Wie eine Schwester vom Lande


ZDF: Frau Wörner, im ersten Teil der Reihe "Unter anderen Umständen" haben Sie - damals selbst schwanger - eine schwangere Kommissarin gespielt. Im zweiten Teil kommt die Kommissarin aus der Elternzeit und die Darstellerin Natalia Wörner damit ja auch. Wie war das für Sie?


Natalia Wörner: Nach der Geburt Jacobs wieder zu drehen, und dann noch mit ihm gemeinsam, war eines der größten Geschenke, die die Figur der Jana Winter natürlicherweise mit sich gebracht hat. Dass alles unwiederbringlich ist, zeigt einem das eigene Kind ja auf ganz besondere Weise, und zwar sehr deutlich und zuckersüß. In diesem Sinne ist unsere "Zusammenarbeit" in "Unter anderen Umständen" I und II etwas Einmaliges und sehr Kostbares.


ZDF: Sie spielen sehr unterschiedliche Charaktere beziehungsweise Rollen, sind nicht festgelegt auf einen bestimmten Typ. Wie ordnen Sie die Kommissarin Winter in Ihre Filmografie ein?



Wörner: Ich empfinde Jana Winter als eine Schwester von mir, die auf dem Land aufgewachsen ist. Jana Winter hat starke Wurzeln und es hat sie nie in die Welt gedrängt. Ihre Arbeit führt sie auf ihren Weg. Und dieser ist stark an die Inhalte des Polizistenalltags gebunden und gleichermaßen an die Herausforderung, eine Familie nebst anspruchsvollem Job zu meistern. Das wiederum verbindet uns beide. Allerdings spielt Jana Winter nicht Doppelkopf! Das tun sonst nämlich alle Polizisten - die können gar nicht anders.


ZDF: Sie haben schon mehrfach mit Regisseurin Judith Kennel gearbeitet: Spielt man sich da - im wahrsten Sinne des Wortes - aufeinander ein?


Wörner: Die Arbeit mit Judith Kennel wird immer spannender, je besser wir uns kennen - und wir haben im Herbst immerhin unseren fünften gemeinsamen Film gedreht. Ich schätze Judith Kennel sehr: als Frau, Freundin und Regisseurin. Ich habe volles Vertrauen zu ihr und sie hat meine uneingeschränkte Loyalität. Judith ist immer offen für Ideen, Spielangebote und Fragen, entscheidet dann sanft und gleichermaßen entschieden, und zwar immer für die Sache. Was gibt's Schöneres?

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