem


Nejla (29) ist Lehrerin an einem Gelsenkirchener Gymnasium, ausgerechnet für Deutsch. Als Kind kam sie mit ihrer kurdischen Familie aus der Türkei. In der Grundschule hatte sie noch Sprachprobleme und wurde auf die Hauptschule geschickt. Doch dann hat sie ihren Ehrgeiz entdeckt. Lehrerin will sie werden. Ihre eigenen Lehrer sagten: "Das packst Du nicht. Du kommst von der Hauptschule. Du wirst es nicht schaffen." Aber sie setzte sich durch, auch gegen den Widerstand innerhalb ihrer Familie.

Drei junge Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen, aber mit einer Gemeinsamkeit: Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Bildungsweg sind sehr schlecht. Reichen Begabung und Ehrgeiz, wenn man den sozialen Aufstieg schaffen will? Der Film zeigt, dass es noch etwas gibt, was alle drei brauchen: einen Menschen, der an sie glaubt.

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