37 Grad - die Einzeldokus - Nicht ohne meinen Hund
Hunde verändern unseren Alltag. Sie können trösten, unterstützen, sogar Leben retten. "37°" begleitet drei Menschen, die durch ihre Assistenzhunde selbstständiger werden wollen.
Hundetrainer mit Leidenschaft
Dem Labradoodle-Welpen steht eine große Aufgabe bevor. Dirk Kempken wird ihn zum Blindenführhund ausbilden. Er soll der 15-jährigen Jocy im Alltag helfen, deren Gesichtsfeld, und damit ihre Sehfähigkeit, stark eingeschränkt ist. Normalerweise wird sie auf Schritt und Tritt von ihren Eltern Corinna und Marcus sowie von Schwester Merle begleitet. Diese Aufgabe soll Timmy künftig übernehmen. Zunächst muss die 15-Jährige lernen, ihren Hund mit richtigen Kommandos, wie: "Such Bordstein!" oder "Such Ampel!" korrekt zu führen und ihm zu vertrauen. Jocys Eltern sind am Anfang skeptisch. Denn schließlich "überlassen wir einem Hund die Verantwortung für unser Kind", wie Mutter Corinna sagt.
Mit einem Hund zu mehr Teilhabe
Die 40-jährige verfügt über keine sogenannte Aura mehr. Das bedeutet, ein Anfall kommt für sie so überraschend, dass sie sich nicht rechtzeitig in eine sichere und liegende Position bringen kann. Selbst teure Spezialmedikamente konnten ihr nicht helfen. Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass Tanja mehrfach schwer stürzte und gefährliche Verletzungen erlitt. Seitdem traut sie sich kaum noch aus dem Haus.
Ihre Mutter Helga lebt eine Etage über ihr, um bei einem Anfall so schnell wie möglich bei ihrer Tochter sein zu können. Auch während der Dreharbeiten erleidet Tanja einen epileptischen Anfall, nur wenige Minuten, bevor Dirk ihr Umar überbringt. Der Vorfall wurde auf Wunsch von Tanja mit der Kamera dokumentiert und beweist, wie wichtig es ist, dass Umar sie künftig warnt, bevor sie unkontrolliert stürzt.
Ein Hund, der Sicherheit gibt
Die 37 Grad-Langzeitbeobachtung zeigt, welche besonderen Beziehungen zwischen Jocy, Tanja, Jonas und ihren Hunden entstehen – als Helfer im Alltag sowie in Notsituationen.