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Die Ziegenlady

Zu Besuch bei einer Hirtin

Zu Christi Himmelfahrt besuchen wir die Ziegen-Hirtin Elisabeth, die mit ihren Tieren bei Wind und Wetter den Sommer im Freien verbringt.

Videolänge:
13 min
Datum:
21.05.2020
:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.05.2025

Seit Jahrtausenden sind Ziegen mit ihren Hirten draußen unterwegs - und sie tun dabei viel mehr als "nur" fressen: Die Vierbeiner erhalten unsere Landschaft, schützen bedrohte Arten, pflegen, was wir alle schätzen.

Die Arbeit funktioniert nur im Miteinander

Es gibt noch Arbeitsplätze, die vom Coronavirus nicht betroffen sind: Das Biosphärenreservat Rhön, im Herzen von Deutschland, umfasst eine Fläche fast so groß wie das Saarland. Und wenn es auf den geschützten Grünflächen sprießt und wächst, dann sind sie da: mehrere Hundert Ziegen von Elisabeth.

Großaufnahme von Ziegenhirtin Elisabeth. Sie ist eine blonde Frau mit langem Zopf und blauem Oberteil. Sie blickt lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund sind die Äste eines Baumes und Wiesenflächen zu sehen.
Seit 20 Jahren Ziegenhirtin: Elisabeth hat Schäferei gelernt und sich dann der Landschaftspflege mit Ziegen verschrieben.
Quelle: ZDF/Rabea Geißenhöner

Monatelang wandern sie, geleitet und begleitet von der 52-jährigen Hirtin, durch die weite Mittelgebirgslandschaft und rücken mit ihrer Vorliebe für Blatt und Rinde der Verbuschung einer artenreichen Landschaft zu Leibe. Elisabeth betreibt so mithilfe ihrer Tiere dringend notwendige Landschaftspflege und bewahrt damit einen einzigartigen Artenreichtum. Im Jahr 2000 hat die gelernte Schäferin die Ziegenherde aufgebaut und kann sich der Faszination ihrer "Mitarbeiter" schon lange nicht mehr entziehen. "Das sind Empathie-Monster", meint die Hirtin, "die wissen genau, was ich von ihnen will, und entscheiden selbst, ob sie sich darauf einlassen." Da funktioniert die Arbeit nur im Miteinander.

Die Tiere sind ein Teil der Schöpfung

Eigentlich müsste Elisabeth jedes Jahr einige Tiere ihrer Herde weggeben, um einen Teil ihres eigenen Lebensunterhaltes zu bestreiten. Doch "ich habe mich vor ein paar Jahren entschieden, meine Ziegen nicht mehr schlachten zu lassen." Damit bezeugt Elisabeth ihren vierbeinigen Mitarbeitern Respekt - und bewahrt sie vor einer Schlachtindustrie, die die Würde des Mitgeschöpfs in Elisabeths Augen missachtet. Die wirtschaftlichen Einbußen, die sie wegen dieser Haltung erleidet, sind groß.

Doch der Verzicht ist es ihr wert, um mit ihrem Gewissen im Reinen zu sein und ein Zeichen zu setzen gegen die "Verdinglichung" von Tieren. Schließlich sind auch sie Teil der Schöpfung und jeder kann seinen Beitrag zu deren Bewahrung leisten. Mit Elisabeth erfahren wir zu Christi Himmelfahrt, wie erfüllend eine solche Zusammenarbeit sein kann.

Im Vordergrund haben sich eine Gruppe von Ziegen unterschiedlicher Färbung und Größe zusammengefunden, Die meisten von ihnen blicken nach links. Im Hintergrund erstreckt sich eine Gruppe von Sträuchern über die gesamte Breite des Bildes.
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