Jagd nach dem Himmelsfeuer

Dokumentation | Dokumentation - Jagd nach dem Himmelsfeuer

Der Film erzählt von alten und neuen Gespensterjägern. Vor allem erzählt er die Geschichte des Entdeckers Kristian Birkeland, von Höhenflügen und Niederlagen, von Triumphen und Tragödien.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.08.2017, 06:25
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2011
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Vor gut 100 Jahren kam Birkeland dem Rätsel um das Nordlicht auf die Spur. Abenteuerliche Expeditionen führten ihn an den Rand der Arktis, wo er monatelang in einem abgelegenen Observatorium und tiefer Polarnacht das Phänomen studierte.

Kaum eine Erscheinung am Nachthimmel elektrisiert den Menschen so wie das Nordlicht. Wie aus dem Nichts taucht das Himmelsfeuer plötzlich auf und erstrahlt in leuchtenden Farben. Die Wikinger glaubten, das Spektakel sei ein Zeichen der Götter, wenn irgendwo auf der Welt eine große Schlacht geschlagen wurde. Nach jedem Gefecht, so die Vorstellung, ritten die Walküren über den Himmel und wählten einen Helden aus, der fortan am Tisch Odins sitzen durfte. Dabei spiegelten sich ihre schimmernden Rüstungen im Licht des Mondes, und das Nordlicht entstand.

In der freien Natur und in seinem Labor durchschaute er allmählich die physikalischen Zusammenhänge, die hinter dem magischen Nordlicht stehen. Mit seinen Erkenntnissen war der Gelehrte seiner Zeit weit voraus. Keiner wollte ihm glauben, dass ein Strom aus elektrisch geladenen Teilchen von der Sonne zur Erde kommt und in den Polarregionen den Himmel zum Leuchten bringt.

Die moderne Physik steckte noch in den Kinderschuhen. Birkelands "Botschafter der Sonne" widersprachen der damaligen Vorstellung, das Universum sei ein leerer Raum. Heute, mehr als 100 Jahre nach seiner revolutionären Theorie, schlagen Forscher ein neues Kapitel bei der Erforschung des Polarlichts auf.

Vor kurzem eröffneten Spezialisten ein Hightech-Observatorium gut 1000 Kilometer vom Pol entfernt. Die Forschungsstätte liegt auf dem norwegischen Archipel Svalbard. Nicht weit davon entfernt hatte Birkeland seine nördlichste Beobachtungsstation errichten lassen. In den dunklen Wintermonaten konnten seine Mitstreiter sogar um die Mittagszeit Polarlichter mit bloßem Auge beobachten. Heute wollen internationale Teams dort die letzten Geheimnisse des rätselhaften Schauspiels aufdecken.

Um die Nordlichtforschung zu finanzieren, machte der Professor zahlreiche Erfindungen. So konstruierte er eine elektromagnetische Kanone, die - wie das Entstehen der Nordlichter - auf der Wirkung von elektrischen und magnetischen Kräften auf geladene Teilchen beruhte. Seine Erfindung wurde zuletzt im amerikanischen Raketenabwehrprogramm SDI noch einmal lebhaft diskutiert.

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