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Eine Ruine wird zum Juwel

Nofretete kehrt zurück ins Neue Museum von Berlin

Das Neue Museum

Das Neue Museum galt als die "schönste Ruine Berlins", fragil und von den Zerstörungen des Krieges gezeichnet. So stand es seit 1945, kaum geschützt vor Wind und Wetter auf der Museumsinsel.

17.10.2009
17.10.2009
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Sie galt als die "schönste Ruine Berlins", fragil und von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges gezeichnet. So stand das Neue Museum seit 1945, kaum geschützt vor Wind und Wetter auf der Museumsinsel.

Seit dem Sommer 2003 wurde dieses Juwel behutsam restauriert und die zerstörten Teile mit modernen Elementen ersetzt. Es entstand ein neues Ganzes, das den Geist des ursprünglichen Gebäudes faszinierend in die Gegenwart brachte. Eine einmalige Architekturleistung, die lange umstritten war, aber jetzt umso mehr gefeiert wird.


Nach der Schlüsselübergabe im März 2009 war das Neue Museum drei Tage lang geöffnet und hat bereits Zehntausende neugierige Besucher in seinen Bann geschlagen. Mit der Eröffnung am 16. Oktober durch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird dieses Interesse noch um ein Vielfaches gesteigert werden. Ein unvorstellbarer Run wird einsetzen, werden hier doch die weltbekannte Büste der Nofretete, der in Berlin verbliebene Teil des Schliemann Schatzes, ein berühmter kultischer Goldhut aus der Bronzezeit, der Xantener Knabe, ein überlebensgroßer slawischer Holzgott und die weltweit einmaligen, begehbaren altägyptischen Opferkammern des Manofer zu sehen sein.

Bilder der Herkunftsorte


Die Dokumentation "Eine Ruine wird zum Juwel" hat viele Jahre lang die hoch spannende Wiederherstellung dieses herausragenden Museums begleitet. Die Kamera war ebenso dabei, als gewaltige Architekturteile aus Marmorzement durch das 45 Meter hohe Dach eingeflogen wurden, wie sie festhielt, als hunderte von Restauratoren in sorgfältigster Feinarbeit jeden Millimeter des denkmalgeschützten Hauses bearbeitet haben, um ihm den alten Glanz zurück zu geben.
Die allmähliche Rückkehr von Nofretete in ihr angestammtes Haus ist ebenso "roter Faden" wie die allmähliche Neugeburt des gewaltigen Treppenhauses, das zum architektonischen Markenzeichen des Neuen Museums geworden ist. In kurzen Sequenzen wird von den Orten berichtet, aus denen die sensationellen Funde des Museums stammen, von Amarna in Mittelägypten über Naga im Sudan bis hin zu Troja in der Türkei. Und schließlich wird von den Menschen erzählt, von den Architekten über die Archäologen bis zu den Direktoren und Arbeitern, die die Wiederauferstehung dieses einmaligen Museums ermöglicht haben.

Die Dokumentation ist der 9. Teil einer Langzeitdokumentation, mit der Carola Wedel seit 2001 die Bau- und Entwicklungsfortschritte rund um die Museumsinsel in Berlin verfolgt. Das ZDF engagiert sich intensiv für die Sanierung der "Insel der Schätze".

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